Hafenplan – S4/8 – Okseøerne

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Zwei dänische Inseln gegenüber von Glücksburg (deutsch: Ochseninseln)

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Guten Ankergrund findet man nördlich der Inseln. Auf ausreichenden Abstand (mind. 200m) zu den bezeichneten Kabeltrassen ist zu achten. Die kleine Insel darf nicht betreten werden. Die Anleger bei der großen Insel mit ca. 2,5m Wassertiefe gehören zur Werft.

Navigation

Da es hier keinerlei Betonnung oder Befeuerung gibt und die Gewässer um die Inseln sehr flach sind, sollte eine Ansteuerung nur von Ortskundigen oder mit entsprechender Umsicht und Echolot auf Sicht erfolgen. Angesteuert werden die Inseln von Nordosten oder Südwesten. Von Nordosten steuert man mit etwa 217° auf die nördliche Landzunge der westlichen Insel zu (in Deckung mit dem großen Schornstein des Flensburger Kraftwerkes). Ca 200-300 m vor der Inselspitze  wird der Kurs auf 245° geändert und die Enge durchfahren. Die Ankerplätze liegen nördlich dieser Passage. Von der Durchfahrt zwischen den Inseln ist abzuraten, da der Grund unrein ist.

Versorgung

Es sind keine Möglichkeiten der Versorgung bei diesem landschaftlich sehr hübschen Platz vorhanden.

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Diese beiden kleinen Inseln am Nordufer der Flensburger Förde sind häufiges Ausflugsziel der Segler aus der Umgebung. Meist werden sie sonntags zum Kaffetrinken "angepeilt"'. Die kleinere der beiden Inseln (Lille Okseø) – eine Mini‑Insel – ist dicht bewaldet, die größere (Store Okseø) weist Wiesen und einen kargen Baumbestand auf.

Überlieferungen zufolge soll die dänische Königin Margarethe I. im Jahre 1411 auf dem Heimweg von Flensburg auf der Höhe der Ochseninseln an der Pest gestorben sein. Zeit ihres Lebens war sie für ihre besonders durchtriebene Politik bekannt. Mit der ihr eigenen Raffinesse hatte sie es geschafft, das Dänenreich auszubauen und an der südlichen Grenze längs der Schlei mehr und mehr Stützpunkte zu schaffen.

Königin Margarethe ist es vermutlich auch gewesen, die einen ihrer männlichen Widersacher zum Zweikampf herausforderte und den Kampf auf eine nicht sehr feine Art sogar gewann: Mit dem Grafen selbst wolle sie auf Leben und Tod ihre Kräfte messen, ließ sie durch einen Boten übermitteln, als ihre Soldaten vor dem Feind zurückwichen. Der nahm das Angebot, das ihm leichte Beute versprach, amüsiert an.

Unmittelbar nach Beginn des Kampfes bat die Königin jedoch um eine Unterbrechung, da sie erst ihr Visier zurechtrücken müsse. Der Graf solle solang sein Schwert in den Boden stecken, damit sie den Helm beruhigt richten könne. Daß der Adlige seiner Gegnerin keinen unverhofften Überfall zutraute, kostete ihn Kopf und Kragen – und zwar im wörtlichsten Sinne.

Kaum hatte er das Schwert in den Boden gesteckt, hieb ihm die Königin das Haupt ab. Mag Magarethe I. zugute gehalten werden, dass der Graf nicht gerade wie ein Edelmann handelte, als er gegen sie antrat und der Kampf ohne ihre Verschlagenheit sicherlich zu ihrem Nachteil ausgegan­gen wäre. Der Beifall ihres Gefolges war der Königin jedenfalls sicher.

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