Hafenplan – Schlei/3 – Kappeln

Kurzbeschreibung

Kleine Hafenstadt an der Schlei.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Es gibt verschiedene Liegemöglichkeiten nördlich und südlich der Schleibrücke:
  1. 90 Plätze mit Komplettservice (auch Lebensmittel) bietet die Marina Ancker Yachting.
  2. 35 Plätze im Gasthafen nördlich der Klappbrücke. Achtung: Weiter südlich liegen die Fahrgastschiffe. Bei der Fischereigenossenschaft ist das Anlegen verboten.
  3. Die Steganlagen des Arnisser Segelclubs (ASC) mit Restaurant liegen 300m südlich der Brücke.
  4. Museumshafen Kappeln, Vereinshafen mit Liegeplätzen für Traditionsschiffe.
  5. Die gepflegten Steganlagen der Werften Fin Marine, Mittelmann und Ostsee Marine mit Reparaturservice und 35-t Kran sind südl. des Museumshafens bei Tonne 32.

Navigation

Da das Schleifahrwasser bis Kappeln befeuert ist, sind die Liegeplätze nördlich der Brücke auch nachts anzulaufen. Achtung: Beim Ansteuern der Liegeplätze quer zum engen Fahrwasserverlauf ist neben dem Verkehr insbesondere auch auf die Strömung zu achten. Erhöhtes Verkehrsaufkommen während der Brückenöffnung (jeweils 15min vor der vollen Stunde, von 5:45 bis 21:45 Uhr).

Versorgung

Kappeln bietet alle Versorgungs- und Servicemöglichkeiten. Motorenwerkstatt und Brennstoff direkt am Hafen.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon:
STAPELFELDT: +49(0)4642 / 4634
HENNINGSEN UND STECKMEST: +49(0)4642 / 3805 od. 01577 / 539 62 28
ANCKER YACHTING: +49(0)4642 / 1563 oder 0170 / 451 71 72
GASTHAFEN STADT KAPPELN: +49(0)172 / 410 67 02 (Hafenmeister)
ARNISSER SEGELCLUB: +49(0)4642 / 5404 (Hafenmeister)
MUSEUMSHAFEN KAPPELN: +49 (0)4642 / 4664 (Hafenmeister)
FIN MARINE SERVICE: +49(0)4642 / 5055 oder 0170 / 480 51 34
MITTELMANN's WERFT: +49(0)4642 / 2722

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Hier haben die Sportschiffer alle Stunde Vorfahrt vor den Autofahrern, wenn die 2003 erbaute Klappbrücke in Betrieb gesetzt wird. Das Hafenbild wird außerdem von alten Silos und der letzten Fischräucherei Kappelns mitbestimmt. Auf den drei Räuchereischornsteinen ist mit den Buchstaben "A‑A‑L"" für jeden von weitem zu lesen, was hier außer Sprotten, Heilbutt und Makrelen geräuchert wird.

Gleich neben der Brücke besitzt die Stadt etwas in Europa Einmaliges: Den letzten noch völlig intakten Heringszaun. Solche Zäune vereinfachten früher den Heringsfang erheblich, doch eisreiche Winter zerstörten immer wieder das Geflecht und moderne Fangmethoden setzten sich mit den Jahren durch. Der stets instand gehaltene Kappelner Heringszaun soll aus dem 15. Jahrhundert stammen. Zum Leidwesen der Segler sorgten diese Fangzäune aber nicht nur für den täglichen Fisch auf dem Tisch, sondern auch für so manche Versandung der Schlei. Heringe werden trotz sinkender Wasserqualität noch immer massenweise aus der Schlei gefischt, wie an den Speisekarten der Gaststätten unschwer abzulesen ist. Wer von Heringen nicht genug bekommen kann, dem seien die Kappelner Heringstage empfohlen, ein alljährliches Stadtfest, das sich über vier Tage ab Himmelfahrt erstreckt.

Wegen der geschützten günstigen Lage zur Ostsee war Kappeln einst ein florierender Handels­- und Fischereihafen, der im 18. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. In der Hauptsache wurden landwirtschaftliche Produkte aus Angeln und Schwansen hier verladen. Betriebsam geht es jeden Sommer in der Fußgängerzone und an der Hafenmeile zu, wo zahlreiche Touristen ihren Einkaufsbummel machen. Daneben gibt es in der Innenstadt aber auch enge Gassen und Treppen sowie geschmackvoll restaurierte alte Häuser.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die in holländischer Bauart nach einem Brand wiederaufgebaute, 30 Meter hohe Mühle, die zusammen mit der Nikolaikirche die Stadt überragt. Die Kappelner Mühle ist die höchste in Schleswig‑Holstein.

Das ursprünglich 1888 errichtete massive Bauwerk wurde vom damaligen Besitzer so hoch geplant, damit die die Mühle umgebenden Bauten den Wind nicht abdecken konnten. Immerhin leistete das Flügelkreuz des neunstöckigen Gebäudes bei einem Durchmesser von 23 Metern 80 Pferdestärken. In der windreichen Zeit wurde mit der Windkraft nicht nur Korn gemahlen, sondern auch Holz gesägt. Erst 1964 standen die Flügel der Mühle still. Die Mühlenkonzerne hatten die Leistungen der kleinen Mühlen aufgekauft, und die Müller mussten sich im Gegenzug dazu verpflichten, kein Mehl mehr herzustellen. Das große Mühlensterben begann. Von den 15 Windmühlen, die früher vom Rundgang der Kappelner Mühle aus zu sehen waren, gibt es nur noch wenige.

Heute ist im ersten Obergeschoss das Fremdenverkehrsbüro der Stadt untergebracht. Das Trauzimmer im dritten Obergeschoss ist mittlerweile so bekannt, dass sich dort Paare aus der gesamten Bundesrepublik das Ja-Wort geben. Außerdem dient das historische Gebäude wechselnden Ausstellungen.

Zwei weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Kai südlich der Klappbrücke dicht beisammen: Der Museumsbahnhof und der Museumshafen. Die Angelner Dampfeisenbahn fährt von hier aus auf ihrer Hausstrecke nach Süderbrarup. Schon die schöne Landschaft zwischen Kappeln und Süderbrarup lohnt die Fahrt in den alten Dampflokwagen. Als Sportschiffer wird man sich den Besuch des Museumshafens sicherlich nicht entgehen lassen.

Vermutlich entstand Kappeln zur Wikingerzeit um 900. Urkundlich wird die Siedlung das erste Mal im Zusammenhang mit einer dem heiligen Nikolaus geweihten Kapelle erwähnt, der Vorläuferin der heutigen Nikolaikirche. Von der Kapelle leitet sich auch der Name Kappeln ab.

Die zwischen alten Häusern hoch aufragende, mächtige Nikolaikirche ist im Inneren von einem kolossalen klassizistischen Baustil geprägt. Bescheiden wirkt dagegen das Schmuckstück der Kirche, ein Seitenaltar von Hans Gudewerth dem Jüngeren aus dem Jahr 1641.

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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