Hafenplan – S7/14 – Vejle

Kurzbeschreibung

Großer Industrie- und Handelshafen mit einem Yachthafen am Ende des Vejle Fjords.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Die Gastplätze im modernen Yachthafen gleich einlaufend an Steuerbord (2,5 - 3m). Yachten mit mehr Tiefgang können mit Genehmigung des Hafenamtes im inneren Teil des Handelshafens liegen.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht unproblematisch. Sie erfolgt über eine 2,5sm lange und 7m tiefe betonnte und befeuerte Baggerrinne. Eine Autobahnbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von 40m führt 0,7sm vor dem Hafen über den Vejlefjord.

Versorgung

Alle Versorgungsmöglichkeiten sind vorhanden. Das Stadtzentrum ist 15min Fußweg vom Yachthafen entfernt.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 75 82 59 42 bzw. 20 28 39 90

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Yachthafen gibt es viel moderne Architektur zu bestaunen. Das noch vor ein paar Jahren triste Umfeld der Winterlagerflächen wurde mittlerweile mit Wohnungen und Büros bebaut, durch einen Kanal geteilt und so in ein lebendiges Hafenquartier verwandelt. Highlight dabei sicherlich das markante, visionär anmutende Fjordenhus direkt südwestlich außerhalb der Marina, welches von dem Kopenhagener Künstler Ólafur Elíasson entworfen wurde. Im Stile eines futuristischen Wasserschlosses errichtet, beherbergt es den Firmensitz einer Investmentgesellschaft. Das Erdgeschoss ist öffentlich zugänglich und bietet dem Besucher so neben interessanten Perspektiven auf den Hafen auch die Möglichkeit, das Kunstwerk ganz aus der Nähe zu bestaunen. Fast schon ein wenig ins Hintertreffen gerät im Vergleich dazu die Erweiterung der wellenförmigen Bølgen-Hochäuser nördlich der Marina.

Weil die rund 50 000 Einwohner zählende Stadt von allen Kriegen und Krisen des Mittelalters besonders hart getroffen wurde, fehlt ihr heute ein gemütlicher alter Stadtkern. Gleich zweimal wurde die Stadt im 17. Jahrhundert zerstört, zuerst im 30jährigen Krieg und dann im Schwedenkrieg 1659. Zur gleichen Zeit raffte die Pest große Teile der Bevölkerung dahin. Nur für eine kurze Zeit bis zum Ende des 18. Jahrhun­derts waren Vejle ruhigere Zeiten beschieden, dann legte ein Feuer große Teile der Stadt in Schutt und Asche. Die resignierenden Menschen begannen in andere Städte abzuwan­dern. Erst mit dem um 1825 gebauten Hafen ging es wieder aufwärts. Obwohl das auch von der Industrie geprägte Stadtbild heute nichts mehr vom Alter der Stadt erahnen lässt, belegen Ausstellungsstücke im Museum von Vejle, dass das Fjordufer schon zur Steinzeit besiedelt war. Neben archäologischen Funden zeigt das Museum im Flegborg18, wechselnde kulturhistorische Ausstellungen sowie das historische Ar­chiv von Vejle. Vor dem Museum ste­hen die Büsten des VejIe‑Dichters Anton Bernsten und des Archäologen Worsaae sowie die beiden ältesten Straßenlaternen der Stadt.

Das sehenswerte Rathaus wurde 1878 im gotischen Stil erbaut und zwar an der Stelle, wo im Mittelalter ein Dominikanerkloster stand. Die Rathausglocke, die zum Stundenschlag erklingt, stammt noch aus dem alten Kloster. Handel, Hand­werk, Industrie und Landwirtschaft symbolisieren die vier Figuren vor dem Rathaus.

Den künstlerisch interessierten Sportschiffern ist das Kunstmuseum von Vejle im Flegborg 16 zu empfehlen. Es bietet neben einer ständigen Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Grafik auch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Das älteste Gebäude der Stadt ist die St. Nikolai‑Kirche, deren spätmittelalterlicher Stil erhalten geblieben ist, obwohl sie mehrmals beschädigt und umgebaut wurde. Unter gläsernem Sargdeckel liegt hier außerdem Königin Gunhilde, beziehungsweise die sterblichen Überreste der Monarchin, die zu ihren Lebzeiten für ihre Schönheit und ihre Grausamkeit gegenüber den Untertanen bekannt war. Das Moor konservierte den über 1500 Jahre alten Leichnam. Nachweisbar stammt die nördliche Mauer der Kirche aus dem Jahr 1250. In dieser Mauer sollen nach einer Sage 23 Schädel von hingerichteten Seeräubern eingemauert sein.

