Hafenplan – S13/2 – Burgstaaken-Burgtiefe

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

BURGSTAAKEN: Fischerei-, Handels- und privater Yachthafen von Burg (Hauptort von Fehmarn) am Burger Binnensee; 2,5sm östlich der Fehmarnsundbrücke.

BURGTIEFE: Großer Yachthafen am modernen Ferienzentrum Burgtiefe südlich des Burger Binnensees.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

BURGSTAAKEN: Gäste finden freie Plätze (rot/grüne Schilder) auf 2 - 3m Wassertiefe im Yachthafen an Fingerstegen.

BURGTIEFE: Gäste können auf freien (grünen) Plätzen festmachen.

Navigation

BURGSTAAKEN: Die Ansteuerung ist Tag und Nacht möglich. Von See kommend dienen die drei ca. 55m hohen Hochhäuser von Burgtiefe als Landmarke. Nachts hält man sich im weißen Sektor von Burgstaaken Leuchtturm (Oc(3)WR.12s) von der Untiefe "Grüner Grund" frei, bis das Leitfeuer (weißer Sektor 314,5° - 316,0°) auszumachen ist. Die Einfahrt zwischen den Molen neigt zur Versandung, was besonders bei auflandigem Wind mit starkem Seegang zu bedenken ist. Ansonsten ist die 4,5m tiefe, gut betonnte Rinne nachts mit einem Leit- und einem Richtfeuer ausreichend bezeichnet. Außerhalb des Fahrwassers ist es sehr flach. Die Rinne darf nur mit max. 5,4kn befahren werden und der Mindestabstand zu den Tonnen beträgt 5m. Überholmanöver in der Baggerrinne sind verboten.

BURGTIEFE: Das unbefeuerte Fahrwasser zweigt bei der Tonne 19/B1 der Burgstaakener Baggerrinne ab (Ansteuerung siehe Burgstaaken). Mit gutem Scheinwerfer und etwas Restlicht ist ein Einlaufen nachts möglich. Jedoch sollte man nicht vom Fahrwasser abkommen, da es außerhalb der Rinne sehr flach ist.

Versorgung

BURGSTAAKEN: Es gibt alle Versorgungsmöglichkeiten und einen umfangreichen Werftservice (u.a. Schiffsausrüster und Bunkerservice mit Marinediesel ). Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten findet man im 1,5km entfernten Burg.

BURGTIEFE: Hier sind alle Versorgungsmöglichkeiten eines modernen Yachthafens und eines großen Ferienzentrums gegeben (u.a. Schiffsausrüster und Diesel). Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten finden sich im 2,5km entfernten Ort Burg.

Service

BURGSTAAKEN BURGTIEFE
Toilette X X
Dusche X X
Wasser X X
Müllannahme X X
Elektroanschluss X X
Brennstoff X X
Lebensmittel X X
Kran X X
Werft X X
Fäkalienentsorgung X X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X X
Fahrradverleih X X
Internetzugang X X

Kontakt

Telefon: +49 (0)4371/ 86 46 06 (Burgstaaken)
+49 (0)4371/ 88 88 900 (Burgtiefe)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Burgstaaken/Burg

Noch immer sind Fischkutter im Hafen von Burgstaaken beheimatet. Und an der Pier liegende Küstenschiffe laden das Getreide aus den großen Speichern, die das Bild im Fischerei- und Handelshafen bestimmen. Ausflugsschiffe verlassen täglich den Hafen, während die Busse und Autos der Ausflügler auf dem großen Parkplatz auf der Ostseite des Hafens stehen. Eine Werft sorgt für Betriebsamkeit.

Auffällig direkt am Hafen positioniert ist das U-Boot U-11, das, wie auch das angeschlossene kleine Museum, von technikbegeisterten Besuchern besichtigt werden kann.

