Hafenplan – S23/2 – Höllviken / Falsterbokanal

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Ein durch die Halbinsel von Falsterbo führender Kanal, der die Strecke zwischen schwedischer Südküste und Sund um rund 8sm verkürzt.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Höllviken: Gäste finden genügend Liegeplätze im nördlichen Vorhafen des Kanals oder an den Pontons der Westmole im äußeren Teil der beiden Außenmolen auf 2 - 3m Wassertiefe.

Navigation

Kanal: Der befeuerte Kanal ist Tag und Nacht befahrbar. Nur bei selten auftretenden Wasserstandsunterschieden von mehr als 1 m wird der Kanal gesperrt. Der Kanal ist befahrbar bis 4m Tiefgang und 20m Breite, Höchstgeschwindigkeit 5 kn. Im Kanal ist das Segeln verboten!

Die Klappbrücke am Nordende des Kanals ist 25m breit und geschlossen 3,9m hoch. Wenn die Klappbrücke oder die Sperrtore geschlossen sind, muss man mind. 200m  Abstand halten. Achtung: Bei geschlossener Brücke ist keine Durchfahrt möglich - Unterwasserhindernis.

Brückenöffnungszeiten:

15.04. - 30.09.: jede Std. von 06:00 - 22:00 Uhr außer 08:00 und 17:00 Uhr, 01.10. - 14.04. : jede Std. von 06:30 - 18:30 Uhr

Die Brücken- und Kanalwache ist hörbereit auf UKW-Kanal 16 bzw. Arbeitskanal 11.

Schleusen: Zur Vermeidung von starker Strömung sind am Süd- und Nordausgang des Kanals Sperrtore angebracht. Im Sommerhalbjahr ist die Strömung jedoch selten so stark, dass diese geschlossen werden müssen. Fluttore und Brücke werden fernüberwacht vom Kanalzentrum in Trollhättan.

Versorgung

Außer einem Kiosk (hier erhält man auch Brötchen) gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Die Sanitäranlagen sind im Klubhaus des Segelvereines. Brennstoff kann gebunkert werden. Bus nach Malmö und Trelleborg.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel
Kran X
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +46/ 45 34 92

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Der Falsterbokanal war lange geplant, bevor er im Frühjahr 1942 Wirklichkeit wurde. Dabei gab es hier schon einmal eine Schiffahrtsrinne, die im Mittelalter von Koggen genutzt wurde: die Fahrrinne von Amme. Die gefährlichen Sandbänke vor Falsterbo waren gefürchtet. Es war sicherer, die Rinne zu durchfahren. Aber als man im 15. Jahrhundert wegen der abnehmenden Heringsfänge die Rinne ihrem Schicksal überließ, versandete sie.

Mit jedem neuen Opfer, das die Sandbänke forderten, blühte die Idee eines neuen Kanals durch die Heide von Skanör wieder auf. Dennoch geschah nichts. Erst als die deutsche Kriegsmarine die Fahrwasser im Øresund verminte, hatte man es mit dem Bau des neuen Kanals sehr eilig. Die Abkürzung zwischen der Enge bei Kopenhagen und den südschwedischen Gewässern wird heute vor allem von Handelsschiffen, aber auch von Freizeitbooten lebhaft genutzt. Immerhin spart man beispielsweise auf dem Weg von Kopenhagen nach Bornholm rund 7 Seemeilen.

Der Hafen Höllviken am Nordausgang des zwei Kilometer kurzen Kanals ist kein besonders gemütlicher Platz, wenn es auch wegen der durchfahrenden Schiffe immer etwas zu schauen gibt. Abwechslung bietet ein Ausflug zur nordöstlich gelegenen Landzunge von Hammar, ein landschaftlich reizvolles Gebiet. Die nördlichste Spitze ist jedoch ein Vogelschutzreservat, das vom 1. März bis zum 31. Oktober nicht betreten werden darf. Man hat hier eines der größten Grabfelder der Eisenzeit entdeckt und vermutet, dass es sich um die oft in nordischen Sagen erwähnte Siedlung Halör handelte, die viele hundert Jahre vor Skanör existierte. In der nahen Bucht Foteviken wurden versenkte Wikingerschiffe gefunden. Wahrscheinlich dienten sie als Fahrthindernis für feindliche Schiffe.

Schon seit Jahrhunderten ist Treibsand für die gesamte Landzunge von Skanör ein Problem. Drei Kilometer südöstlich von Höllviken deckte der Sand um 1600 sogar ein ganzes Dorf zu. Auch die Kirche musste auf der Flucht vor der Wüste verlassen werden. Ein Steinkranz und ein Kreuz markieren die Stelle an der sie stand. Erst mit neuen Anpflanzungen im 18. Jahrhundert gelang es, den Treibsand zu "bändigen". Heute ist das Areal ein riesiges bewaldetes Ferienhausgebiet (Kämpinge) mit feinem Sandstrand an den Ufern.

Sehenswerte Bilder

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Ergänzung / Berichtigung

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