Hafenplan – S11/1 – Lundeborg

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Gemütlicher kleiner Fischereihafen und Marina südlich Knudshoved am Ostufer von Fünen.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Sportboote liegen im engen Fischereihafen an den Innenkanten der Molen oder in der Marina. Die Wassertiefe in den Häfen beträgt etwa 2,5m, die Einfahrt neigt zur Versandung.

Aufpassen muss man bei der Slipanlage, die weit in das Hafenbecken hineinreicht. In den Ferienmonaten ist der Hafen oft überfüllt.

Navigation

Die Ansteuerung ist Tag und Nacht einfach. Sie erfolgt von Osten, denn südlich des Hafens liegen einige Steine. Bei der Ansteuerung dient das große weiße Fachwerk-Packhaus als gute Landmarke. Der nördliche Molenkopf ist nachts beleuchtet (F.G).

Versorgung

Es bestehen eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten. Es gibt eine kleine ideenreiche Gastronomie und einen Kiosk direkt am Hafen.  Diesel und Benzin ist zu bekommen. Es gibt auch eine Holzbootwerft und Motorenwerkstatt.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 62 25 17 53 bzw. 21 48 29 20

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

An Lundeborg gefällt vor allem der Hafen mit dem eindrucksvollen Packhaus aus dem Jahr 1863, das unter Denkmalschutz steht. Sein besonderes Merkmal ist das rote Fachwerk. Das auffällige Gebäude gilt als das Wahrzeichen des Ortes mit dem gemütlichen Hafen, der ebenfalls um 1860 vom Gut Broholm zur Belebung der Lundeborger Wirtschaft angelegt wurde. 1931 wurde das Packhaus vom Bürgerverein den Fischern geschenkt.

Über die Geschichte des idyllischen Fischerdorfes gaben Backsteine und Gebrauchsartikel aus Ton Auskunft, die in der Erde im nördlichen und südlichen Teil des Dorfes gefunden wurden. Die Funde belegen, dass im 16. und 17. Jahrhundert Ziegeleien eine bedeutende Einnahmequelle bildeten. Auch im Wasser wurden bei den Resten einer Landungsbrücke bearbeitete Tonstücke entdeckt.

Landwirtschaftliche Produkte wurden im 19. Jahrhundert im Lundeborger Hafen umgeschlagen. Später spielte der Schiffbau eine wichtige Rolle, doch der einzige Lebenserwerb, der auch heute noch Bedeutung hat, ist der Fischfang. Das zeigt sich auch daran dass die Fischer den Hafen von Lundeborg noch in eigener Regie betreiben.

Früher gab es eine Fährverbindung von Lundeborg zum gegenüberliegenden Lohals auf Langeland. Die Anlegestelle ist noch zu sehen.

Knapp fünf Kilometer nördlich von Lundeborg liegt bei Hesselager der Dammestenen, mit rund zwölf Metern Höhe, 46 Metern Umfang und 1000 Tonnen Gewicht Dänemarks größter Findling. Er dokumentiert die Kraft des Eises, das den riesigen Stein während der Eiszeit aus Norwegen nach Ostfyn schob. Die Sage erzählt, dass eine Riesin, die auf Langeland weilte, mit diesem Stein versucht hatte, die Kirchturmspitze der Svindinge Kirche zu treffen. Sie hatte ihre Kräfte jedoch überschätzt und der Stein landete weit davor. Mit den Jahren soll der Stein gewachsen sein und erst als man ihn ausgraben wollte, damit aufgehört haben.

Das Schloss Broholm steht rund vier Kilometer westlich von Lundeborg entfernt. Hier werden nicht nur stilvolle Übernachtungen und Gourmetessen im Schlossrestaurant angeboten, sondern auch eine eindrucksvolle Altertumsausstellung, die zu besichtigen ist.

Hesselagergård, ein 1538 gebauter Herrenhof, ist etwa 2,5 Kilometer nordwestlich des Ortes zu finden. Hier wurden deutliche Anleihen bei den Architekten Norditaliens gemacht. Bei dem Renaissancebau fallen besonders die für den Norden völlig unüblichen Rundbogengiebel auf. Der heute noch voll bewirtschaftete Besitz ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

In Dänemark war man um diese Zeit nur die gotischen Treppengiebel gewohnt. Erbaut wurde Hesselagergård von Reichskanzler Johan Friis. Der Weg dorthin lohnt, obwohl der Herrenhof nur über den Wassergraben hinweg betrachtet werden kann.

Auch die nahe Dorfkirche wurde im Nachhinein mit den venezianischen Giebeln versehen. Sie diente vorübergehend als Gruftkirche der mächtigen Friis.

Der "Brandkroen" am Strandvej in Skårupøre, zehn Kilometer südlich von Lundeborg zu finden, ist ein sehr zu empfehlendes Feinschmeckerlokal.

Die schönste Straße ist wohl die Momleby‑Straße, in der alte Fachwerkhäuser stehen, die offensichtlich alle von ein und demselben Baumeister stammen. Die schmucken Häuschen wirken ein wenig wie die Vorläufer der heutigen Reihenhäuser, jedoch um ein vielfaches ansehnlicher.

Der nördliche Teil des Dorfes besteht hauptsächlich aus Ferienhäusern. Ein schöner Spazierweg erstreckt sich nach Süden am Ufer entlang. Er führt zu einem Rastplatz, der den Ausblick auf das gegenüberliegende Langeland ermöglicht. Folgt man der kleinen Straße noch ein weiteres Stück, gelangt man zur Knarreborg Mølle, einer alten, halb verfallenen Wassermühle.

Sehenswerte Bilder

Berichte / Kommentare

Die Solltiefe von 3m im Hafen wird nicht mehr erreicht. Im Vorhafen an der Pier gegenüber der Tankstelle gut 2m. Die Tankstelle selbst ist mit 2,25m nicht anzulaufen. Entlang der Ostpier des Vorhafens zur Marina ca. 2,4m. Beide Häfen werden von einer kompetenten Hafenmeisterin betreut. Ein Bezahlautomat ist nicht mehr vorhanden. (Stand: Juni 2018)

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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