Burgstaaken und das nördliche Burg sind zusammengewachsen. Der Staakensweg führt vom Hafen schnurstracks in das Zentrum der kleinen Inselhauptstadt, die schon zur Zeit der seeräuberischen Wenden, im 11. Jahrhundert, als Siedlung existierte. Nach einer ursprünglich slawischen Burg trug die Stadt den Namen "to der Borch uppe Vemeren". "Burg im Meer", lautet die sinngemäße Übersetzung.

Ältere Stadtwappen zeigen eine über Wasser stehende Mauer mit zwei Türmen, zwischen denen entweder die dänische Krone oder das Nesselblatt der holsteinischen Grafen abgebildet ist. Als wohlhabende Hafen und Handelsstadt hatte Burg vor allem im 15. und 16. Jahrhundert große Bedeutung. Vor den Toren Dänemarks diente sie der Hanse als wichtiger Vorposten. Aber die Versandung des Hafens führte Ende des 16. Jahrhunderts zur Verarmung der Stadt. Hinzu kam, daß Naturgewalten und Krankheiten der Insel und den Bewohnern in der Folgezeit immer wieder übel mitspielten: Hagelschauer zerstörten die Ernte, die Pest raffte die Menschen dahin. Das wohl schlimmste Naturereignis war die Sturmflut vom 13. November 1872. Die Deiche brachen oder wurden überspült. Die Flut zerstörte mehr als 50 Häuser und beschädigte hunderte von Gebäuden schwer.

Überwiegend ist die Innenstadt von der Zeit um die Jahrhundertwende geprägt. Straßencafés an der kopfsteingepflasterten Breiten Straße und vor alten Häusern stehende Linden verleihen dem Ort, der sich seit 1974 Ostseeheilbad nennen darf, eine reizvolle Atmosphäre. Da man sich auf die Touristen eingestellt hat, herrscht an Gaststätten, Hotels und Eisdielen kein Mangel.

Von der großen seemännischen Vergangenheit einiger Inselbewohner erzählt das nach seinem langjährigen Betreuer benannte Peter-Wiepert Museum in der Breiten Straße 48. Den "Monarchen" ist außerdem eine Abteilung in dem alten Fachwerkhaus gewidmet. Sie waren vor und nach der Jahrhundertwende die Erntehelfer der Bauern auf Fehmarn. Monarchen nannten sie sich, weil sie jede Einengung ihres armseligen aber freiheitlichen Lebens ablehnten. An den Gebäuden der Bauern brachten sie geheime Zeichen an, die andere "Monarchen" darüber informierten, ob der Landwirt ein freundlicher Zeitgenosse oder ein Ausbeuter war.

Gleich neben dem Peter-Wiepert Museum steht das beherrschende Gebäude der Stadt, die St.-Nikolai Kirche. Ihre ältesten Teile gehen auf das Jahr 1230 zurück. Ihre erste, schlanke Turmspitze war den fehmarner Wetterverhältnissen nicht gewachsen. Ein Sturm wehte sie 1760 um. Die zweite Turmspitze (18 Meter niedriger) geriet erdverbundener. Es heißt, der klotzige Turm entspreche dem trotzigen und markigen Charakter der Menschen auf Fehmarn. Eine Kogge und ein romantisches Taufbecken zählen zu den Schmuckstücken im Inneren der Kirche. Ein Ausflug zum neun Kilometer nördlich gelegenen Naturschutzgebiet "Grüner Brink" empfiehlt sich. Über 90 Vogelarten geben sich hier während der Vogelzüge ein Stelldichein. Daher wird der Verkehrsweg über Fehmarn nach Lolland auch als Vogelfluglinie bezeichnet. Im Westen des Naturschutzgebietes "Grüner Brink" steht der Originalmast des 1932 im Fehmarnbelt gekenterten deutschen Segelschulschiffes "Niobe". Eine kräftige Bö kostete am 26. Juli 69 Menschen das Leben. Sie drückte die Schonerbark auf die Seite und ließ sie in Minuten kentern. Die Mannschaft hatte es nicht mehr geschafft, vor einem plötzlich aufkommenden Gewitter genügend Segel zu bergen. Nur 19 Seeleute konnten gerettet werden.

