Hafenplan – S27/7 – Holbæk Marina

Kurzbeschreibung

Moderne Yachthafenanlage südlich der Insel Kirsbærholm im Holbæk-Fjord, ca. 3 km vom Stadtzentrum Holbaek entfernt.

NV. Hafenlotse

Liegeplätze

Gäste liegen auf freien Plätzen mit grünen Schildern (Wassertiefe 2-3 m).

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt über das gut betonnte Fahrwasser des Holbaek-Fjords. Nach dem vierten Tonnenpaar steuert man dann mit südöstlichem Kurs auf den Molenkopf zu, wobei man die Untiefentonnen je an Backbord und Steuerbord liegen läßt (nachts im weißen Sektor des Molenfeuers).

Versorgung

Die gepflegte Marina bietet ein paar Serviceeinrichtungen wie eine Brennstoff-Station und einen Kran. Weitere Versorgungsmöglichkeiten findet man im 3 km entfernten Zentrum von Holbaek. Auf Bestellung am Vorabend bekommt man im Hafenkiosk Brötchen, wo auch Lebensmittel in begrenztem Umfang zu kaufen sind.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +45 / 59 43 88 77

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Was Holbæk aus der Masse dänischer Kleinstädte heraushebt, ist schwer zu sagen. Alles scheint eben typisch für einen dänischen Ort mit 30.000 Einwohnern – die schöne Lage am Fjord einmal ausgenommen. Kenner schätzen an den Menschen des geschäftigen Städtchens vor allem die lockere Lebenseinstellung und begründen die angenehme Atmosphäre in Holbæk mit dem Großstadtflair, das vom östlichen Kopenhagen hinüberstrahle. Das, so behaupten sie, mache sich vor allem im Nachtleben bemerkbar und meinen damit auch die große Anzahl von Kneipen und gemütlichen Restaurants. Die Häfen von Holbæk lassen allerdings zu wünschen übrig: Den Osthafen umgeben Tanks und Silos, die große Marina liegt über zwei Kilometer von der Stadt entfernt und im zentralen Handelshafen stört der Verkehrslärm.

Wahrscheinlich ist Holbæk am Fuße einer Burg "herangewachsen", die König Waldemar II. (1202‑41) erbauen ließ. Nach dem Bau eines Dominikanerklosters um 1270 erhielt der Ort seine Stadtprivilegien und entwickelte sich schnell zu einem Handelszentrum. Die Flammen eines Großfeuers im Jahr 1513, das fast die ganze Stadt zerstörte, machten die Hoffnungen zunichte, eine bedeutende Metropole zu werden. Und die Besetzung durch die Schweden (1658‑1660) bedeutete endgültig das wirtschaftliche Aus. Erst mit der Ansiedlung der ersten Industriebetriebe um 1770 ging's wieder bergauf, wobei die geschützte Fjordlage für den Handelsverkehr von ausschlaggebender Bedeutung war.

Im Stadtbild ist nicht zu übersehen, daß wirtschaftliche Aspekte zu oft Vorrang vor den ethischen hatten. Aber rund um die Algade, die zum Markt führt, wurde noch etwas von der Stimmung alter Tage bewahrt, als Großkaufleute ihre Segler nach Westindien schickten und Matrosen ihre Heuer unter's Volk brachten. Den Seeleuten vergangener Tage kann man's gleichtun und beispielsweise im altehrwürdigen und gediegenen Restaurant "Linden" am Marktplatz 9 speisen und sich ein "gepflegtes Bier" genehmigen.

Zurecht sind die Holbæker auf ihr Museum stolz, das in einem ganzen Komplex alter Gebäude in der Klosterstræde 14‑16 eingerichtet wurde, die sich um einen alten Kaufmannshof gruppieren.

In den neun historischen Häusern, teils aus Fachwerk, teils aus Stein, wird in 51 (!) Ausstellungsräumen die Geschichte der Kleinstadt und ihrer Umgebung illustriert. Umfangreiche Altertumssammlungen, Bauernstuben und Werkstätten sind zu sehen. Schmuckstück ist die "Krambude" im alten Kaufmannshof, wo eine Reihe von Waren aus der Periode um 1860 angeboten werden.

Im "Zone‑Museum" im Skyttensvej 2 ist der ehemalige Unfalldienst das Thema. Eine komplette Unfallstation aus dem Jahr 1939 wurde hier eingerichtet inklusive des Krankenwagens. Moderner geht's im "Æglageret" im Lindevej 6 zu. In dem sehenswerten Gebäude stellt der Holbæker Kunstverein neue Gemälde und Skulpturen aus.

Im Wald südlich von Holbæk wurde eine "Naturskole" eingerichtet. Sie besteht aus Tiergehegen, Anpflanzungen und einem Haus, in dem Vorgänge und Zusammenhänge in der Natur erläutert werden. ''Seeländer Alpen" wird das Gebiet südlich der Kleinstadt genannt. Zu Füßen des 102 Meter hohen Overdrev und der Brorfelde Sternwarte liegt hier der Magle‑See in reizvoller Landschaft, 55 Meter über dem Meeresspiegel.

Zur Windmühle von Holbæk gelangt man knapp zwei Kilometer westlich des Handelshafens. Die alte Bockmühle steht im schönen Strandpark am Ufer des Fjordes. Ein weit entferntes, aber lohnenswertes Ausflugsziel ist die Tadre‑Wassermühle, zehn Kilometer südöstlich der Stadt. Die aus dem Jahr 1840 stammende Mühle ist heute renoviert und vom Nationalmuseum unter Denkmalschutz gestellt worden.

Unter den Kirchen in der Umgebung von Holbæk ist die wuchtige Tveje Merløse‑Kirche mit ihren Zwillingstürmen die wohl sehenswerteste. Das um 1100 erbaute Gotteshaus, drei Kilometer südlich des Handelshafens, besticht durch eine eigenartige Form der Türme und seine sehenswerten Fresken im Innern.

Wer sich Stadt, Fjord und Umland einmal aus der Luft anschauen möchte, hat dazu Gelegenheit. Rund drei Kilometer westlich von Holbæk starten einmotorige Flugzeuge in der Saison zu regelmäßigen Rundflügen.

Sehenswerte Bilder

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