Hafenplan – S21/2 – Dragør

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Geschichtsträchtiger Lotsen- und Fischereiort am Südausgang des Øresunds.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Am gemütlichsten liegt man im alten Hafen. Gastplätze sind im östlichen Teil (nach Absprache mit dem Hafenmeister) auf 2 - 2,5m Wassertiefe. Weitere Liegeplätze sind in der südlichen Marina vorhanden, die allerdings nur 1,5 - 2,2m Wassertiefe aufweist und zur Versandung neigt.

Navigation

Die Ansteuerung des alten Hafens erfolgt vom "Drogden"-Fahrwasser über eine betonnte und befeuerte Baggerrinne (3,5m Wassertiefe) mit 254° (Richtfeuer 2 Iso.R).

Die Ansteuerung der südlich gelegenen Marina erfolgt mit ca. 235° über eine betonnte Rinne mit 2,2m Wassertiefe, die allerdings - wie auch der Yachthafen selbst - zur Versandung neigt. Am besten hält man sich im Hafen dicht an die Brückenköpfe, wo man auf etwa 2m Wassertiefe liegen kann.

Nachts ist das Einlaufen für Ortsunkundigen schwierig.

Der Wassergraben um das Fort mit seiner geringen Tiefe wird von Einheimischen als Kleinboothafen genutzt und ist für Gastboote ungeeignet.

Versorgung

Der sehenswerte alte Ort bietet gute Versorgungsmöglichkeiten, u.a. auch Reparaturmöglichkeiten bei einer kleinen Bootswerft. Für die Sanitäranlagen gibt es eine Schlüsselkarte beim Hafenmeister. Brennstoff ist am Servicesteg im Alten Fährhafen zu bunkern.

Gute Verkehrsverbindungen zum Zentrum von København.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 32 89 15 70

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Der Charme vergangener Tage haftet dem schönen Ort an. Die gemütlichen Kopfsteinpflaster-Gassen, anheimelnde alte Häuser und Lokale, Stockrosengirlanden, liebevoll gepflegte Gärten und vieles mehr machen Dragør zu einem ausgesprochen beliebten Ziel für Sportschiffer. Die Blütezeit des Ortes war die Zeit der großen Heringsfänge im Mittelalter. Ganz besonders hatten die Hansestädte Interesse an den gesalzenen Heringen als Handelsware. Viele dänische Fischer und Bauern kamen während der Fangzeit hierher, um an den Fischmärkten teilzunehmen und sich ein Stück von dem Wohlstands Kuchen abzuschneiden. Weil fast das ganze wirtschaftliche Leben auf den Hering ausgerichtet war, ging es mit Dragør schnell bergab, als die Heringszüge Ende des 18. Jahrhunderts plötzlich ausblieben. Eine königliche Verordnung wurde zum Rettungsanker – die Ernennung zur Lotsenstadt. So wurden aus vielen Fischern und Händlern in kurzer Zeit Lotsen. Außerdem kamen Seeleute, die sich dauerhaft hier niederließen.

Fachwerkhäuser aus dieser Zeit des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts stehen am Jens Eyberts Plads, südwestlich des alten Hafens. Eine ganze Reihe von Häusern entstammen der Feder des Architekten Blickmann. Von ihm gefertigte Pläne sind im Museum von Dragør, am alten Hafen, zu sehen. Die seemännische Vergangenheit zählt natürlich zu den Hauptthemen dieses sehenswerten Museums. Der deutsch und englisch sprechende Museumsleiter Peter Aagaard beantwortet gerne die Fragen der Besucher.

Die größtenteils um 1900 geschaffenen Werke des Marinemalers Christian Mølsted stehen im Mittelpunkt des Mølstedmuseums in der Blegerstræde. Unter den Ölgemälden und Tuschezeichnungen sind auch Stadtmotive zu finden. Das Amager-Museum südlich des Flughafens Kastrup in Magleby zeigt für die Inseltypische Trachten und Handwerkszeug aus der Vergangenheit.

1521 hatten sich auf Amager holländische Gärtner niedergelassen. Von König Christian II. war an sie der Auftrag ergangen, Kopenhagen mit Obst, Gemüse und Blumen zu versorgen. Überbleibsel aus der holländischen Zeit sind die lebendigen Marktstraßen.

Gelb ist in Dragør die alles bestimmende Farbe. Nahezu alle Häuser der Altstadt sind in einem kräftigen, satten Gelb gestrichen. Aber leider sieht man von den alten Gebäuden nicht sehr viel, weil sich die Bewohner vor den Touristen hinter mannshohen Zäunen und Mauern verschanzt haben. Böse Zungen behaupten, dass die Zäune vor den Schweden schützen sollen, die sich hier hemmungslos dem Alkoholgenuss hingeben. Der über Mauern enttäuschte Besucher wird durch die Malven, die sich an den Zäunen emporranken, etwas entschädigt.

Dragør ist heute ein viel frequentierter Hafen für die Überfahrt nach Schweden. Der Lärm des nahe gelegenen Flughafens Kastrup ist besonders dann sehr lästig, wenn die Flugzeuge bei östlichen Winden über Dragør hinweg fliegen. Das alte Lotsenhaus mit dem Lotsenturm am Hafen war bis vor wenigen Jahren noch im Gebrauch. Im Jahr 1910 wurde die südlich des Hafens liegende Festungsanlage von Dragør erbaut. Im Besitz des Verteidigungsministeriums, ist sie nur an bestimmten Tagen für Besucher geöffnet.

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

Senden Sie uns eine E-Mail, wenn Sie eine Ergänzung oder eine Berichtigung zu diesem Hafen haben. Wir und andere Sportschiffer freuen uns über jeden Beitrag, durch den die Qualität und die Aktualität des NV. Hafenlotsen und des NV. Landgangslotsen erhöht werden können. Änderungen werden auf www.nv-pedia.de veröffentlicht, nachdem sie von uns redaktionell geprüft wurden. Denn auf nautische Informationen muss man sich verlassen können. Das ist unsere Firmenphilosophie - Kompetenz seit 40 Jahren.

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