Hafenplan – S43/2 – Ueckermünde

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Größter Hafen am Kleinen Haff.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Es gibt drei Liegemöglichkeiten:

  1. Im Bereich der Ueckermündung liegt der Yachthafen Lagunenstadt. Gäste finden freie Liegeplätze in Boxen auf bis zu 2,5m Wassertiefe.
  2. Weiter stromaufwärts folgen die Anleger und Slipanlagen der lokalen Segelvereine. Bei Wassertiefen von 1,5 - 2,5m können Gäste auf grün gekennzeichneten Plätzen festmachen.
  3. In südlicher Richtung folgt der gut ausgebaute Stadthafen Ueckermünde, der bis an die Klappbrücke heranreicht. Mit Ausnahme der Anlegestellen für die Fahrgastschifffahrt /Behördenfahrzeuge kann überall angelegt werden.

Navigation

Aufgrund der vielen Reusen beiderseits der Ueckermündung sollte man sich im Fahrwasser halten. Ab Leuchtfeuer Ueckermünde sollte bei Dunkelheit ein Suchscheinwerfer benutzt werden, da der Flusslauf bis zum Hafen (ca. 1,5sm entfernt) nicht befeuert ist. Die geringste Wassertiefe in der Fahrwassermitte beträgt 2,9m.

Versorgung

Die Kreisstadt bietet sehr gute Versorgungsmöglichkeiten. Sanitäranlagen, drei kleine Werften, Slipanlagen und ein Schiffsausrüster sind vorhanden. Die ausgedehnte Ueckermünder Heide bietet sich als Ausflugsziel an.

Südlich der Klappbrücke befinden sich Bootswerften an beiden Uferseiten der Uecker mit umfangreichem Serviceangebot (u.a. Kran bis 10t, Motorenwerkstatt, Riggservice) und Liegeplätzen sowie Winterlager.

Brückenöffnung: tägl. 10:00 Uhr (ganzjährig)

Mai-Sept. zusätzl.: Mo-Fr 8:00, 13:00, 15:00, 19:00 Uhr Sa, So: zusätzl. auch um 17:00 Uhr

Tel.: +49(0)39 771-23 181 oder 0170-745 543 (Hafenmeister Stadthafen)

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +49(0)39771 / 530 29 (Lagunenstadt)
+49(0)39771 / 220 67 (Yachtclub)
+49(0)39771-23181 od. 0170 / 7 45 45 43 (Stadthafen)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Um die Jahrtausendwende gründeten Slawen hier in strategisch günstiger Lage die erste Siedlung vermutlich auf der Anhöhe, wo heute ein Schloss steht. Die Moore und seichten Wasserflächen boten ihnen Schutz vor feindlichen Angriffen. Die Siedlung entwickelte sich zur Kastellanlage Rochow, aus der nach der Christianisierung die deutsche Vogtei Ueckermünde hervorging. Die Verleihung der Stadtrechte folgte im Jahr 1260. U.U. steht unter dem Stadtsymbol, was Urbs Ucra heißt: Stadt an der Uecker, mit dem Greif im Wappen.

Aus dieser Zeit ist nicht viel erhalten. Nur die Reste der Stadtmauer in einigen Gebäudesockeln in der Gartenstraße und der Burgberg an der Uecker zählen zu den Zeugnissen des frühen Mittelalters. Außerdem erinnern die dichtgedrängten Häuser der Altstadt auf der Sandlinse und das gitterförmige Netz der Straßen noch an die Gründerjahre.

