Swinemünde S45/3

Hafenplan: 
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Hafen: 

Großer See- und Fischereihafen des berühmten Badeortes an der Mündung des Oderarmes Swine.

Liegeplätze: 

Es gibt zwei Liegemöglichkeiten:

  1. in der Basen Polnocny auf ca. 3,5m Wasser oder
  2. im Hafenbecken bei Kosa N. Nach Absprache mit den Hafenbehörden findet man hier einen zentralen, aber sehr ungepflegten Liegeplatz am Nordufer auf 2,5 - 3,5m Wasser. Hier ist der Straßenlärm störend.

Navigation: 

Die Ansteuerung des sehr gut befeuerten und betonnten Hafens ist Tag und Nacht unproblemtisch. Beachten sollte man allerdings den starken Verkehr der Berufsschiffahrt und die Fähren, die den Fluß queren. Als gute Landmarken dienen der weithin sichtbare Leuchtturm von Swinemünde und die Windmühle auf der Westmole.

Die Strömung ist normalerweise schwach auslaufend, kann aber - vor allem bei nordwestlichen Winden - auch einlaufen und je nach Windstärke bis zu 4 sm/h betragen.

Versorgung / Sonstiges: 

Am Ort findet man mehrere Behörden sowie gute Versorgungsmöglichkeiten vor.

Service: 
Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X
Kontakt: 

Telefon: +48(0)91 / 321 43 94

Sehenswertes: 

Am Hafen Swinemünde

Zweigeteilt präsentiert sich Swinemünde dem Besucher. Der eigentliche Stadtteil liegt auf der Insel Usedom, die Industrie- und Hafenanlagen auf der Insel Wollin. Durch den Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen rückt die Stadt wieder zunehmend mehr in die Rolle des zentralen Ortes für die Region Usedom-Wollin. Der Tourismus gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Entsprechend unruhig geht es an den Liegeplätzen im Hafen zu.

Leuchtturm von SwinemündeFähren verbinden den Industrievorort mit dem Stadtzentrum, das gute Versorgungsmöglichkeiten bietet. Swinemündes Hauptsehenswürdigkeiten sind eine Seefestung aus dem 18. Jahrhundert und das Rathaus. Wegen seiner Solequellen und Moorerdlager ist Swinemünde als Kurort beliebt.

Swinemünde war in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges heftig umkämpft - auch noch, nachdem die Entscheidung im Kampf um Berlin schon gefallen war. Ein Angriff der Alliierten auf die vor Anker liegende Kriegsflotte forderte am 12. März 1945 etwa 8000 Todesopfer, die eilig zu Füßen des Golms (siehe Kamminke) - zusammen mit 15.000 Opfern aus den Kämpfen um den Swineübergang - begraben wurden.

Auch an den Fährstellen über die Swine verlegte Minen konnten nicht mehr verhindern, daß die schwer zerstörte Stadt am 5. Mai fiel und die Einschiffung der verbliebenen Divisionen von Swinemünde nach Schleswig-Holstein mißlang, wo Hitler-Nachfolger Großadmiral Dönitz an der Flensburger Förde das letzte "Führerhauptquartier" aufgeschlagen hatte.

Richtung Haff beginnt südlich der begradigten Mündungsarme der Swine der bis zu 150 m breite und 6 km lange Kaiserfahrt-Kanal, der der Großschiffahrt die Ansteuerung von Stettin ermöglicht. Vor dem Bau des Kaiserfahrt-Kanals verkehrte die Schiffahrt durch den Vietziger See und die Mündungsarme der Swine. 1746 wurde der Swinekanal als Vorläufer des Kaiserfahrt-Kanals fertiggestellt. Kaiser Wilhelm ließ ihn später ausbauen.

Der Swinemünder Leuchtturm (Polens höchster) bietet sich als ein Ausflugsziel an. Er wurde in den Jahren 1854 bis 1857 erbaut. Bis zu 120 Meter ragen die Steilküsten des Nationalparks auf der Insel Wollin (östlich des Hafens) empor. Mit seinen im Unterholz nistenden Seevögeln ist er einen Besuch wert.

Auf der gegenüber gelegenen Westmole befindet sich die 1874 erbaute Mühlenbake, ein immer noch in Betrieb befindliches Seezeichen und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt.