Hafenplan – S30/2 – Grenaa

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Moderne Yachthafenanlage direkt südlich des großen Industrie-, Fischerei- und Fährhafens der drei Kilometer landeinwärts liegenden, gleichnamigen Stadt.

NV. Hafenlotse

Liegeplätze

Für Gäste sind zahlreiche und gute Liegemöglichkeiten vorhanden. Man macht zum größten Teil in Boxen auf Wassertiefen von 2 - 3,2 m fest. Große Yachten über 13m liegen gleich einlaufend an Steuerbordseite an der Molenverlängerung.

Der Industrie- und Fährhafen soll von Yachten möglichst nicht angelaufen werden. Nur bei auflandigem Sturm finden Yachten hier im Fischereihafen einen Liegeplatz.

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht unproblematisch. Eine gute Landmarke sind die großen Industrieanlagen im Nordhafen. Man muß sich nur von den Untiefen "Naveren" und "Kalkgrund" gut freihalten. Auch nachts kann man von Norden und Süden den Hafen ansteuern - nach dem Torfeuer des Industrie- und Fährhafens.

Bei Stürmen aus östlichen Richtungen steht vor dem Yachthafen eine unangenehme Grundsee. Dann sollte man lieber in den Industriehafen einlaufen, wobei der Fährverkehr beachtet werden muß.

Versorgung

Die moderne Marina bietet sehr guten Service  (auch Brennstoff, Kran und Münzwäscherei) sowie zwei Restaurants. Gute Versorgungsmöglichkeiten befinden sich beim Hafen und im drei Kilometer entfernten Grenaa.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 86 32 72 55

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Grenaa ist ein typischer Industrie‑, Fähr‑ und Handelsort. Nicht weniger als neun Industrie‑Schlote stehen am Handelshafen und in der näheren Umgebung des Umschlagplatzes. Wer sich innerlich schon auf das naturschöne Anholt eingestellt hat, wird sich hier nicht länger aufhalten, obwohl in dem modernen, ansprechenden Yachthafen vom Betrieb des Fähr‑ und Handelshafens kaum etwas zu merken ist.

Grenaa wird von vielen Sportbootfahrern als Sprungbrett zur Insel Anholt genutzt. Für die Weiterfahrt Richtung Skagen ist der Hafen ebenfalls ein idealer "Streckenposten".

Wird man durch schweres Wetter in Grenaa festgehalten, bietet der Ort die Vorzüge einer Einkaufsstadt – auch wenn die Entfernung zum Zentrum drei Kilometer beträgt - sowie andere interessante Sehenswürdigkeiten. Gleich in Hafennähe befindet sich das "Kattegatcenteret", ein überraschend gutes und artenreiches Meerwasseraquarium, in dem man leicht einen halben Tag verbringen kann. Fische und Meerestiere aus vielen Teilen der Welt sind dort zu beobachten. Insbesondere aber auch heimische Meeresbewohner, wie Krabben, Hummer, Meerforelle oder Dorsch. In den tropischen Aquarien tummeln sich farbenprächtige Korallenfische neben verschiedenen Haien, darunter ein 2,5m langer Sandtigerhai. Dabei ist das Aquarium nicht einfach eine Ausstellung schöner Fische. Durch verständlich aufbereitetes Anschaungsmaterial bietet es Wissenserweiterung über das Meer als Lebensraum und lässt auch die Folgen unvernünftigen menschlichen Handelns nicht aus.

Wer darüber hinaus Zeit für Ausflüge hat, den kann das schöne Djursland mit seinen Wäldern und Herrensitzen locken. Obwohl Handel und Industrie die Stadt dominieren, gibt es auch in Grenaa gemütliche Ecken und Sehenswürdigkeiten. Das Djursland Museum, das Dänische Fischereimuseum, die Nederstraße, die alte Schmiede und die Mühle von Grenaa zählen dazu. Zahlreiche bieten Freizeitmöglichkeiten sich durch das Hallenschwimmbad, Minigolfanlagen, Tennisplätze und Reitsporteinrichtungen.

Das Djursland Museum und das Dänische Fischereimuseum wurden in einem 250 Jahre alten Fachwerkhof beim Markt in der Søndergade 1 eingerichtet. Handwerksgeräte, eine Pfeifen‑ und eine kleine Waffensammlung sind ebenso ausgestellt wie 5000 Jahre alte Skelettfunde. Die Geschichte des Fischfangs wird beleuchtet und in der Hochsaison gibt es immer mittwochs unter dem Stichwort "Lebendiges Museum" zu sehen, wie früher gearbeitet wurde. Beispielsweise kann man dem Feuersteinschmied bei der Arbeit zuschauen.

Die St. Gertruds Kirche am Marktplatz stammt aus dem 15. Jahrhundert. Dreimal am Tag erklingt ihr Glockenspiel, das in der gesamten Innenstadt gehört werden kann. Nordwestlich davon stehen der alte Kaufmannshof "Abendstern" (nach der früheren Gastwirtschaft benannt) in der Lillegade 38 und der denkmalgeschützte Bürgermeisterhof in der Lillegade 50, 1768 von Amtsrichter und Stadtschreiber Peter Bay errichtet. In der Nederstræde am Ende der Lillegade sind eine Reihe von idyllischen Fachwerkhäusern zu sehen. Die Windmühle von Grenaa auf dem höchsten Punkt nördlich der Stadt wäre um ein Haar abgerissen worden, wenn die Bürger von Grenaa nicht heftig dagegen protestiert hätten. Leider wird sie bislang nur als Lagerschuppen genutzt. "Lustgarten" nannte sich um die Jahrhundertwende das Gelände auf dem heute noch der 1902 erbaute alte Pavillon steht. Das für Festlichkeiten errichtete Gebäude am Kærvej ist immer noch die Tanzdiele (mit Restaurant), wenn auch etwas moderner gestaltet.

Vom Pavillon aus bietet sich eine Wanderung entlang des "Grenaa-Flusses" zurück zum Hafen an. Ausflüge zu den Schlössern Søstrup, Mejlgård, Clausholm und Gammel Estrup (mit Schlossmuseum) sind zu empfehlen (siehe Uggelhuse und Bønnerup). Im Fremdenverkehrsbüro erhält man eine Broschüre mit Informationen über das Wanderwegenetz des Südwaldes.

Von Grenaa aus fahren Fähren nach Varberg, Halmstad, Helsingborg, Anholt und Hundested.

Interessante Links

Share.

Ergänzung / Berichtigung

Senden Sie uns eine E-Mail, wenn Sie eine Ergänzung oder eine Berichtigung zu diesem Hafen haben. Wir und andere Sportschiffer freuen uns über jeden Beitrag, durch den die Qualität und die Aktualität des NV. Hafenlotsen und des NV. Landgangslotsen erhöht werden können. Änderungen werden auf www.nv-pedia.de veröffentlicht, nachdem sie von uns redaktionell geprüft wurden. Denn auf nautische Informationen muss man sich verlassen können. Das ist unsere Firmenphilosophie - Kompetenz seit mehr als 35 Jahren.

Diskussion zu S30/2 - Grenaa