Der Südflügel des Renaissanceschlosses ist Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt. Die sommerlichen Schlosshofkonzerte sind besondere festliche Ereignisse. Im Schloss befindet sich auch das Haffmuseum, in dem mehr über die Schloss- und Stadtgeschichte zu erfahren ist. Außerdem zählt die Ur- und Frühgeschichte des Kreises, die Fischerei, die Schifffahrt und der Schiffbau zu den zehn ständigen Ausstellungen. Die Eintrittskarten zum Museum zeigen auf der Rückseite die mittelalterliche Stadtansicht. Wer dort außerdem einen mittelalterlichen "Geleitbrief" des "Magistrahts,"' erwirbt, kann folgenden Text lesen und erhält somit die Erlaubnis: "in dem gantzen Weichbildt der Stadt - sambt Aufgebauten und Vorwerkhen - mit Mann und Roß und Wagen sambt Weib, Kindern, Gevattern, Knechten und Megden (so ihm zugehoerig) binnen dreier Tag, von des Morgens Glock sechse bis des abends Glock zehne, so von St. Marien klingen und vom ' Nachtwächter ausgethutet, durch alle Thore frei paszieren. Alle Stadtknechte, Thorwaechter und Konstabeln sollen dem Gast hülfreich seien - es sei denn, man vermuthe, er fuehre Konterbande mit, sei um etliches besoffen, schlage Laerm und belaestige Weiber und Jungfrauen - wofür er in Arrest zu nehmen sei..."

Der kanalartige Ausbau der Ueckermündung, der Ueckerkopf, erfolgte schon um 1800. Die zu beiden Seiten mit Baumreihen bepflanzten Uferbefestigungen bieten für den einlaufenden Segler eine malerische Kulisse. Das Beschaffungstalent eines Bürgers rettete die Allee zu DDR-Zeiten vor der Motorsäge. Er organisierte eine Eisenspundwand - damals eine absolute Mangelware.

Als Ausflugsziel bietet sich der Tierpark am südwestlichen Stadtrand an, wo 160 Tierarten und 650 Tiere zu besichtigen sind. Darunter befinden sich zahlreiche Exoten wie Riesenschlangen und Papageien. Auch Braunbären mit ihren Jungtieren, Wölfe, Löwen, Tiger und Luchse werden gezeigt.

Eine hölzerne Mühle, eine Fachwerkkate und eine kleine Zugbrücke bilden unter anderem den kulturhistorischen Bereich des Museums.

So kann man sich gut ausgerüstet auf den weiteren Rundgang durch die Stadt machen und sich zunächst die alten Fachwerkspeicher in Schlossnähe anschauen (Bergstraße/Wallstraße). Sie legen Zeugnis von Ueckermünde als alter Handelsstadt ab. Außerdem sind in der Wallstraße, in der Grabenstraße und am Ueckerlauf noch alte Steuermannshäuser mit Krüppelwalmdächern zu sehen. Sie waren einst für das Stadtbild typisch.

Beachtenswert sind auch die rekonstruierten Jugendstilfassaden in der Hauptgeschäftsstraße und am Marktplatz. Das noch mit Bohlen verkleidete Fachwerkhaus Saegebarth im ehemaligen Ortsteil Neuhof und das Stufengiebel-Haus östlich der Ueckerbrücke am Klockenberg 29 sind zwei einst charakteristische Gebäude der über 725 Jahre alten Stadt.

1766 wurde an der Stelle eines gotischen Vorläufers die St. Marienkirche erbaut. Beeindruckend sind ihre Innenausstattung aus der Bauzeit und ihr 1863 errichteter neugotischer Turm, der die alte Stadtsilhouette ebenso prägt wie der Schlossturm.

Mehrfach brannte Ueckermünde ab und wurde im 30jährigen Krieg derartig zerstört, dass 1648 nur noch zehn Häuser bewohnbar gewesen sein sollen und nur 15 Menschen zu den Überlebenden zählten, von ursprünglich 1600 Bewohnern. Nachdem die Stadt an der schiffbaren Uecker ab 1648 zu Schweden gehörte und 1720 an Preußen gefallen war, zählte man 1831 wieder 2770 Einwohner. Die Ziegelindustrie blühte auf, mehrere Eisengießereien wurden errichtet. Heute ist Ueckermünde Kreisstadt des Bezirkes Neubrandenburg, von Nadelwald und Heide umgeben.

Sehenswerte Bilder

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