Hafenplan – S13/4 – Lemkenhafen

Kurzbeschreibung

Kleiner gemütlicher Yachthafen am Nordostufer der Orther Bucht.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste liegen auf freien Plätzen (grüne Schilder) mit 2,5m Wassertiefe.

Navigation

Wegen der vorgelagerten Untiefen Hoher Grund und Breiter Barg läuft man erst einmal mit 349° auf das Fahrwasser von Orth zu (siehe 13/3). Vom ersten Tonnenpaar des Fahrwassers (Orth 1) folgt man dem betonnten südlichen Rand der Gollendorfer Wiek bis zur befeuerten Tonne Lem8 (Fl.R.4s). Von hier aus führt ein mit Stangen bezeichnetes Fahrwasser mit ca. 2,5m Wassertiefe zum Hafen. Nachts ist ein Einlaufen wegen der unbefeuerten Rinne nur mit Scheinwerfer zu empfehlen.

Versorgung

Begrenzte Versorgungsmöglichkeiten. Den Schlüssel für die Sanitäranlagen bekommt man beim Hafenmeister.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +49(0)4372 / 12 50

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Das traditionsreiche und malerische Lemkenhafen ist vor allem für seine Segelwindmühle Jachen Flünk bekannt, eine der letzten in Deutschland. Auf Fehmarn gab es einmal 17 Windmühlen, davon sind heute noch drei erhalten. Allerdings sind die in Dänschendorf und Petersdorf ohne Flügel, einzig die in Lemkenhafen noch in Funktion. Der Fehmarner Chronist und Historiker Peter Wiepert bewahrte sie vor dem Abbruch und richtete in der Mühle ein landwirtschaftliches Museum ein, zu dessen Themen auch die Mühlengeschichte zählt. Mittlerweile betreibt ein Verein das Mühlenmuseum, das im Sommer täglich (außer Mittwoch) geöffnet ist. Bei guten Windverhältnissen werden die Flügel der Mühle in Gang gesetzt. Das Innenleben kann dann im Betrieb betrachtet werden. 1787 erbaute ein Kaufmann die Grützen- und Graupenmühle und exportierte die Grütze vorwiegend nach Norwegen. Mit Ruderbooten wurden die Graupen an die vor Anker liegenden Segelschiffe herangefahren und verladen. Große, heute verschwundene Kornspeicher bestimmten das Bild im Dorf, das bis 1510 sogar Stadtrechte besaß.

Lemkenhafen war der maßgebliche Schifffahrts- und Fischerort der eher bäuerlichen Insel Fehmarn. Turbulent ging es jedes Jahr im Februar auf der Lemkenhafener Schiffermesse zu, wenn die neuen Besatzungen angeheuert wurden und man kräftig einen über den Durst trank. Gesellige Höhepunkte waren die Aufführungen der Schiffertänze und das Fischerstechen, bei dem sich die Fischer von ihren Booten aus mit langen Aalstöcken ins Wasser beförderten.

Freunde delikater Fischgerichte kommen in den Restaurants am Hafen des kleinen Dorfes auf ihre Kosten. Das Clubhaus des Lemkenhafener Segelvereines mit seinen modernen Serviceeinrichtungen steht auch Gästen offen.

Rundflüge über Fehmarn werden auf dem kleinen Sportflugplatz von Neujellingsdorf angeboten (ca. 2 km nordöstlich des Hafens).

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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