Hafenplan – S24/9 – Simrishamn

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Dieser Fischerei- und Sportboothafen ist ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg zur schwedischen Ostküste.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste finden genügend Plätze im Yachthafen an den Stegen D und E auf 1,6 - 2,5m Wassertiefe. Diese wird an den Stegen angezeigt. Große Yachten können am Kai im westlichen Fischereihafen auf 4 - 5m Wassertiefe festmachen.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht über eine betonnte Rinne in der Peilung des Richtfeuers (2 Q.R) mit 249,5° möglich.

Tagsüber sind die Dreiecksbaken schwer ausmachen, man sollte die Windmühle und die Mitte der Hafeneinfahrt in Peilung halten. Nach Passieren der Molenköpfe dreht man nach Steuerbord in den Yachthafen, wobei die unbeleuchteten Betonklötze im Vorhafen zu beachten sind.

Bei Starkwind können vor der Einfahrt starke Querströmungen auftreten. Bei auflandigem Sturm muss man vor dem Hafen mit schweren Grundseen rechnen, die das Ein- und Auslaufen unmöglich machen.

Versorgung

Im gemütlichen Ort sind alle Versorgungsmöglichkeiten und eine Zollstelle vorhanden. Brennstoff, Slip, Reparaturmöglichkeiten sowie Yachtausrüstung am Fischereihafen. Neben guten Sanitäranlagen gibt es auch Münzwaschmaschinen im Klubhaus am Yachthafen.

STF-Gasthafenstandard

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +46(0)414 / 819 202 (Hafenbüro)
+46(0)708 / 16 58 81 (Hafenmeister)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Die gepflasterte Hauptstraße (Storgatan) schlängelt sich vom Hafen in den Ort hinauf, wo enge Gassen einander kreuzen. Weiße, kleine oder in zarten Farben gehaltene Fischer- und Handwerkshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert prägen das Milieu im alten Stadtteil des 25.000 Einwohner zählenden Hafenortes. Sie stehen dichtgedrängt und bei manchen kann man mit der ausgestreckten Hand die Dachrinne berühren.

Das Straßenbild mit Kaffeegärten verbreitet eine gemütliche Atmosphäre. Mit anderen Worten: Die Seereise nach Simrishamn lohnt sich. So gilt die parallel zur Hauptstraße verlaufende Stora Rådmansgatan als eine der schönsten Straßen in Schonen.

1123 wurde die Stadt, die ihre Entwicklung der Hanse und den großen Heringsfängen mitverdankt, das erste Mal erwähnt. "Svimraos" wurde der Ort damals genannt, was wahrscheinlich „langsam fließender Bach" bedeutete. Während des 12. Jahrhunderts stand Simrishamn noch im Schatten der reichen Stadt Tumathorp, zehn Kilometer weiter im Landesinneren gelegen. Dann kam die Hanse und kaufte den Hering gleich schiffsladungsweise.

Der Fisch ist auch heute noch bedeutender Lebenserwerb (siehe auch Skillinge). Die fischverarbeitende Industrie exportiert von allem Dorsch und Hering. Der lebhafte Fischereihafen zeugt von einem florierenden Gewerbe. In den Gasthäusern zählen Aal und Hering zu den Spezialitäten.

Die Hauptstraße (Storgatan) teilte den Ort früher in zwei Hälften. Während auf der Nordseite die Handwerker wohnten, war die Südseite den Fischern und Tagelöhnern vorbehalten. Besonders sehenswerte Häuser aus dieser Zeit vor der Jahrhundertwende sind der Kockskahof und der Bergenska Gården beim Stora Torget (Großen Markt). Ein paar Schritte davon entfernt sind auch die betagten Gebäude bei der Kirche einen Blick wert.

Die dem Schutzpatron der Seeleute geweihte St. Nicolai-Kirche wurde im 12. Jahrhundert gebaut und im 13. Jahrhundert erweitert. Votivschiffe und ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert schmücken den Innenraum.

Der im 15. Jahrhundert errichtete Kirchturm war und ist immer noch ein wichtiges Seezeichen. Die Statue vor der Kirche heißt "Die Schwestern"' und stammt von dem bekannten amerikanisch-schwedischen Künstler Carl Milles.

Über dem westlichen Simrishamn thront am Simrisvägen das Wahr- und Seezeichen der Stadt, die alte Windmühle Södra Kvarn. Sehenswert ist auch das Österlens Museum am Stortorget, das in einem großen Speicher aus dem Jahr 1848 untergebracht ist. Kulturgeschichtliches und Archäologisches ist hier in vier Stockwerken zu besichtigen. Zu den Ausstellungsthemen zählen natürlich Fischerei und Seefahrt.

Das Gerbereimuseum in der Strömens Strädde erinnert daran, dass Simrishamn einst ein Zentrum der Lederindustrie war. Die alte Redaktion des "Cimbrishamnsbladet" findet man im Handwerksloftet, wo auch frühere Handwerksgeräte ausgestellt sind.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind die Felsritzungen bei Järrestad, das Königsgrab und das Glimmingehus (siehe Skillinge). Zwar beträgt die Entfernung zum Königsgrab (nordwestlich von Simrishamn) fast 20 Kilometer, aber der Weg lohnt sich. Hier wurde vor 3000 Jahren mit gewaltigem Aufwand ein mächtiger Herrscher begraben. Beeindruckend ist nicht nur die Größe des Grabes, sondern auch die auf Steinen verewigten Bilder in der Grabkammer: Sonnenräder, Pferde und Wagen säumen das Grab. Die Symbole sind „Momentaufnahmen" aus dem Leben des Königs. Die Grabstätte wird zu den bedeutendsten Altertümern im ganzen Norden gezählt.

An Hünengräbern rund um Simrishamn mangelt es wahrhaftig nicht, darunter der imposante Grabhügel "Kvesjahög" aus der Bronzezeit auf der Anhöhe nördlich der Straße, die Simrishamn und Järrestad (fünf Kilometer südwestlich) miteinander verbindet. Einen Kilometer nördlich von Järrestad befinden sich am Weg nach Gladsax eine große Anzahl vorchristlicher Felsritzungen, die unter anderem Schlangen und einen Menschen darstellen.

Die Kirche von Simris, unmittelbar südlich von Simrishamn, ist mit ihren Gewölben und den Resten einer Einpore die vielleicht schönste Kirche im Landkreis Österlen. Dazu trägt auch ihre Lage bei. Vom Simrishügel hat man eine meilenweite Aussicht über Landschaft und Meer.

Wer keine Gelegenheit hat, mit dem eigenen Schiff nach Bornholm zu fahren, kann sich die schnelle Verbindung mit den Tragflügelbooten in Simrishamn zunutze machen.

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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