Hafenplan – S24/7 – Ystad

Kurzbeschreibung

Fischerei- und Sportboothafen westlich des großen Fähr- und Handelshafens.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste liegen im Jachthafen an Schwimmstegen längsseits oder mit Heckpfählen (Wassertiefe 1,5 -3 m) oder auf freien Plätzen. Bei starkem südlichen Wind recht unruhig.

Der Fähr- und Handelshafen ist für Sportboote gesperrt.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Von der Ansteuerungstonne im betonnten Fahrwasser  mit 36° zum Handelshafen (Richtfeuer 2 Iso 4s). Bei der roten Leuchttonne „Åsen” (Q.R) dreht man in die Peilung des Richtfeuers (2 F.R) zum Jachthafen mit 19° ein. Die 3m tiefe Einfahrt des Yachthafens ist beleuchtet.

Achtung: Der Fährverkehr im Fahrwasser hat Wegerecht.

Versorgung

In der geschichtsträchtigen, hübschen Stadt findet man alle Versorgungsmöglichkeiten (auch Zoll). Am Yachthafen gibt es Brennstoff, Yachtausrüstung und Münzwaschmaschinen.

Fähre nach Polen und Bornholm.

STF-Gasthafenstandard

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +46(0)411 / 11 06 91 bzw. 7 72 61

