Hafenplan – S31/7 – Varberg

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Großer Handels- und Fischereihafen mit Gästeplätzen und gegenüber liegender Marina.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste liegen am besten (und stadtnah) im südlichen Innenhafen von Varberg, längseits der Kaianlage auf Wassertiefen von 4 - 5 m. Die Liegeplätze der Fischer sollen von Yachten nicht genutzt werden. Der Hafen bietet Schutz vor allen Winden. In der gegenüber liegenden Marina Getterön liegen Gäste an der östlichen langen Brücke auf 2 - 3 m Wassertiefe. Von hier aus beträgt die Entfernung zur Stadt allerdings rund 4 km.

Navigation

Die Ansteuerung des gut befeuerten Handelshafens ist Tag und Nacht unproblematisch. Von der südlichen Kardinaltonne (Q(6)+LFl.15s) führt ein Torfeuer (2 Iso.2s) mit ca. 019° durch das betonnte Fahrwasser. Nördlich des ersten Wellenbrechers schwenkt man nach Steuerbord in die befeuerte Zufahrt des Stadthafens. Im Innenhafen muß auf Bojenlieger hinter der Mole geachtet werden. Die Ansteuerung der Marina Getterön erfolgt direkt vom Hauptfahrwasser nach Passieren des westlichen Wellenbrechers.

Versorgung

Die große Stadt Varberg bietet sehr gute Versorgungsmöglichkeiten. Brennstoff und Reparaturservice befinden sich in der Marina "Getterön", wo es eine Busverbindung nach Varberg gibt, außerdem besteht stündlich eine Bootsverbindung. Varbergs Altstadt lohnt einen Besuch. Vom Handelshafen besteht eine Fährverbindung nach Grenaa in Dänemark. Der Hafen hat STF-Gasthafenstandard.

Service

Innerhamnen Marina Getterön
Toilette X X
Dusche X X
Wasser X X
Müllannahme X X
Elektroanschluss X X
Brennstoff X X
Lebensmittel X
Kran X X
Werft X X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X X
Fähre / Bus / Bahn X X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +46(0)340 / 140 95 +46(0)340 / 849 80 (Marina Getterön)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Hallands zweitgrößte Stadt liegt an einer geologischen Grenze – dort, wo die Sandbuchten des Südens allmählich in die Felsenküsten des Nordens übergehen. Eine wichtige strategische und politische Grenze war der Ort für die Dänen im Mittelalter, als Südwestschweden noch zum dänischen Königreich gehörte. Das für viele schwedische Städte charakteristische Schachbrettmuster bestimmt das Straßenbild im Zentrum der 20.000 Einwohner zählenden Stadt, die heute ein ebenso beliebter Badeort ist wie die Nachbarstadt Falkenberg. Ein bereits um 1870 erbautes Badehaus mit maurischen Kuppeln (in Stadthafennähe) ist Hinweis darauf, daß die Badekultur schon Anfang des letzten Jahrhunderts ihren Aufschwung nahm. Hinzu kam, daß sich Varberg schon früh einen Namen als Kurort machte, nachdem 1811 eine Heilquelle entdeckt worden war. Heute wird hier jedoch nur noch mit Meerwasser "gekurt".

Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges ist die auf Felsen am Meer 1287 erbaute Festung, von deren Wallanlagen (Café‑Terrasse zwischen den Bastionen) man einen schönen Ausblick auf die Stadt und das Kattegat hat. Die Räume der imposanten Burg beherbergen ein vielbeachtetes Museum, in dem die einzige auf der Welt vollständig erhaltene Tracht aus dem frühen Mittelalter zu sehen ist. Sie kleidete die 600 Jahre alte Moorleiche des Bockstenmannes. Unter den 35.000 Ausstellungsstücken befindet sich außerdem der Kugelkopf, der das Leben des Schwedenkönigs Karls XII. beendete. In Wort und Bild wird die Stadtgeschichte geschildert. Auch die Kasematten der Festung können besichtigt werden. Das Museum ist während der Sommermonate täglich geöffnet.

