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Größter und auch bedeutendster Hafen am Kleinen Haff, 1,5 sm aufwärts der Ueckermündung gelegen
Es gibt drei Liegemöglichkeiten:
Die Kreisstadt bietet sehr gute Versorgungsmöglichkeiten. Sanitäranlagen, drei kleine Werften, fünf Slipanlagen und ein Schiffsausrüster sind vorhanden. Die ausgedehnte Ueckermünder Heide bietet sich als Ausflugsziel an.
| Toilette | X |
| Dusche | X |
| Wasser | X |
| Müllannahme | X |
| Elektroanschluss | X |
| Brennstoff | X |
| Lebensmittel | X |
| Kran | X |
| Werft | X |
| Fäkalienentsorgung | |
| Rampe / Slip | X |
| Fähre / Bus / Bahn | X |
| Fahrradverleih | X |
| Internetzugang | X |
Telefon: +49(0)39771 / 530 29 (Lagunenstadt)
+49(0)39771 / 220 67 (Yachtclub)
+49(0)170 / 7 45 45 43 (Stadthafen)
![]() Um die Jahrtausendwende gründeten Slawen hier in strategisch günstiger Lage die erste Siedlung vermutlich auf der Anhöhe, wo heute das Schloß steht. Die Moore und seichten Wasserflächen boten ihnen Schutz vor feindlichen Angriffen. Die Siedlung entwickelte sich zur Kastellanlage Rochow, aus der nach der Christianisierung die deutsche Vogtei Ueckermünde hervorging. Die Verleihung der Stadtrechte folgte im Jahr 1260. U.U. steht unter dem Stadtsymbol, was Urbs Ucra heißt: Stadt an der Uecker, mit dem Greif im Wappen. Aus dieser Zeit ist nicht viel erhalten. Nur die Reste der Stadtmauer in einigen Gebäudesockeln in der Gartenstraße und der Burgberg an der Uecker zählen zu den Zeugnissen des frühen Mittelalters. Außerdem erinnern die dichtgedrängten Häuser der Altstadt auf der Sandlinse und das gitterförmige Netz der Straßen noch an die Gründerjahre. Die 1284 genannte Burg auf dem Burgberg existiert nicht mehr. Der siebenachsige Südflügel eines 1546 erbauten Schlosses steht an ihrer Stelle. Die übrigen Teile des Schlosses wurden 1720 abgerissen. Im verbliebenen Trakt sind die Gewölbe des Erdgeschosses und das Sandsteinrelief über dem Portal des Treppenturmes sehenswert. Es erinnert an den Bauherrn, den Pommernherzog Philipp I. Der Südflügel des Renaissanceschlosses ist Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt. Die sommerlichen Schloßhofkonzerte sind besondere festliche Ereignisse. Im Schloß befindet sich auch das Haffmuseum, in dem mehr über die Schloß- und Stadtgeschichte zu erfahren ist. Außerdem zählt die Ur- und Frühgeschichte des Kreises, die Fischerei, die Schiffahrt und der Schiffbau zu den zehn ständigen Ausstellungen. Die Eintrittskarten zum Museum zeigen auf der Rückseite die mittelalterliche Stadtansicht. Wer dort außerdem einen mittelalterlichen "Geleitbrief" des "Magistrahts,"' erwirbt, kann folgenden Text lesen und erhält somit die Erlaunis: "in dem gantzen Weichbildt der Stadt - sambt Aufgebauten und Vorwerkhen - mit Mann und Roß und Wagen sambt Weib, Kindern, Gevattern, Knechten und Megden (so ihm zugehoerig) binnen dreier Tag, von des Morgens Glock sechse bis des abends Glock zehne, so von St. Marien klingen und vom ' Nachtwächter ausgethutet, durch alle Thore frei paszieren. Alle Stadtknechte, Thorwaechter und Konstabeln sollen dem Gast hülfreich seien - es sei denn, man vermuthe, er fuehre Konterbande mit, sei um etliches besoffen, schlage Laerm und belaestige Weiber und Jungfrauen - wofür er in Arrest zu nehmen sei..." Der kanalartige Ausbau der Ueckermündung, der Ueckerkopf, erfolgte schon um 1800. Die zu beiden Seiten mit Baumreihen bepflanzten Uferbefestigungen bieten für den einlaufenden Segler eine malerische Kulisse. Das Beschaffungstalent eines Bürgers rettete die Allee zu DDR-Zeiten vor der Motorsäge. Er organisierte eine Eisenspundwand - damals eine absolute Mangelware. Als Ausflugsziel bietet sich der Tierpark am südwestlichen Stadtrand an, wo 160 Tierarten und 650 Tiere zu besichtigen sind. Darunter befinden sich zahlreiche Exoten wie Riesenschlangen und Papageien. Auch Braunbären mit ihren Jungtieren, Wölfe, Löwen, Tiger und Luchse werden gezeigt. Eine hölzerne Mühle, eine Fachwerkkate und eine kleine Zugbrücke bilden unter anderem den kulturhistorischen Bereich des Museums. So kann man sich gut ausgerüstet auf den weiteren Rundgang durch die Stadt machen und sich zunächst die alten Fachwerkspeicher in Schloßnähe anschauen (Bergstraße/Wallstraße). Sie legen Zeugnis von Ueckermünde als alter Handelsstadt ab. Außerdem sind in der Wallstraße, in der Grabenstraße und am Ueckerlauf noch alte Steuermannshäuser mit Krüppelwalmdächern zu sehen. Sie waren einst für das Stadtbild typisch. Beachtenswert sind auch die rekonstruierten Jugendstilfassaden in der Hauptgeschäftsstraße und am Marktplatz. Das noch mit Bohlen verkleidete Fachwerkhaus Saegebarth im ehemaligen Ortsteil Neuhof und das Stufengiebel-Haus östlich der Ueckerbrücke am Klockenberg 29 sind zwei einst charakteristische Gebäude der über 725 Jahre alten Stadt.
Mehrfach brannte Ueckermünde ab und wurde im 30jährigen Krieg derartig zerstört, daß 1648 nur noch zehn Häuser bewohnbar gewesen sein sollen und nur 15 Menschen zu den Überlebenden zählten, von ursprünglich 1600 Bewohnern. Nachdem die Stadt an der schiffbaren Uecker ab 1648 zu Schweden gehörte und 1720 an Preußen gefallen war, zählte man 1831 wieder 2770 Einwohner. Die Ziegelindustrie blühte auf, mehrere Eisengießereien wurden errichtet. Heute ist Ueckermünde Kreisstadt des Bezirkes Neubrandenburg, von Nadelwald und Heide umgeben. |