Hafenplan – S34/3 – Hadsund Yachthafen

Kurzbeschreibung

Kleiner, gepflegter Yachthafen ca.0,5 sm westlich der Klappbrücke.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste finden begrenzte Liegemöglichkeiten im südlichen Teil des Hafens auf ca. 1,8 m Wassertiefe oder nach Absprache mit dem Hafenmeister, an der Außenbrücke auf 2,5 m Wassertiefe. Die Kaianlage in Hadsund selbst ist nur für sehr große Yachten geeignet. Man muß hier unbedingt mit dem Hafenmeister Rücksprache halten, da die Liegeplätze auch von Frachtschiffen genutzt werden.

Navigation

Die Ansteuerung des Hafens ist von Osten, wegen der Öffnungszeiten der Klappbrücke, nur tagsüber möglich. Von Westen führen Richtfeuer durch das Fahrwasser. Wegen der unbeleuchteten Tonnen sollte man nachts einen Scheinwerfer klar halten. Der Hafen selbst wird direkt vom Fahrwasser angelaufen. Mit starkem, querlaufendem Strom muß gerechnet werden.

Versorgung

Am Hafen gibt es Sanitäranlagen, Frischwasser und einen Mastenkran. Weitere Versorgungsmöglichkeiten bestehen im 800 m entfernten Zentrum von Hadsund.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +45 / 98 57 24 39

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Mit 6000 Einwohnern ist Hadsund der größte Ort Osthimmerlands. Dabei hatte das von Wald und Wasser umgebene Städtchen noch 1833 ganze sieben Einwohner und war nichts weiter als eine Fährstelle an der schmalsten Stelle des Mariager Fjords. Zum Fährhaus gesellten sich so schnell eine Vielzahl weiterer Häuser hinzu, daß schon 30 Jahre nach Gründung der Fährstelle der erste Hafen gebaut wurde und Hadsund nach weiteren 20 Jahren Endstation der himmerländischen Eisenbahn wurde. Eine Reihe von heute noch im ganzen Land bekannten Betrieben wurde damals ins Leben gerufen, darunter auch die bekannte Fruchtsaftfabrik "Hornbech", die in Dänemark vor allem wegen eines Getränkes buchstäblich "in aller Munde" ist, das mit Fruchtsaft wenig zu tun hat: Magenbitter "En lille een" (Freie Übersetzung: Einen Kleinen können wir noch).

Die Kehrseite des raschen Wachstums wird im Stadtbild deutlich, das dem einer typischen dänischen Handels‑ und Industriestadt entspricht. Eine Altstadt fehlt. Es gibt mit Ausnahme eines alten Kaufmannshofes an der Hauptstraße und des Museums kaum historische Gebäude. Ein Stückchen Atmosphäre aus früheren Tagen bietet Hadsund dennoch ‑ und zwar im alten Hafen vor der Brücke. Der Grund dafür liegt aber eher in einer neueren Entwicklung: Freunde alter Holzschiffe und -boote haben den 1937 erbauten Osthafen für sich entdeckt. Der Teergeruch und das "neue alte" Milieu ist aber auch einer Holzwerft zuzuschreiben, die sich vor einigen Jahren hier etabliert hat.

An die Gründerjahre der kleinen Stadt am Mariager Fjord erinnert das in einem Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert untergebrachte Museum. In der Rosendals Allee 8 werden darüber hinaus allerlei Sammlungen gezeigt, darunter eine orientalische Sammlung von Harald Gade und eine Spielzeugsammlung. Werkzeuge vom Faßbinder, Schreiner, Drechsler und Schmied sind ausgestellt. Die Liebhaber der gegorenen Reben wird die Weinausstellung der Hornbeck Weintmund Fruchtfabrik interessieren. Besonderheiten sind die selbstgemachten Fotoapparate von Foto‑Pionier Marthinus Petersen.

Das überdachte Geschäftszentrum "'Butikstorvet" wurde auf dem früheren Gelände der Hornbeck‑Fabrik errichtet. Wo früher Marmelade und Kirschwein lagerten, befindet sich heute der "Graa Kok" (Der graue Hahn). Der kleine Tierpark von Hadsund ist an der Ecke von Ringvej und Gammel Visborgvej zu finden.

Als die Hadsunder Bürger am 6.Dezember 1900 die Einweihung der Bahnstrecke von Hadsund nach Aalborg feierten, versprachen sie sich von der Bahnverbindung ein größeres Handelsvolumen. Aber sie hatten die Rechnung ohne die Aalborger gemacht, die der Gestaltung des Fahrplanes zu ihren Gunsten nachhalfen. Innerhalb der Geschäftszeiten von Aalborg nach Hadsund zu gelangen, war unmöglich ‑ umgekehrt sehr wohl. Mit wüsten Beschimpfungen der Aalborger in den Leserbriefen der Zeitungen machten die Hadsunder ihrem Ärger Luft.

