Hafenplan – S25/3 – Arnager

Kurzbeschreibung

Kleiner ländlicher Inselhafen für Fischer, der durch eine ca. 190m lange Holzbrücke mit dem Land verbunden ist.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Nur wenige Yachten können am Kai festmachen oder bei den Fischern längsseits gehen. Die Wassertiefe beträgt 1,5 - 2,2m.

 

BAKKERNE BÅDEHAVN (ohne Plan): Dieser Kleinboothafen östlich von Arnager ist mit Wassertiefen unter 1 m für Sportboote nicht geeignet.

Navigation

Die Ansteuerung des unbefeuerten Hafens ist tagsüber möglich. Von der Südtonne des Arnager Revs läuft man zuerst nach Norden, bis der Hafen mit 300° gepeilt wird. Von hieraus bleibt man dann gut vom Arnager Rev frei und steuert auf einer Wassertiefe von 3 - 6 m mit 300° zur Hafeneinfahrt.

Versorgung

Begrenzte Versorgungsmöglichkeiten findet man beim Dorfkaufmann. Einfache Sanitäranlagen und ein Kiosk stehen am Autoparkplatz zur Verfügung. Am Hafen gibt es kein Frischwasser.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +45 / 56 97 60 54 bzw. 20 43 60 54

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Der kleine, flache Hafen von Arnager wird nur von wenigen Yachten angelaufen, ist aber wegen des gemütlichen Dorfes durchaus als Reisestation zu empfehlen. Gelegentliche Ruhestörungen durch den nahegelegenen Flughafen zwischen Rønne und Arnager muss man allerdings in Kauf nehmen.

Im Ort befindet sich eine Räucherei von der Einheimische behaupten, sie sei die beste auf ganz Bornholm. Wer hier auf der Terrasse einen Bückling verspeist, kann außerdem den Meeresblick genießen.

Für Bernsteinsucher und Hobby-Geologen sind die Kalksteinabhänge von Arnager ebenso Fundgruben wie für Archäologen. Immer wieder werden hier Versteinerungen aus prähistorischer Zeit gefunden.

Nördlich des Dorfes kann man ein großes Ganggrab besichtigen und in der Nähe von Vasegård liegt ein Stein mit Felszeichnungen.

1937 wurden bei der Wiederherstellung des Ganggrabes Skelettreste gefunden, die darauf hindeuten, dass die Grabstätte ein Zentrum für Beerdigungszeremonien gewesen ist. Die schalenförmigen Vertiefungen auf einigen Decksteinen stammen aus der Bronzezeit (1800 - 500 vor Christus).

Der Ausflug zum 1842 angelegten Staatswald Almindingen (zehn Kilometer nordwestlich) mit mehreren kleinen Seen lohnt sich unbedingt. Hier befindet sich auch die höchste Erhebung der Insel, der 162 Meter hohe Rytterknægten. Von einem Aussichtsturm hat man hier einen hervorragenden Rundblick.

Zwei Kilometer nordöstlich des Aussichtpunktes steht die Ruine Lilleborg, neben Hammerhus die wichtigste Festungsanlage Bornholms. Sie steht auf einem fast 20 Meter hohen Felsen über dem teilweise ausgetrockneten Borre-See und gehörte einst König Christopher I., der mit dem mächtigen Erzbischof von Lund in Fehde lag.

Der Erzbischof besaß drei Viertel der Insel, der König den Rest. Die königlichen Besitzungen waren dem Geistlichen ein Dorn im Auge, bis sein Verbündeter, Fürst Jarimar von Rügen, die Burg eroberte und zerstörte. Lilleborg soll die erste Burg im Dänenreich gewesen sein, die mit Glasfenstern ausgestattet war.

Die Gamleborg, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Ruine in den Paradieshügeln, ist eine auf einer Klippe errichtete Fluchtburg der Wikingerzeit, einen Kilometer südöstlich der Lilleborg gelegen. Viel ist von der Burg allerdings nicht mehr zu sehen.

Vier Kilometer nördlich von Arnager steht die drei Stockwerke hohe Nylars Kirke. Sie ist von den vier Bornholmer Rundkirchen die am besten erhaltene. Das gilt besonders für die Verteidigungsanlage der im 12. Jahrhundert gebauten Kirche. Außerdem ist eine Fensteröffnung erhalten, von der man annimmt, dass sie in dieser Größe auch in übrigen Rundkirchen vorhanden war. Mit 52 mal 27 Zentimetern ist sie gerade so klein, dass sich kein Mensch hindurch zwängen kann. Die Verteidiger wollten offenbar nicht das geringste Risiko eingehen. Im Waffenhaus der Kirche stehen zwei Runensteine. Der eine ist von einem Sohn für seinen Vater errichtet, der mit seiner Schiffsmannschaft ertrank. Der andere ist einem Bruder gewidmet, der im Kampf fiel.

In Aakirkeby, neun Kilometer nordöstlich von Arnager, ist vor allem die Kirche sehenswert. Der Altar und ein römischer Taufstein sind die Schmuckstücke des Gotteshauses. Obwohl der Ort zu den ältesten auf Bornholm zählt, ist nicht viel Altes erhalten, weil Kriege, Pest und Feuersbrünste große Teile der Stadt zerstörten und die Bevölkerung dezimierten. In den Jahren 1509 und 1510 wurde die Stadt von der Hanse dem Erdboden gleichgemacht. 1535 lehnte sich ein Bauernheer gegen die Lübecker auf. Aber die Bauern wurden besiegt.

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Ergänzung / Berichtigung

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