Hafenplan – S2/2 – Laboe

Kurzbeschreibung

Fischerei- und Yachthäfen des belebten Badeortes am Südostufer der Kieler Außenförde.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Nach Absprache mit den Hafenmeistern.

Navigation

Das Ehrenmal der Marine mit seiner Höhe von 72 m ist eine weithin sichtbare Landmarke. Der Hafen liegt ca. 0,8 sm südlich davon. Hier dienen Mühle und Appartementhaus als Landmarken, die aber erst dann angesteuert werden dürfen, wenn man im Norden den Laboer Strand mit der roten Tonne 6 (Fl.R) oder im Süden den Madsensand mit der roten Tonne 8 (Oc(2)R) gut passiert hat. Nachts hält man vom Fahrwasser kommend im weißen Sektor auf das Hafenfeuer zu.

Versorgung

Es gibt alle Möglichkeiten der Versorgung.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +49(0)4343 / 42 75 56 bzw. 0176 / 24 29 88 13 (Yachthafen Laboe)
+49(0)4343 / 42 11 51 (Baltic Bay Marina)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Laboe wurde schon vor über 100 Jahren als Badeort bekannt. In der Hauptsache sollen es begüterte Kieler Bürger gewesen sein, die sich im beschaulichen Laboe vom Stadtleben erholten. Den touristischen Rummel, der heute den Ort an der Kieler Förde während der Sommermonate beherrscht, kannten die ersten Urlauber sicherlich nicht. Damals existierte auch das Wahrzeichen, das jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht, noch nicht: Erst 1936 wurde das 72 Meter hohe Marine‑Ehrenmal eingeweiht. Auf einer riesigen Tafel im Inneren des Turms, dessen Form an einen Schiffssteven erinnert, wird die große Zahl der auf See gefallenen Marinesoldaten der beiden Weltkriege deutlich. In der Zeit des Nationalsozialismus fertiggestellt, soll das Bauwerk heute an die auf See Gebliebenen aller Nationen erinnern und ist damit nicht nur  Gedenkstätte für deutsche Gefallene.

Die Erinnerungsstätte lohnt den Besuch, beeindruckend sind die Namenstafeln der gefallen Ubootfahrer, außerdem ist die oberste Plattform des Ehrenmals ein hervorragender Aussichtspunkt. Aus einer Höhe von 85 m über dem Wasser können die Kieler Förde, die als Kornkammer Schleswig‑Holsteins geltende Probstei und die Ostsee bis hin zu den dänischen Inseln überblickt werden. Umgekehrt ist das Ehrenmal eine hervorragende Landmarke für die Seefahrt. Das U‑Boot aus dem Zweiten Weltkrieg am Strand direkt vor dem Ehrenmal gilt als "technisches Museum"und erwies sich in den vergangenen Jahren als Besuchermagnet.

Der Hafen von Laboe ist bis heute eine Lebensader des Ortes geblieben. Stündlich legen Fördeschiffe im Wirtschaftshafen an, die Lotsenboote versehen von hier aus ihren Dienst und der Seenotkreuzer "Berlin" sowie das Seenotrettungsboot "Bottsand" fahren ihre Einsätze vom Laboer Hafen aus. Während der Kieler Woche war Laboe früher regelmäßig Heimathafen für die Folkebootsegler. Zwar segeln sie immer noch auf der Bahn "Foxtrott" vor Wendtorf, nur müssen sie wie die anderen Bootsklassen von Schilksee aus dorthin anreisen. Jedoch wird noch immer am zweiten Juni-Wochenende von Laboe aus um den "Trudelmauspokal" gesegelt.

Sogar das Wappentier des Ostseebades hat etwas mit Wasser zu tun. Es ist ein Schwan. Eine geschichtliche Parallele zu dem Wappentier lässt sich leicht ziehen. Laboe soll nämlich vor dem 13. Jahrhundert ein slawisches Fischerdorf mit dem Namen "Lubodne" oder "Lyboden"' gewesen sein, bevor es um 1226 als Besitz des Klosters Preetz neugegründet wurde. Die Übersetzung dieser Namen lautet "Schwanenort".

Zerstört wurde das Dorf um 1640, als sich die Dänen und Schweden hier eine Schlacht lieferten. Wie überall war es dann der Hafenbau, der eine bessere Zeit bescherte. 1850 wurde er mit Unterstützung der Kirche gebaut und gewann für den Transport landwirtschaftlicher Güter schnell ebenso an Bedeutung wie als Fischerhafen.

Der Segelolympiade 1972 verdanken die Laboer ihren Yachthafen. Am Kurstrand wurde eine Lesehalle gebaut. Mineralstoffhaltiges Meerwasser, das in zehn Meter Tiefe aus der Förde gepumpt wird, bietet das Meerwasser-Hallenbad am Strand. In dem ehemaligen Zollamt befindet sich heute die Hafenmeisterei. Nahe des Kurstrandes ziehen Schiffe aller Größen und Nationen vorbei, die den Nord‑Ostsee‑Kanal benutzen.

Zu einer "Entdeckungstour" lädt die Kurverwaltung an der Strandpromenade ein und informiert unter anderem darüber, wie es die Großeltern mit dem Urlaub hielten. Auch das alte Bauerndorf (Oberdorf) zählt zu den Themen der Entdeckungsreise. Die weithin sichtbare Windmühle gehört zu einer Seniorenresidenz, kann aber für besondere Anlässe gemietet werden. In die Unterwasserwelt der Ostsee schauen kann man in der Meeresbiologischen Station, die sich östlich des Ehrenmals in den Dünen am Strand befindet. Mit den Fördeschiffen lassen sich Ausflüge nach Kiel, Holtenau, Strande, Schilksee sowie den übrigen Fördeorten unternehmen.

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Ergänzung / Berichtigung

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