Die weiße Mühle beim Koldingvej im Süden der Stadt ist das Wahrzeichen von Vejle. 1847 zum ersten Mal erbaut, wurde sie nach einem Brand wieder errichtet und ist im Sommerhalbjahr zur Besichtigung geöffnet. Eine Ausstellung in der Mühle gibt Auskunft über die Geschichte der Wasser‑ und Windmühlen im Kreis Vejle.

Den Smidtske Gård heißt der restaurierte Kaufmannshof in der Søndergade 14. Im Inneren des Gebäudes werden Besucher über die Geschichte der Stadt informiert. Außerdem hat das Touristenbüro hier seinen Sitz.

Lohnenswertes Ziel in der Umgebung von Vejle ist das Grejstal im Norden von Vejle. In etwa sieben Kilometer Entfernung beginnt die idyllische Landschaft. In der Nähe der Mühle im Tal ist eine seltene Naturerscheinung zu finden: senkrechte Felsen, die sich über viele Jahre – ähnlich den Tropfsteinen – aus Quellwasserkalk gebildet haben.

Der Museumszug fährt vom Bahnhof Vejle durch das schöne Grejstal nach Jelling und zurück. Der Fahrplan ist im Fremdenverkehrsamt erhältlich.

Die Eibe, ein alter nordischer Baum, wächst auf dem Aussichtspunkt Munkeberg. Der beliebte Ausflugsort 93 Meter über dem Meeresspiegel liegt fünf Kilometer von der Stadt entfernt an der Südseite des Fjords. Von einem Hotel aus, das man auf gewundenen Pfaden vom Ufer des Vejle-Fjordes erreicht, kann man den Blick über den Fjord genießen.

Am Nordrand der Stadt liegt Nørreskov, ein Tierpark mit freilaufendem Wild. Steile Pfade führen hier zu den Aussichtspunkten Ørnebjerg und Gyllingshøj.

Vom Oberlauf des Vejle-Bachtals aus kommt man in das Randbøltal zu einer Reihe von Grabhöhen, zu dem Naturschutzgebiet Randbølheide und zur alten Heeresstraße mit dem Runenstein Store Rygebjerg. Der Heerweg war im Mittelalter Handelsweg und Lebensnerv von Jütland und spielte schon in der frühen Wikingerzeit als Hauptverkehrsader von Viborg bis Schleswig ein Rolle. Und wie der Name schon sagt, zogen die dänischen Könige auf dieser Straße mit ihren Heeren den Feinden entgegen. Bei Øster Nykirke und Tignet Krat sind Stücke des alten Heerweges erhalten.

Das wohl gewaltigste Brückenbauwerk der Wikingerzeit wurde vor einigen Jahren 15 Kilometer westlich von Vejle bei Ravning entdeckt. Die fünf Meter breite Brücke überspannte auf mehreren tausend Holzpfosten das sumpfige VejIe‑Autal. Von der um das Jahr 1000 gebauten Holzbrücke ist jedoch so gut wie nichts mehr zu sehen. Aber die Rekonstruktion einzelner Bögen der alten Brücke ist geplant.

Wer sich für die Wikinger interessiert, sollte einen Besuch in Jelling (nordwestlich von Vejle) bei den Gräbern von Gorm dem Alten und seiner Frau Thyra nicht versäumen. Deren Sohn Harald Blauzahn ließ dem Vater einen Runenstein aufstellen, der vier wichtige Botschaften für die Nachwelt übermittelt: Das Andenken an König Gorm und Thyra, Dänemarks Vereinigung, die Eroberung Norwegens und die Christianisierung der Dänen (siehe auch Brejning).

Der Vollständigkeit halber sei als Ausflugsziel, das Kindern Freude bereiten wird, das Legoland in Billund genannt. Eine Verkehrsschule, Theater, Puppensammlungen, ein Puppenhaus und vieles mehr wurde für die kleinen Besucher geschaffen. Jede Stunde fährt von der Haltestelle am Bahnhof von Vejle aus ein Bus zu der kunstvoll angelegten Stadt aus Legosteinen, die ab 1. Mai ihre Pforten öffnet und Mitte September wieder schließt.

Sehenswerte Bilder

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Ergänzung / Berichtigung

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