Hafenplan – S12/14 – Ærøskøbing

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Historisches Städtchen, gehört zu den beliebtesten Häfen der sogenannten Dänischen Südsee.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Entweder liegen Gastboote im nördlich gelegenen Yachthafen "Vestre Bådehavn" auf 1,7 - 2,5m Wassertiefe oder in dem vor allem für große Yachten besser geeigneten Handelshafen auf 3,5 - 4,5m Wassertiefe. Der Fähranleger darf nicht benutzt werden. Während der Urlaubszeit werden die Liegeplätze im Handelshafen knapp. Ankerplatz: Einen recht guten Ankerplatz findet man ca. 200 m südöstlich des Handelshafens auf 4 - 5m Wassertiefe.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt von Norden über eine betonnte Rinne, dem "Møllegab". Nachts führt ein Richtfeuer, das allerdings nur schwach brennt (2 F.G), mit 196° von der Ansteuerungstonne bis in die Einfahrt des Handelshafens (nicht verwechseln mit dem Molenfeuer). Im inneren Teil der Rinne zweigt das betonnte Fahrwasser zum Yachthafen ab, dessen Molenköpfe im Sommer befeuert sind (Fl.G + Fl.R).

Versorgung

Alle Versorgungmöglichkeiten im Ort, Schifffahrtmuseumsbesuch nicht vergessen. Fähre nach Svendborg.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 63 52 63 65

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Die Zeit scheint in der alten Seestadt stehengeblieben zu sein. Es ist nicht viel Phantasie nötig, um sich hier das Leben und Treiben im 18. Jahrhundert vorzustellen. Die bunt angemalten, vielfach unter Denkmalschutz stehenden Häuser der alten Hafenstadt, die ursprünglichen schmalen Pflasterstraßen und der erhaltene Rathausplatz bilden ein geschlossenes Ortsbild, das nicht durch moderne Bauten gestört wird. Weil die niedrigen Fachwerkgebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit ihren kleinen Fenstern und Türen teilweise wie Puppenhäuschen wirken, wird Ærøskøbing auch als Märchen‑ oder Spielzeugstadt bezeichnet. Komplette Straßenzüge sind in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild erhalten.

Das quadratische Kogehuset im alten Hafen geht auf ein königliches Verbot im 17. Jahrhundert zurück, das Schiffsbränden vorbeugen sollte. Die Segler lagen im Hafen oft so dicht beieinander, dass es bei dem Brand eines einzigen Schiffes in der Regel nicht blieb, wenn erst einmal Feuer ausgebrochen war. Bei einer empfindlichen Geldstrafe war es sogar verboten, an Bord eine Kerze aufzustellen. Fremde Schiffe mussten für die Benutzung bezahlen. Um 1860 verlor das Kochhaus seine ursprüngliche Funktion, im Anschluß nutzten die Fischer das Haus zum Teeren ihrer Netze. Inzwischen dient das historische Kochhaus wieder seinem ursprünglichen Zweck. Es bietet als windgeschützter Grillplatz die Möglichkeit für 'Seeleute' Mahlzeiten zuzubereiten - wie in alten Zeiten.

In der alten Markt‑ und Kaufmannsstadt steht außerdem eines der ältesten Postämter Dänemarks aus der Zeit um 1750. Puppenhaus wird das kleinste Haus des idyllischen Städtchens (in der Smedegade) genannt.

Zahlreiche sehr gepflegte Fachwerkbauten mit prächtigen Haustüren und charakteristischen Holzfenstern vervollständigen das Bild einer dänischen Stadt vor 200 bis 300 Jahren.

Immerhin stammt das älteste Haus von Ærøskøbing aus dem Jahr 1645. Es ist das Kjøbinghus in der Søndergade.

Obwohl Ærøskøbing um 1850 für fast 100 Schiffe Heimathafen war, verlor das Städtchen mit der Zeit die Bedeutung als Handelshafen, weil es im Wettbewerb gegen das günstig an der Ostspitze der Insel gelegene Marstal unterlag.

