Hirsholm S33/4

Hafenansicht: 
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Hafenplan: 
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Hafen: 

Kleiner Versorgungshafen der idyllischen gleichnamigen Insel — 3,5 sm nordöstlich von Frederikshavn.

Liegeplätze: 

Es gibt begrenzte Liegemöglichkeiten an der Innenseite der Nordmole auf 2 - 3 m Wassertiefe. Die kleine Brücke im Hafen ist dem Postboot und der Kleinfischerei vorbehalten. An Wochenenden ist der Hafen von einheimischen Sportbooten stark belegt.

Navigation: 

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt von Süden her im grünen Sektor des Molenfeuers.

Etwa 200 m vor dem Feuer steuert man dann nach Nordwest bis zum westlichen weißen Sektor, in dem man bis zum Hafen läuft. Beim Einlaufen hält man sich gut von der südlichen Mole frei, die mit ihrem flachen Böschungswinkel zur Versandung neigt.

Versorgung / Sonstiges: 

Auf der Insel findet man außer einfachen Sanitäranlagen keine Versorgungsmöglichkeiten vor. Frischwasser wird wegen Wassermangel im Sommer nicht an Gäste abgegeben. Die Insel ist Naturreservat. Hunde und Katzen dürfen hier nicht an Land.

Service: 
Toilette X
Dusche
Wasser
Müllannahme
Elektroanschluss
Brennstoff
Lebensmittel
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang
Kontakt: 

Telefon: +45 / 98 42 93 84

Sehenswertes: 

"Hirsholmene" ist mit 12 kleinen und kleinsten Inseln die nördlichste dänische Inselgruppe im Kattegat. Nur 13 ständige Bewohner zählt die rund 800 Meter lange und 400 Meter breite Hauptinsel Hirsholm – der Rest des kleinen Archipels ist Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden. Auch das in der Größe mit Hirsholm vergleichbare Græsholm, in direkter Nachbarschaft, ist für Besucher tabu. Buschwerk, ein paar Bäume, etwas Schilf und viele Steine prägen das von eiszeitlichen Gletschern gebildete Land.

Wenige Häuser, eine sehenswerte Kirche aus dem Jahr 1641 und ein 1883 erbauter 27 Meter hoher Leuchtturm sind die einzigen Gebäude auf dem bewohnten Eiland. Die Verbindung zum Festland stellt ein dreimal wöchentlich verkehrendes Postboot her. Mit Attributen wie "Ein kleines Paradies, eine wirkliche Idylle, ein malerischer Platz"' wird das kleine Hirsholm zurecht belegt. Zwischen dem nur wenige Seemeilen entfernten betriebsamen Frederikshavn und diesem abgeschiedenen Ort liegen Welten. Das wissen allerdings vor allem eine Reihe von einheimischen Sportschiffern, die am Wochenende die kleine Hafenbucht aufsuchen.

Leuchtturm und ZollhausDie alten, gelben Krüppelwalmhäuser vermitteln den Eindruck, als ob hier die Zeit vor 100 Jahren stehengeblieben ist. Die turmlose alte Kirche ist auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen. Von der Holzbalkendecke hängen Votivschiffe herab und die in die Kirchenbänke eingeritzten Grüße lassen vermuten, daß hier nicht immer fesselnde Predigten gehalten wurden. Die an einem Holzgerüst hängende Kirchenglocke wird vom Leuchtturmwärter und Inselvogt geläutet. Er hat zugleich die Polizeigewalt auf den dem Verteidigungsministerium unterstellten Inseln, die zwar offiziell militärisches Gebiet sind, aber erfreulicherweise eine entsprechende Nutzung nicht erkennen lassen. Die Zugehörigkeit zum Verteidigungsministerium ist eher historisch zu sehen und stammt aus einer Zeit, als Hirsholm wichtiger militärischer Vorposten für das Festland, insbesondere für das Kastell Fladstrand (siehe Frederikshavn), war. Auch Lotsen versahen hier wegen der vorgelagerten Untiefen ihren Dienst. Die kleine Insel zählte bis zu 150 Einwohner, die auch vom Fischfang und angeschwemmtem Strandgut lebten. Der endgültige wirtschaftliche Einbruch kam, als in Hirsholm Anfang des 20. Jahrhunderts die Lotsenstation aufgehoben wurde.

Die meisten Menschen verließen den Ort, der Funden zufolge bereits zur Steinzeit bewohnt war. Für die Schiffahrt ist Hirsholm mit dem 22 Seemeilen weit reichenden Leuchtfeuer ein wichtiger Navigationspunkt geblieben.

Die Bewohner der heute auch als Badeplatz beliebten Insel versuchen, sich mit allerlei Verboten vor der Zivilisation zu schützen. So müssen die Hunde und der Müll an Bord bleiben, die Vögel dürfen nicht beim Brutgeschäft gestört werden, das Blumenpflücken ist verboten und auch das Grillen oder Entfachen eines offenen Feuers ist nicht erlaubt.

Eine Toilette und ein Wasserhahn bilden die einzige Ver‑ und Entsorgung.