Hafenplan – S11/6 – Albuen

Kurzbeschreibung

Ein geschützter Naturhafen mit einigen Anlegern westlich von Lolland am Ausgang des Nakskov Fjords.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste können - soweit vorhanden - an den Brücken des Nakskov Segelclubs auf 1 - 2m Wassertiefe einen Platz finden. Am Wochenende sind die Stege für den Segelclub reserviert. Ankerplatz: Einen guten und recht geschützten Ankerplatz findet man am Nordufer des Hafens von Albuen auf 2 - 2,5m Wassertiefe.

Navigation

Die Ansteuerung des Naturhafens ist nur tagsüber mit großer Vorsicht zu empfehlen. Nachdem man wegen der vielen Stellnetze und der unsicheren Tiefen die Landzunge von Albuen in gebührendem Abstand umschifft hat, steuert man mit Echolot vorsichtig auf das Ostende der betonnten Rinne (2m Wassertiefe). Auf halbem Wege zwischen Sandodde und den Steganlagen im Inneren der Bucht liegen einige unvermessene große Steine, die durch eine Stange vom Fischer markiert sind und an Backbord liegen bleiben.

Versorgung

Am Ort findet man eine Sanitäreinrichtung des Segelclubs vor.

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Für Naturfreunde ist Albuen ein himmlisches Fleckchen Erde und ein sehr stilles obendrein. Ein paar Fischerhäuser, ein Leuchtturm, weidende Schafe, ein schöner Strand mit seltenen Strandpflanzen, ein Anlegesteg des Segelclubs Nakskov und Stellnetze: Das ist Albuen Havn. Kaum vorstellbar, dass hier jemals mehr stattfand als das Brutgeschäft der Seeschwalben und Möwen. Aber Albuen war keineswegs immer der Welt abgeschiedene Platz. Auf diesen verlassenem Landstrich "brodelte" im Mittelalter das Leben. Der Grund: Die Heringsfanggründe rund um den "Ellenbogen", wie Albuen in der Übersetzung heißt, zählten zu den ertragsreichsten der Ostsee. In den Gassen des einstigen Dorfes wurde reger Handel mit dem Fisch getrieben. Hier kaufte die Hanse ein. Sogar die Franzosen sollen sich an der Spitze der Halbinsel, die auf der Karte aussieht wie ein Ellenbogen, mit Fisch versorgt haben. Der Ort war nicht groß, aber immerhin so bedeutend, dass sich Erich von Pommern hier ein Gebäude errichten ließ, in dem Reichstage (Thing) abgehalten wurden. Viele Häuserreste aus dieser Blütezeit von Albuen sind nicht mehr zu sehen. Und an den Mauerresten, die der aufmerksame Beobachter entdeckt, nagt der Zahn der Zeit.

Das flache Wasser in Albue Havn und Søndernoor bietet Badenden den Vorteil, dass es sich bei Sonnenschein schnell erwärmt. Im übrigen ist die Abgeschiedenheit ein Argument, seine Reise nicht gleich an nächsten Tag fortzusetzen.

Wer den "Ellenbogen" in Richtung Süden auf dem "Oberarm" verlässt, stößt nach fünf Kilometern Fußmarsch längs des Ufers von Langeland Belt oder Søndernoor auf den Deich, der sich über die ganze Südwestküste Lollands erstreckt.

Sehenswerte Bilder

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Ergänzung / Berichtigung

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Diskussion zu S11/6 - Albuen