Hafenplan – S10/5 – Nyborg

Kurzbeschreibung

Handels- und Yachthafen am Verkehrsknotenpunkt für die Brücke und Bahn nach Fünen-Seeland.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gastlieger finden genügend Platz in den modernen Yacht- und Bootshäfen auf 1,5 bis 7,5m Wassertiefe. Große Yachten finden auch sehr stadtnahe Liegeplätze im Østerhavn auf 5m Wassertiefe.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt über das betonnte Fahrwasser. Nachts ist es nicht einfach, bei der allgemeinen Beleuchtung der Stadt, die Befeuerung auszumachen.

Versorgung

Alle Versorgungsmöglichkeiten sind vorhanden. Diesel und Benzin ist im Yachthafen zu bekommen. Der frühere Fährhafen am Ostufer von Østerø sowie die kleinen Häfen "Sliphavn" und "Lindholm" (siehe S10A) sind für die Sportschifffahrt gesperrt.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 65 33 79 83 bzw. +45 29 13 19 59

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Der etwas verbauten Stadt Nyborg ist heute nicht mehr auf den ersten Blick anzusehen, dass sie schon über 700 Jahre alt ist und damit zu den ältesten Provinzstädten Dänemarks zählt. Außerdem prägte sie als Schauplatz vieler historischer Begebenheiten die Geschichte des Landes entscheidend mit. So fand auf Schloss Nyborg 1183 der erste Dänenhof statt, dem deutschen Reichstag vergleichbar. Zeitweise trafen sich Geistlichkeit, Adel und König hier jedes Jahr. Einschneidend für das dänische Reich war die Zusammenkunft der Mächtigen im Jahr 1282. Der Adel zwang den schwachen König Erik Klipping zum Verzicht auf seine uneingeschränkte Macht und trotzte ihm weitgehende Rechte ab. Festgehalten waren die Abmachungen in der sogenannten Håndfæstning, Dänemarks erster Verfassung. Zum ersten Mal wurde bestimmt, dass niemand ohne Gerichtsurteil gefangengehalten werden darf. 1413 hielt Erik von Pommern hier den letzten Reichstag ab, bei dem Südjütland an Dänemark zurückgegeben wurde.

Das Nyborger Schloss ist Geburtsort von König Christian II. (1481), der nach der Grafenfehde in Sønderborg gefangengehalten wurde (siehe Sønderborg). Während der Grafenfehde machten die Nyborger den Fehler, für Christian II. und die Wiederherstellung der Monarchie einzutreten. Christian II. verlor den Kampf, und viele Nyborger ergriffen aus Angst vor der Rache der Grafen die Flucht.

Erbaut wurde das Schloss um 1170 von Herzog Knud Prislavsen als Glied der Festungskette, die den Großen Belt vor den wendischen Seeräubern schützen sollte. Die anderen Glieder in der Kette waren die Insel Sprogø und Korsør am gegenüberliegenden Ufer von Seeland. Im 12. Jahrhundert war die Burg vollständig von einem Wassergraben umgeben. Die viereckige Anlage bestand aus einer zwei Meter dicken Ringmauer mit Ecktürmen, wobei der Wohntrakt in die Mauer integriert war. Die Festung wurde zwar 1869 geschliffen, weil die Steine anderswo als Baumaterial benötigt wurden, aber der unterste Teil vom Hauptturm und der restaurierte Westflügel sind noch erhalten. In letzterem befindet sich auch der alte Rittersaal. Während der Monate Juni, Juli und August kann das Schloss jeden Tag besichtigt werden.

Der Mads Lerches Gård in der Slotsgade ist einer der besterhaltenen Kaufmannshöfe des Landes. Das 1601 von Bürgermeister Mads Lerche errichtete Fachwerkgebäude ist heute ein kulturgeschichtliches Regionalmuseum, dessen Sammlungen auf 26 Ausstellungen verteilt sind. Unter anderem zeigt eine ethnographische Ausstellung Gegenstände aus China und dem Kongo, die daran erinnern, dass Nyborg auch als Seefahrtsstadt einen Namen hatte.

Um 1550 verlangte die Stadt von jedem Schiff, das den Großen Belt passierte, eine Zollabgabe. Sie wurde von einem Wachtschiff erhoben, das sich ständig in der Nähe der Insel Sprogø zwischen Korsør und Nyborg aufhielt (siehe auch Korsør). Die Zollgebühren brachten der Stadt vorübergehenden Wohlstand, aber der Krieg gegen die Schweden (1658 bis 1659) ließ die Stadt regelrecht verarmen. Nach bescheidenem Aufschwung zerstörte im 18. Jahrhundert ein Feuer die Hälfte der Stadt.

Das Landporten (Landtor) in der Lindenallee ist Dänemarks längstes Festungstor. Errichtet wurde es 1660 von Frederik III., als er nach dem Schwedenkrieg die Festung verstärkte und die Wallanlagen ausbaute.

Das Landtor war zu dieser Zeit der einzige Landzugang zur Stadt. Zur Erinnerung daran, dass das Tor um 22 Uhr geschlossen wurde, läuten die Kirchenglocken heute noch wie damals eine Viertelstunde vorher.

Am Kongens Bastionsweg steht ein kleiner weißgekalkter Backsteinturm, der um 1650 eine Stütze der Palisadenreihe der Königs‑Bastei war, die sich quer über den Damm erstreckte. Einer Sage nach soll hier eine schöne Jungfrau" eingemauert sein, die von ihrem armen Geliebten ein Kind erwartete. Hintergrund der Sage ist, dass es zu dieser Zeit ein Frevel war, uneheliche Kinder in die Welt zu setzen ‑ erst recht, wenn der Geliebte nicht vermögend war. Jedenfalls soll hier seit dem Tode der Frau jede Nacht ein Hund mit glühenden Augen als Gespenst umherwandern.

Den Grundstein der Vor Frue Kirche legte Königin Margarethe 1388. Zu den Besonderheiten des Gotteshauses zählt ein schmiedeeisernes Gitter des bayerischen Meisters Casper Finke. Durch die südliche Tür ist die Kirche dem Publikum zugänglich.

Nyborgs guterhaltenes Wallterrain erstreckt sich in einem Halbkreis um den alten Stadtteil. Ein Spaziergang entlang der alten Wallgräben, an der Freilichtbühne der Stadt vorbei, lohnt sich. Im übrigen verfügt Nyborg über eine lange Fußgängerzone.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung zählt das zwei Kilometer südlich vor Nyborg liegende Renaissanceschloss Holckenhavn. Es darf jedoch nur dienstags und sonnabends (14 ‑ 18 Uhr) der geöffnete Park besichtigt werden. Die 1858 erbaute Dyrehavns Mühle befindet sich am südlichen Stadtrand. Südwestlich von Nyborg liegt die Wassermühle bei Refsvindinge. Die Entfernung zu Nyborg beträgt zwar rund acht Kilometer, aber die Wanderung durch das Tal ist empfehlenswert.

Sehenswerte Bilder

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