Hafenplan – S12/2 – Thurø Bund

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Idyllischer Ort mit traditionsreichen Werften am Svendborg Sund.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Es gibt wenige Plätze bei den Werften oder im Yachthafen (1,5 - 2,5m). Gegenüber, am Nordufer von Grasten, befindet sich ein kleiner privater Anleger, der aber wegen unsicherer Tiefen nicht angelaufen werden sollte. Ankerplatz: Ein geschützter Platz ist überall im Thurø Bund auf 2 - 6m Wassertiefe zu finden.

Navigation

Die Ansteuerung der unbefeuerten Steganlagen ist nur tagsüber möglich. Sie erfolgt von der Tonne westlich von "Kidholm Flak" mit 35° zur südlichen Bake bei der Walsted Werft. Von da an hält man sich parallel zum Ufer bis zum Yachthafen oder geht vor Anker.

Versorgung

Gute Versorgungsmöglichkeiten im 500m entfernten „Thurø By" (guter Service bei den Bootswerften) und einen Bus nach Svendborg.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff
Lebensmittel
Kran
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +45 / 62 20 50 48 (Hafenmeister)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Vor der Steinzeit sollen Thurø und Gråsten noch zwei Inseln gewesen sein. Eine langsam aus dem Wasser auftauchende Landverbindung machte aus beiden Inseln eine und ließ einen Naturhafen entstehen, der zunächst Seeräubern als ideales Versteck diente.

Mitte des 19. Jahrhunderts liefen hier an der Nordküste die ersten Dreimastschoner vom Stapel und noch Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Wälder von Thurø für den Schiffbau abgeholzt. Der Naturhafen Thurø Bund, der von der hufeisenförmigen Insel umgeben ist und gegen Westwinde von der Insel Tåsinge geschützt wird, begünstigte die Entwicklung zu einer Domäne der Schifffahrt. Hier überwinterten zur Blütezeit der großen Segler über 100 Schiffe. Die südfynische Seefahrt konzentrierte sich also keineswegs nur auf den Hafen von Svendborg. In den Sommermonaten waren die südfynischen Schoner in so gut wie allen nordeuropäischen Häfen vertreten. So hatten im Mai 1900 nicht weniger als 32 Schiffe allein aus Thurø zum Beladen in Königsberg festgemacht.

Nach Kriegsausbruch 1914 lagen die Schoner im Thurø Bund dicht an dicht vor Anker. Kapitäne und Reeder wollten die weitere Entwicklung abwarten. Erst im Frühjahr 1915 wurden viele Anker gelichtet, nachdem Deutschland versprochen hatte, die dänischen Schiffe unbehelligt zu lassen. 1917 jedoch erklärten die Deutschen für die Gewässer um die britischen Inseln den uneingeschränkten U‑Boot‑Krieg. Das ließ zwar die Frachtraten in die Höhe schnellen, machte die Schiffstransporte aber auch zu einem risikoreichen Geschäft. Zahlreiche Schiffe wurden versenkt und viele dänische Seeleute verloren ihr Leben.

Die Wirtschaftsflaute nach dem Krieg ließ die Frachtrate ins Bodenlose stürzen. Es wurden so viele Schoner mit so hohen Verlusten ins Ausland verkauft, dass die südfynische Flotte auf wenige Segelschiffe zusammenschmolz. Auch die Dampfschifffahrt läutete den Schwanengesang für die Segler ein. Entgegen allen Erwartungen kam es aber in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch einmal zu einem Aufschwung der segelnden Handelsschiffe aus dem Thurø Bund. Der Reeder A. E. Sørensen stattete die Segelschiffe mit Hilfsmotoren aus und konnte dadurch für wenige Jahre gegen die noch in den Kinderschuhen steckende Dampfschifffahrt bestehen. Ein weiterer Grund, warum noch bis 1940 in Dänemark Frachtschiffe mit Besegelung gebaut wurden, war die gegenüber reinen Dampfschiffen erheblich günstigere Versicherung. Oft erfüllte die Takelage dann nur noch eine Alibi‑Funktion und fiel entsprechend kümmerlich aus. Das endgültige Aus für die Segelschiffe kam mit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Insel der Schiffbauer ist zu einer Ferieninsel geworden, die mit Erhebungen bis zu 25 Metern zu den hügeligen Inseln Südfünens zählt. Sie ist mit Fyn durch einen Straßendamm verbunden. Wälder, Hecken, Obstplantagen und Blumenfelder bestimmen das Landschaftsbild. Trotz vieler Touristen, die jedes Jahr die Insel besuchen, hat Thurø kaum etwas von seiner Gemütlichkeit verloren. Vorzügliche Strände gibt es bei Smørmosen und Thurø Rev. Die Insel eignet sich hervorragend für Wanderungen und Radtouren. Außerdem lohnt sich ein Ausflug nach Tåsinge (siehe Troense).

Von einem der bemerkenswertesten Friedhöfe des Landes ist die Kirche im Nordwesten des Ortes Thurø By umgeben. Terrassenförmig angelegt bietet er eine schöne Aussicht über den Skaarupøre Sund bis zum Herrenhof Bjøremose auf Fyn. Allein die um 1520 geschnitzte Kanzel der Kirche ist die Besichtigung wert, denn sie ist eine der ältesten Holzkanzeln Dänemarks. Zu den vielbeachteten Arbeiten des 17. Jahrhunderts zählen die vorderen Bankreihen. Die spätgotische Altartafel stammt aus dem verfallenen Svendborger Kloster der Grauen Brüder und ist im 15. Jahrhundert gefertigt worden.

Sehenswerte Bilder

Berichte / Kommentare

Die Hecktonnen am östlichen Gästesteg sind durch Pfähle ersetzt, Plätze für Yachten unter 10m. (Stand:Mai 2018)

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