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Im Schutz des Landvorsprunges von Ystad lagen um 1200 die ersten Handelsschiffe. Die Handelsware Hering beschleunigte zu dieser Zeit ebenso die Entwicklung zur Stadt wie der Bau eines Franziskanerklosters. Auch in den folgenden Jahrhunderten war die Geschichte des Ortes immer eng mit Seehandel und Hafenausbau verbunden. 1683 wurde eine feste Schiffsverbindung mit Stralsund ins Leben gerufen, die über 200 Jahre bestand. Aber die eigentliche Blütezeit von Ystad fällt ausgerechnet in die Zeit der Kontinentalsperre Napoleons Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit Schmuggelgeschäften (siehe auch Smygehamn) verdiente sich so mancher Kaufmann eine goldene Nase und ließ sich prächtige Paläste bauen. Heute hat der Hafen mit Fährverbindungen nach Polen und Bornholm noch immer große Bedeutung für Ystads Wirtschaft. Hinter der eher hässlichen Hafenfassade verbirgt sich eine schöne Kleinstadt mit gemütlichem Altstadtviertel. Immerhin besitzt Ystad mit rund 300 Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert die meisten erhaltenen Fachwerkbauten in Schweden. Der mittelalterliche Stadtkern verdient daher, dass man sich bei einem Rundgang näher mit ihm befasst. Wählt man Sjömansgatan und Skansgatan am Yachthafen als Ausgangspunkt der Besichtigung, ist das Theater das erste augenfällige Gebäude. 1892 erbaut, ist es eine der gemütlichsten Bühnen der Provinz. Die Kupferspitze der Marienkirche dient als Richtungsweiser, um die nächsten drei sehenswerten Gebäude ein Stück weiter nördlich zu finden: die Kirche selbst, das Kemnersche Haus im Västergatan und die alte Lateinschule direkt bei der Kirche. Die an ihren Treppengiebeln zu erkennende Schule aus dem frühen 16. Jahrhundert wird zu den ältesten Schulen Skandinaviens gezählt. Am ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammenden Kemnerschen Haus, schräg gegenüber, erzählt eine Tafel davon, dass König Karl XII. hier zweimal übernachtet haben soll. Vom Turm der Marien-Kirche ertönt jede Nacht viertelstündlich das Horn des Turmwächters (21.15 bis 3 Uhr), eine alte Tradition aus einer Zeit, als die Bürger auf diese Weise daran erinnert wurden, dass Nachtruhe zu herrschen hat. Setzt man den Weg auf der Stora Östergatan Richtung Osten fort, gelangt man an der Ecke Stora Østergatan und Pilgränd zum Pilgrändhus, das Ende des 17. Jahrhunderts die erste Apotheke von Ystad beherbergte. Es gilt als eines der ältesten Fachwerkhäuser Skandinaviens. Der nebenan liegende Aspelinsche Hof an der Ecke Östergatan und Gåsegränd wurde 1778 von Goldschmied Jonas Aspelin erbaut. Am Ostende des Östergatans stößt der Besucher auf den Per Hälsas Hof, ein ganzes Fachwerkviertel aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Geht man wieder zum Großen Markt (Stortorget) vor der Marienkirche zurück und setzt den Weg diesmal Richtung Norden fort, gelangt man rechter Hand auf den Apothekerhof. Heute ist in dem mit geschnitzten Knechten und Dachleisten geschmückten Gebäude eine Töpferei untergebracht. In der Nachbarschaft lädt die gemütliche Bäckahästens-Kaffeestube mit Kaffeegarten zum Verweilen ein. An der Bäckahästgasse, die dem Lauf des Vassaflusses folgt, der sich in alten Zeiten durch die Stadt schlängelte, ist im Gerberhof Schwedens älteste Freiwillige Feuerwehr untergebracht. Sie wurde 1839 gegründet. Unmittelbar nördlich davon steht das Schmuckstück unter den Denkmälern von Ystad, das 1267 erbaute Graubrüderkloster mit der St. Petri-Kirche, eines der am besten erhaltenen Klosterbauwerke Schwedens. Das Stadtmuseum ist heute im Kloster untergebracht. Hier ist beispielsweise Schwedens ältestes Automobil ausgestellt, ein Dampfauto, das 1892 von einem Malermeister und einem Wagenmacher gebaut wurde. Eine weitere Sehenswürdigkeit innerhalb des Klosterbereiches ist das kleine Bürgermeisterhaus aus dem 16. Jahrhundert. Westlich der Kirche stehen im Sladder Gatan das Brahehus und das Haus Raffns Hof. Ersteres gehörte im späten 15. Jahrhundert der reichen Familie Brahe, die auch die Schlösser Tosterup und Krageholm besaß. Der 1630 erbaute Raffns Hof wird wegen seiner mit Engeln verzierten Fassade auch Engelshaus (Änglahus) genannt. Wer nach diesem Gang durch die Stadt noch mehr über den Ort und seine Geschichte wissen mochte, sollte einen Abstecher zum Charlotte Berlins Museum am St. Knuts Platz beim Fährhafen machen, wo sich auch das Kunstmuseum der Stadt befindet. Die größte Attraktion ist hier das 50 m² große Ölgemälde, "Schonische Dragoner reiten zum Bad". Es zeigt unbekleidete Reiter, die mit Pferd ein Bad in der Ostsee nehmen. Das Dragonerregiment, zeitweise Europas größtes Kavallerieregiment, war bis in die 20er Jahre hinein in Ystad einquartiert. Krimifreunde kommen natürlich nicht daran vorbei, die Stadt auf den Spuren ihres Idols Kurt Wallander, dem Helden der Bücher von Henning Mankell, zu erkunden. Eine Broschüre der Stadt bietet dazu Hintergrundinformationen. Wer es moderner mag, lädt sich die entsprechende App auf sein Smartphone und marschiert damit los, um die Schauplätze der Krimis zu besichtigen. Die Umgebung von Ystad ist reich an Schlössern und Burgen, die sich jedoch fast allesamt in Privatbesitz befinden und nicht zu besichtigen sind, so auch die aus dem 15. Jahrhundert stammende Burg Tosterup, 13 Kilometer nordöstlich von Ystad. Bevor der Sandhammeren-Leuchtturm (siehe Kåseberga) errichtet wurde, diente der Wehrturm der Burg den Seeleuten als Landmarke. In Övraby, 15 Kilometer nordöstlich von Ystad, sind die Kirche und besonders die Mühle mit Müllerhof sehenswert.

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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