Bogø hieß einst "Insel der Mühlen". Heute steht auf dem rund 1000 Einwohner zählenden Eiland noch eine einzige Mühle holländischer Bauart. Sie stammt aus dem Jahr 1852. Passiert man die einen Kilometer nördlich des Hafens gelegene Mühle, kommt man in das Dorf, das in ein "Altdorf" und in ein "Neudorf"' geteilt ist.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählt im Altdorf (Gammelby) eine spätgotische Kirche mit Fresken des Elmelundemeisters (siehe Hårbølle, Fanefjord-Kirche) und einer Altartafel aus der Zeit um 1650.
Die Votivschiffe der Kirche weisen auf die große seemännische Vergangenheit der kleinen Insel hin. Fast jede Familie hatte "ihren Seemann" und noch heute wohnen hier Leute aus der Zeit der Island-Segelfahrt. Die einstige, mitten im Ort liegende Navigationsschule von Bogø hatte in ganz Dänemark einen Namen. Vor dem heutigen Postgebäude steht noch die Büste des Gründers der Schule, Chresten Berg. Auf die Giebelwand des alten Spritzenhauses von Bogø hat ein lokaler Maler eine detaillierte Karte der Insel aufgemalt. Dicht neben dem Leuchtturm liegt noch die Schanze, von der aus die Insel im Krieg gegen die Schweden verteidigt wurde.
Noch Mitte des 17. Jahrhunderts war die ganze Insel mit einem Buchenwald bedeckt. Davon ist heute nur noch der Ostwald (Østerskov) vorhanden, in dem sich das Steinzeitgrab "Hulehøj" befindet. Das Ganggrab mit 14 tragenden und fünf Decksteinen kann besichtigt werden.
Durch den Bau der Farø-Brücke von Falster nach Seeland hat die Insel viel von ihrer gemütlichen Atmosphäre eingebüßt. Die Straße, die das Brückenbauwerk mit Møn verbindet, verläuft unmittelbar nördlich des Hafens und führt im Osten von Bogø über einen Damm nach Møn. Von Ruhe kann hier also keine Rede sein. Außerdem ist in dem sehr kleinen Hafen so gut wie kein Platz für Gastboote. Der Besuch der Insel ist daher eher von Stubbekøbing aus per Fähre zu empfehlen. Mäßige sanitäre Anlagen und ein Kiosk mit Sitzgelegenheiten im Freien sind im Hafen vorzufinden.