Noch einige Hinweise zu Burg: Der historische Sitzungssaal des 1901 eingeweihten Rathauses am Markt steht Besuchern wochentags offen. Die Stadtbücherei mit Kurleseraum befindet sich am Kurplatz, Bahnhofstraße 47. Hier findet auch jeden Donnerstag ein Treffen der Schachspieler statt. Die Insel-Töpferei Christa Bänfer ist in der Niendorfer Straße 12 zu finden.

Ein Schiffsausrüster, Segelmacher und mehrere Servicebetriebe befinden sich am Hafen von Burgstaaken.

Burgtiefe:

Der drei Kilometer lange Badestrand auf der südlich von Burg vorgelagerten Nehrung ist der bekannteste Strand der Insel. Die Landzunge wird Burgtiefe oder schlicht Südstrand genannt und hat sich zum eigentlichen Touristenzentrum Burgs entwickelt. Hochhäuser und allerlei touristische Einrichtungen bestimmen das Bild. So befindet sich hier das "Kur- und Ferienzentrum Südstrand" mit Meerwasserhallenbad, Konzertsaal, Musikterrasse, Freiluftschach mit Großfiguren und Leseräumen sowie einem Buchverleih. Das Kurmittelhaus, das Haus des Kurgastes, ein Schiffsausrüster am 600 Liegeplätze zählenden Yachthafen sowie Spiel- und Sporteinrichtungen machen deutlich, daß sich der Südstrand (Burgtiefe) mit Haut und Haar dem Fremdenverkehr verschrieben hat. Mit Kinderveranstaltungen der Kurverwaltung wurde dabei auch an den Nachwuchs gedacht. Am Hafen befindet sich das Restaurant "Tonne 21". Eine Sparkasse, eine Bäckerei und ein Supermarkt sind außerdem vorhanden.

Wie ein Anachronismus wirkt die bei den modernen Ferienbauten und Hoteltürmen stehende Ruine Glambeck. Um 1250 erbaut, war die Burg Anfang 1400 zwischen den Hansestädten und dem Dänenkönig Erich von Pommern heftig umkämpft. Die Vitalienbrüder sollen sie mit einem Trick endgültig für Lübeck erobert haben. Nach der Erzählung griffen nur 200 Seeräuber die Burg in der Nacht mit viel Getöse an und riefen sich dabei lauthals zu: „Ist die Verstärkung aus Hamburg und Lübeck noch nicht da?" In der Dunkelheit begrüßten sie dann mit viel Jubel die "Verstärkung", die allerdings nicht existierte. Weil aber die bescheidene Burgstreitmacht an ein großes Hanseheer glaubte, räumte sie (bei freiem Geleit) die Festung. Erst bei Tagesanbruch sahen sie das Häuflein vor dem die sich ergeben hatten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg verwüstet und verfiel schließlich. Ihre Steine dienten als Baumaterial. Die kümmerlichen Reste der Festung wurden 1908 freigelegt.

Die Landzunge, die dem Südstrand im Westen gegenüberliegt, heißt Wulfener Hals und der nördliche Teil ist FKK-Strand. Östlich von Burgtiefe erstreckt sich der Sahrendorfer Binnensee, der von einem sumpfigen Wiesengebiet umgeben ist. Die kleine Kohlhofinsel im Burger Binnensee nordöstlich des Yachthafens ist Naturschutzgebiet. Der Ausflug zum Waldpavillon "Katharinenhof" lohnt sich trotz der Entfernung von sechs Kilometern. Das nordöstlich des Südstrandes direkt an der Ostküste gelegene Lokal bietet einen schönen Ausblick auf die Ostsee.

Sehenswerte Bilder

Berichte / Kommentare

in Burgstaaken gibt es kein Lebensmittelgeschäft/Bäcker mehr

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