Der Niedergang des Seeverkehrs geht außerdem mit dem Abbruch der Verbindung zu den schleswigschen Herzogtümern im Jahr 1864 einher, denn der Handel beruhte zu einem großen Teil auf dieser Verbindung.

Durch die Verpfändung der Insel an einen Schleswiger Grafen im 14. Jahrhundert war die Achse Schleswig‑Ærø entstanden, und obwohl die Insel schon 1749 wieder zur dänischen Krone kam, blieb Ærø aufgrund besonderer Absprachen noch 115 Jahre lang Teil des Kreises Schleswig. Noch heute erkennt man diese Verbindung an den für Schleswig typischen Erkerhäusern. Für die Entwicklung der Stadt war das von Christian II. um 1520 verliehene Handelsmonopol auf Ærø entscheidend. Es wird jedoch geschätzt, dass die erste Hafenanlage schon im 15. Jahrhundert angelegt wurde.

Drei Museen gibt es in dem Bilderbuchstädtchen Ærøskøbing. Einen umfassenden Eindruck von der Entwicklung des Städtchens und der Insel Ærø vermittelt das Ærø‑Museum in der Brogade mit einer breitgefächerten Sammlung von Erinnerungsstücken aus der Zeit, als Ærø noch zu den schleswigschen Herzogtümern gehörte. Mehrere hundert Flaschen‑ und Modellschiffe sind in der Smedegade 22 im Museumshof zu besichtigen. Der Seemann Peter Jacobsen hat die einmalige Sammlung ins Leben gerufen und außerdem viele der Modelle auf Freiwache an Bord der alten Segler selbst gebaut. Er soll bis zu seinem Tod 1700 Buddelschiffe und 150 Modelle von Segelschiffen geschaffen haben. Einige der Nachbauten sind voll getakelt. Selbst in der sehenswerten Kirche im südöstlichen Teil der Inselhauptstadt hängen vier Schiffsmodelle. Als Museum wurde auch das sogenannte Hammerichs Haus an der Ecke Brogade/Gyden eingerichtet. Es stammt aus der Zeit um 1700 und war der Wohnort des gleichnamigen Bildhauers. Allerlei Möbel, Haushaltsgegenstände und Kuriositäten vergangener Tage geben einen Einblick in das frühere, von Nordschleswig stark beeinflußte Inselleben. Maritimes hautnah erleben kann man in der "Alten Werft", wo traditionelles, zum Teil schon vergessenes Handwerk rund um den Schiffbau und Takelei gezeigt und ausprobiert werden kann. Die Events dazu sind ein einmaliges Erlebnis für die ganze Familie.

In einem mit Fayencen gefüllten Ausstellungsraum findet man Porzellanhundepaare, mit denen es eine besondere Bewandtnis hat: Die von den Seeleuten aus England mitgebrachten Hunde wurden dort von den leichten Mädchen in ihre Fenster gestellt, um anzuzeigen, ob sie beschäftigt waren oder nicht. Sahen sich die Hunde an, waren Freier willkommen. Standen sie mit den Rücken zueinander, waren die Mädchen bei der Arbeit. Die Kunden mussten nach dem Schäferstündchen die Hunde kaufen, da die Dirnen für ihre Dienste kein Geld verlangen durften. Die See soll mit den Porzellanhunden gepflastert sein, die die Seeleute nicht mit nach Hause zu bringen wagten.

Eine der Besonderheiten des schönen alten Marktplatzes sind zwei historische Holzpumpen, die bis 1952 noch immer Wasser fördern und heute Schmuckstücke des Platzes am alten Rathaus sind.

Für die Erkundung der Insel Ærø bieten sich die ganzjährig kostenfrei nutzbaren Busverbindungen an. Es werden auch Hunde befördert und sogar Fahhräder (soweit Platz vorhanden).

Sehenswerte Bilder

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Ergänzung / Berichtigung

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