Das Samfärdselmuseum im Stall Karls XI. in der Festung enthält eine Sammlung älterer Wagen, Boote und Fahrräder. Alte Motorräder sind ebenfalls dort ausgestellt.

Die Festung von Varberg wurde schon im 13. Jahrhundert vom Grafen Jacob von Halland erbaut, von Christian IV. um 1640 erweitert und war während der 130jährigen Kalmarar Union (Zusammenschluß Skandinaviens) die größte und militärisch stärkste Burg am Kattegat. Den Dänen gelang es nicht, ihre Machtposition zwischen Göteborg und Malmö zu halten. 1645 mußten sie Halland und die Burg den Schweden überlassen, die damit ihren strategischen Wert verlor und nur noch als Gefängnis diente. Der berühmteste Staatsgefangene war der vermutliche Anstifter zum Mordanschlag an König Gustav III., der General Pechlin. Die Grabplatte des in Varberg beerdigten Generals, der starb, ohne ein Bekenntnis abgelegt zu haben, ist im Schloßmuseum aufgestellt.

Heute beherbergt das Schloß außer einem Restaurant auch eine Jugendherberge. Der Burghof wird im Sommer oft für Konzerte aller Art benutzt. Der Societetsparken mit Societetshuset (Gesellschaftspark mit Gesellschaftshaus) wurde 1883 angelegt und 1953 restauriert. Die Grünanlage ist in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt. Sehenswert ist außerdem die von Juli bis August zu besichtigende Glashütte am Hafen.

Ein netter Anziehungspunkt im Stadtbild ist der Markt, den eine 1939 geschaffene Bronzefigur von Bror Marklund schmückt, "Junge und Mädchen ballspielend".

Kilometerlange Sand‑ und Felsenstrände liegen westlich der Stadt auf der Halbinsel Getterön und südlich von Varberg in der Apelviken. Die Freikörperkultur wird an fast allen Badeplätzen gepflegt. Auf Getterön fordern Schilder zur Rücksichtnahme gegenüber der Natur auf. Die Halbinsel ist Vogelreservat und Zwischenstation für Zugvögel. Über hundert Vogelarten bauen hier ihre Nester, unter anderem der Kampfläufer und die Schnabelente. Zwischen der Marina und der Innenstadt von Varberg gibt es eine Bootsverbindung.

Varbergs 450.000 m² großes Sommerland, fünf Kilometer südöstlich von Varberg, ist ein Spielpark mit allerlei Attraktionen für den Nachwuchs. Kinder, die kleiner als einen Meter sind, dürfen kostenlos die Eingangspforte passieren. Ein Stück östlich des Sommerlandes liegt das Wald‑ und Seengebiet Aakulla, ein hervorragendes Fahrradrevier mit Rasthütten, Angelplätzen, Hotels und einer Caféteria.

Sechs Kilometer nordwestlich von Varberg befindet sich auf einer Kattegat‑Landzunge das Schloß Tjolöholm, ein 100 Jahre alter Tudorbau mit Caféteria und sehenswertem Kutschenmuseum.

Broaasen heißt ein knapp vier Kilometer östlich von Varberg gelegenes Gräberfeld mit unterschiedlichsten Grabtypen wie zum Beispiel Dolmen und Dreizackhügeln. Auch Gerichtsringe entdeckte man hier, in denen in der Vorzeit auch Kultopfer bestimmt wurden.

Varberg selbst wartet mit einer großen Zahl von Gaststätten und Tanzlokalen auf. Erwähnt sei das Restaurant "Oscar" im Borgmästargatan 15, wo jeden Donnerstag Hits aus den 60er und 70er Jahren gespielt werden. Disco‑Shows mit schwedischen Stars bietet das "Sarah Hotell Statt " (Kungsgatan 24).

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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