Kerteminde S10/1

Hafenansicht: 
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Hafenplan: 
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Hafen: 

Handels- und Fischereihafen mit einem vorgelagerten Yachthafen am Westufer des Großen Belts am Kertinger Nor.

Liegeplätze: 

Gäste finden im großen, modernen Yachthafen auf 1,5 - 2,5 m Wassertiefe genügend Platz.

Große Yachten liegen am besten im Handelshafen an der nördlichen Kaianlage auf 4,5 m Wassertiefe. Beim Anlegen ist wegen des stark setzenden Stroms Vorsicht geboten. Das südliche Ufer mit seinem Fischereihafen ist für Gastlieger gesperrt.

Navigation: 

Die Ansteuerung des befeuerten Handelshafens ist Tag und Nacht möglich. Die Tidenströmung im Handelshafen sollte beachtet werden. Sie kann im Normalfall schon 2-3 kn betragen und bei Sturm bis auf 5 kn. zunehmen. Das Feuer in Linie (2Iso.R) ist nachts leicht mit der Verkehrsampel bei der Post zu verwechseln. Das Anlaufen des befeuerten Yachthafens wirft dagegen keine Probleme auf.

Versorgung / Sonstiges: 

Es gibt sehr bequeme und gute Möglichkeiten der Versorgung (u.a. Yachtzubehör).

Service: 
Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X
Kontakt: 

Telefon: +45 / 65 32 37 33

Sehenswertes: 
Räucherkate

Im Hafenbereich ist Kerteminde schon wegen des großen Silos sicherlich keine Augenweide, aber im übrigen durchaus einen Besuch wert. Ansprechend ist das Stadtbild vor allem im Bereich der St. Laurentius Kirche am Markt. Daran schließt sich die Altstadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern an. Das Baujahr der Kirche ist unbekannt. Fest steht nur, daß das zunächst einschiffige Gotteshaus gegen Ende des 15. Jahrhunderts zu einem dreischiffigen umgebaut wurde.

MuseumDie Entwicklung der Stadt liegt ebenfalls zum großen Teil im Dunkeln. Bekannt ist jedoch, daß die Geschichte von Kerteminde eng mit der Historie von Odense verknüpft ist, weil die kleine Stadt auf der Ostseite Fyns für Odense Stapelplatz war. Odense verfügte selbst zunächst nicht über einen Hafen.

Ein riesiger Stadtbrand im 16. Jahrhundert dämpfte den Aufschwung von Kerteminde nur vorübergehend, viel einschneidender bremsten jedoch die Schwedenkriege um 1660 den blühenden Handel. Entscheidend für den wirtschaftlichen Rückgang war schließlich der Bau des Odense‑Kanals, durch den die Stadt am Odense‑Fjord nicht mehr auf Kertemindes Hafen angewiesen war. Als Folge davon verlegte man sich im 18. Jahrhundert derart intensiv auf den Fischfang, daß der spaßige Spruch die Runde gemacht haben soll: "In Kerteminde sind alle Bürger Fischer, mit Ausnahme des Bürgermeisters, denn der sticht Aale".

Daß die Wikinger sich hier schon niederließen, belegt die Entdeckung eines Schiffsgrabes wenige Kilometer südwestlich beim Dorf Ladby (Vikingvej 123). Dem Apotheker und Amateurarchäologen Poul Helweg Mikkelsen war 1934 ein länglicher Hügel aufgefallen. Dort gefundene Eisennägel ließen keinen Zweifel aufkommen, daß hier ein altes Holzschiff lag. Der Bug des zum großen Teil verrotteten Ladbyschiffes war exakt nach Süden ausgerichtet. Heute steht über dem Schiffsgrab eine Museumshalle. Für 16 Ruderer pro Seite gebaut, war das 22 Meter lange und 2,80 Meter breite Schiff ein für ruhige See konstruierter Renner.

Der Begrabene muß ein mächtiger Mann gewesen sein, denn die Skelettfunde von elf Pferden und mehreren Hunden, Silbergegenstände sowie golddurchwirkte Stoffe weisen auf einen für die Zeit Gorms des Alten äußerst vermögenden Häuptling hin. Von der Leiche allerdings fehlt jede Spur.

Das Wahrzeichen von Kerteminde ist die Schwanenmühle. Sie liegt am Stadtrand im Norden auf Møllebakken. Die ursprünglich mit Stoffsegeln versehene Holländermühle wurde 1853 erbaut und ist heute als Mühlenmuseum eingerichtet. Im Inneren der Mühle, die gelegentlich in Betrieb gesetzt wird, ist ein intaktes Mahlwerk zu besichtigen.

WindmühleHandwerksberufe nehmen im Museum von Kerteminde in der Langegade 8 einen breiten Raum ein. So ist im 1630 erbauten Farvergården das ehemalige Handwerkszeug von Sattlern, Schuhmachern, Holzschuhmachern, Wagnern, Segelmachern, Schmieden, Fotografen und Uhrmachern zu sehen.

Eine kleine Besonderheit in Kerteminde ist der Høkeren, ein alter Kaufmannsladen in der Trollegade, der allerdings nur von Juni bis August geöffnet ist. Der Kramladen entspricht mit seiner Einrichtung einem Einzelhandelsgeschäft um die Jahrhundertwende. Auch das Kontor des Krämers kann besichtigt werden.

Vom losen Mehl, loser Grütze, Salzheringen und Kandis bis hin zu frisch geteertem Manilatauwerk und handgearbeitetem Steingut reicht das Angebot.

Das Johann-Larsen-Museum (Møllebakken) ist ein Kunstmuseum mit Gemälden des gleichnamigen Künstlers, der 1867 in Kerteminde geboren wurde und einer der großen Maler Fynens war.