Auf der 1982 wieder eingestellten Bahnstrecke wurde von Hadsund bis nach Kongersiev ein 15 Kilometer langer Fahrrad‑ und Wanderweg angelegt, der "Hadsundpfad" (Hadsundstien) genannt wird. Der Ausflug mit dem Fahrrad auf dieser von einigen Gutshöfen und sieben Dörfern gesäumten Strecke ist sehr zu empfehlen (siehe Plan). Einen ersten kleiner Abstecher von diesem sich durch die osthimmerländische Moor‑ und Waldlandschaft schlängelnden Weg (nach rund zwei Kilometern) ist das Schloss von Visborg (Visborggaard) wert.

Eine windschiefe Ulmenallee führt zu dem von einem breiten Wassergraben umgebenen Landsitz beim Dorf Visborg, der zum ersten Mal im Jahr 1351 in einem Brief von Valdemar Atterdag erwähnt wird. Von aufständischen Bauern wurde das Gut 1534 in Brand gesetzt und erst 1576 von Jacob Seefeld wieder aufgebaut. Von den damals sieben erbauten Türmen sind heute nur noch zwei erhalten. Visborggård wurde 1938 vom Staat übernommen und zu einem Pflegeheim gemacht. Der Zutritt zum Schloßpark ist frei. Hier liegt unter einem Gedenkstein das weiße Pferd Christian X. begraben, mit dem der Monarch 1920 über die deutsch‑dänische Grenze ritt. Wer sich vorher anmeldet, wird auch im Schloss herumgeführt.

Bei Visborg lohnt ein Abstecher südlich des Hadsundpfades ebenso. Nach drei Kilometern stößt man auf die im 19. Jahrhundert erbaute Holländermühle des Gutes Havnø ein Pfad führt zum Ufer des Mariager Fjords. Den Ausflug zum Gut Havnø kann man sich aber auch für den Rückweg über die Küstenorte aufheben. Wieder auf dem Hadsundstien ist nach vier Kilometern die spätromanische Kirche von Skelund einen Blick wert. Das kleine Altarbild der Hochrenaissance zeigt ein Kreuzigungsgemälde aus dem 19. Jahrhundert. In Veddum wird der Weg ein paar Mal unterbrochen, führt dann aber wieder an einem Stück durch Wälder bis zum Dorf Solbjerg (siehe Plan). Im "Sönderskov"-Wald unmittelbar westlich des Hadsundpfades, stehen Buchen mit beeindruckendem Durchmesser (bis zu 4,5 Meter). 1750 wurde das drei Kilometer abseits der Strecke liegende, malerische Fachwerk‑Gut Viffertsholm erbaut.

In unserem Plan eingezeichnete Rastplätze säumen den Hadsundpfad bis zum Ortsausgang von Bælum. Die Inneneinrichtung der Mühle von Bælum kann werktags besich tigt werden. Ein japanischer Garten befindet sich bei dem alten Bauwerk. Kurz vor Kongerslev kommt man an "Præstegårdsheden" vorbei, ein Heide‑ und Naturschutzgebiet.

Kongerslev ist zwar die Endstation auf dem Hadsundpfad, aber nicht Endstation der Fahrradtour, die auf der schmalen Küstenstraße über Øster‑Hurup, Als und Helberskov zurückführt und so zu einer Rundtour wird. Auf dem Weg zur Küste ermöglicht ein Aussichtsturm den Blick über eines der größten Hochmoore Europas. Es mißt 55 Quadratkilometer. Der südliche Teil des Moores gehört zum Gut Lindenborg und wird als Natur‑ und Wildreservat für Hirsche und Wildschweine genutzt. In der Nähe vom Tofte‑See, im Nordteil des Moores, lebt eine große Kolonie von Kormoranen.

An der Küste führt der Fahrradausflug über Øster‑Hurup, Helberskov und das Gut Havnø zurück nach Hadsund. Von Helberskov aus empfiehlt sich ein Ausflug zur Landspitze Als Odde. Die Fahrradtour könnte man im alten Fährkrug im Süden von Hadsund abschließen.

Das Gut Overgård am Südufer, dessen Turmspitzen bereits beim Einlaufen von Als Odde nach Hadsund an Backbord zu sehen waren, kann über die Hadsundbrücke und den Ort Havndal (zehn Kilometer südöstlich) besucht werden. Dafür, dass das 1547 erbaute Gut nur von außen zu besichtigen ist, entschädigt ein Spaziergang auf den Fjord‑Dämmen nördlich des Gutes.

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