Hafenplan – S24/4 – Smygehamn

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Kleiner Fischerei- und Sportboothafen an der südlichsten Spitze Schwedens, der Smygehuk.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Sehr begrenzte Liegemöglichkeiten finden Gäste an den Yachtanlegern (mit Fingerstegen) auf Plätzen, die mit grünen Schildern gekennzeichnet sind. Oder man spricht sich mit den Fischern ab, um bei ihnen längsseits zu gehen. Die Wassertiefe beträgt 1,5 - 2m.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist bei Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt im Richtfeuer (2 F.R) mit 3°. Das Feuer brennt allerdings nur in der Zeit vom 1. August bis 1. Juni. Vor den ausgedehnten Netzanlagen, die sich östlich des Hafens bis zu 1 sm seewärts erstrecken, muss man sich in Acht nehmen. Westlich des Hafens ist ein betonntes Ankerverbotsgebiet (Kabel).

Starker auflandiger Wind kann eine Ansteuerung des Hafens recht schwierig oder bei entsprechendem Seegang sogar unmöglich machen.

Versorgung

Ausser einem Kiosk und einem Fischladen gibt es weitere Versorgungsmöglichkeiten in der ca. 800m östlich des Hafens gelegenen Ortschaft.

Sanitäranlagen und eine Bootswerft mit Slipanlage befinden sich am Hafen.

STF-Gasthafenstandard

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +46(0)766 453 000

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Smygehamn nahe Smygehuk, der südlichsten Landspitze Schwedens, bestand noch 1657 aus nur drei Häusern. Schon 1684 war aus der kleinen Siedlung ein kleines Dorf geworden, dessen Lebensgrundlage zunächst der Fischfang war. Schwarzhandel und Schmuggel gesellten sich im 19. Jahrhundert als Einnahmequelle hinzu. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Kaufmannsspeicher, ein von Kaufleuten aus Malmö und Ystadt erbautes Lagerhaus, in dem, wie es sich für Schmuggler und Schwarzhändler gehört, hauptsächlich nachts die dunklen Geschäfte abgewickelt wurden. Dabei traten nur die Strohmänner der Kaufleute mit den Kapitänen der Barken und Vollschiffe in Verbindung.

Heute werden im einstigen Schmuggelspeicher Kunst- und Kunsthandwerksgegenstände ausgestellt und verkauft. Außerdem werden Volksmusiktage im Lagerhaus veranstaltet. Auch befindet sich dort die Touristinformation. Hier kann man auch das Smygediplom kaufen, aus dem schwarz auf weiß hervorgeht, daß man an der südlichsten Spitze von Schweden gewesen ist.

Ursprünglich befand sich am Ort ein Kalksteinbruch. Der Hafen wurde erst in den 1920er Jahren nach Aufgabe des Steinbruches zum richtigen Hafen ausgebaut. Zwischen Hafen und Speicher steht noch heute einer der ältesten Kalkbrennöfen des Nordens, der Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Deutschen Hermann Wendt erbaut worden ist. Weitere noch erhaltene Öfen gibt es nordöstlich der Kirche von Östra Torp zu sehen.

Der 17 Meter hohe Leuchtturm von Smygehuk aus dem Jahr 1883 ist nicht mehr in Betrieb. Der automatische Kullagrund-Leuchtturm ersetzt ihn seit 1975. Jedoch kann man von der Plattform des Leuchtturms aus einen schönen Rundblick genießen. Das Leuchtturmwärterhaus ist heute Jugendherberge. Außerdem stehen auf Schwedens südlichster Landspitze zwei steinzeitliche Gräber, die Stora (große) und die Lilla (kleine) Grabkammer.

Im hübschen Hafen von Smygehamn, den rote Fischerhütten säumen, kann man frisch geräucherten Fisch kaufen. Am Hafen gibt es ein gemütliches kleines Café mit Meeresblick. Ein Kiosk ist vorhanden. Für zusätzliches Publikum sorgt der neben dem Hafen eingerichtete Stellplatz für Wohnmobile.

Sehenswerte Bilder

Berichte / Kommentare

  Die Sanitäreinrichtungen befinden sich in einem zum Badezimmer umgebauten Container, der nicht so leicht zu finden ist und keine Empfehlung für den Hafen abgibt.
Wir liefen den Hafen am 1.6.2014 an. Bei der Fahrt durch den Vorhafen verringerte sich die Echolot-Anzeige auf 0,0m, wir kamen aber trotzdem in den Hafen mit einem Tiefgang von 1,7m. Im Hafen ist ein Schreiben der Kommunalverwaltung im Aushang, dass der Hafen wegen Versandung gesperrt sei. Mitglieder des örtlichen Segelclubs erzählten uns, dass durch Winterstürme Sand in den Vorhafen eingebracht worden sei, dass jedoch die östliche Seite der ehemaligen Fahrrinne wieder ausgebaggert sei, die genaue Wassertiefe sei jedoch nicht bekannt. Beim Verlassen des Hafens kamen wir auf der östlichen Seite mit gleicher Tiefenanzeige durch. Meine Empfehlung: Mit mehr als 1,5 m Tiefgang sollte man ein Einlaufen in den Hafen vermeiden.

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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