Warnemünde S15/5

Hafenansicht: 
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Hafenplan: 
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Hafen: 

Langgezogener Fährschiff-, Fischerei- und Yachthafen nördlich der Hansestadt Rostock, an der Mündung des Flusses Warnow.

Liegeplätze: 

An der Ostseite vom "Alten Strom" befinden sich die Liegeplätze der größeren einheimischen Yachten, wo Gäste in begrenztem Umfang Platz finden. Die Wassertiefe beträgt hier 4-5,3 m.

Der Südteil vom "Alten Strom" wird von Fischereifahrzeugen genutzt und bietet Sportschiffern keinen Platz. Wenige Liegeplätze für Gastyachten findet man auch noch im Yachthafen. In den ebenfalls Einheimischen vorbehaltenen Boxen beträgt die Wassertiefe 2,2 - 2,9 m. Durch den starken Schiffsverkehr im Seekanal liegt man unruhig.

Navigation: 

Die Ansteuerung des gut befeuerten Hafens ist bei Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt im gut betonnten Fahrwasser nach Rostock mit 161,6° bis zur Leuchttonne 10 und dann weiter mit 176° in Richtung "Alter Strom". Im Bereich der Westmole setzt je nach Windrichtung und Windstärke bis zu 3 sm/h Strom parallel zur Küste.

Die Einfahrt zwischen der Westmole und der Ostmole ist für jeglichen Verkehr gesperrt, wenn Fährschiffe ein- oder auslaufen. Die Verkehrssituation sollte auf UKW-Kanal 73 mit Warnemünde Traffic geklärt werden.

Versorgung / Sonstiges: 

Sanitäranlagen sind am Yachthafen vorhanden. Der Ort bietet gute Versorgungsmöglichkeiten. Die Zolldienststelle befindet sich an der Westseite der Mittelmole.

Service: 
Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X
Kontakt: 

Telefon: +49(0)381 / 5 23 40

Sehenswertes: 

Mit rund 13.000 Einwohnern zählt Warnemünde zu den größten Urlaubsorten an der mecklenburgischen Ostsee-Küste. Der breite, weiße Strand des Ostseebades, die Steilküste, die schönen Wanderwege in der Umgebung und die idyllischen Fischerhäuser am Strom machen den Reiz des Ortes aus, der bereits 1195 urkundlich erwähnt wird.

Die Rostocker verleibten sich 1323 das damals kleine Fischerdorf ein und regieren den wichtigen Vorposten zur Ostsee heute noch. Parallelen zu Travemünde drängen sich auf. Wie Travemünde für die Lübecker Hanse, so war auch Warnemünde für die Rostocker Hanse von einer so herausragenden Bedeutung für den Seehandel, daß die Bestrebungen nach Selbständigkeit in dem Dorf stets unterdrückt wurden. Über Jahrhunderte bestand der Ort nur aus zwei Häuserreihen. Bis 1867 waren eigener Handel und Schiffahrt für die Warnemünder verboten.

Bis ins 20. Jahrhundert hinein verwaltete ein städtischer Vogt den Ort an der Mündung des Flüßchens Warnow. Daran und an die maritime Geschichte wird im Warnemünder Museum, einem charakteristischen Fischerhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Theodor-Körner-Straße, erinnert. Der Fischfang war über hunderte von Jahren die bedeutendste Erwerbsquelle – bis Fährverkehr und Tourismus kamen. Bereits 1903 wurde die erste Fährverbindung mit dem dänischen Gedser aufgenommen.

Ferngläser waren bei der Eröffnung des Badebetriebes im Jahr 1834 unerläßlich, betrug doch der Abstand von Damen- und Herrenbad über 100 Meter. In kurzer Zeit wurde das kleine, unbekannte Fischerdorf zu einem der gefragtesten Urlaubsziele an der Ostsee mit vornehmen Hotels und Pensionen. Alles, was Geld und einen Ruf zu verlieren hatte, kam nach Warnemünde. Ein jetzt im Kurhaus wieder gegründetes Spielcasino wurde ins Leben gerufen.

Im Arbeiter- und Bauernstaat hat die vornehme Note freilich etwas gelitten und auch mit der Denkmalpflege stand es nicht zum Besten, obwohl am Strom noch eine Reihe der gemütlichen alten Fischerhäuschen erhalten sind und auch im Ort sehenswerte Gassen und Straßen viele Touristen zum Spaziergang locken. Angesichts des sommerlichen Trubels kann Warnemünde jedoch nur bedingt als idyllisch bezeichnet werden. Die feinen Sandstrände sind freilich ein Pluspunkt des Ortes, der nicht nur an der Promenade am Strom mit zahlreichen Restaurants und Cafés aufwartet.

Zu weit entfernten Planeten führt der astronomische Lehrpfad von Warnemünde. Der Weg durch unser Sonnensystem beginnt in der Nähe der modernen Gaststätte "Teepott" am Leuchtturm. Die Entfernungen zwischen den Planeten wurden maßstäblich verkleinert, so daß man nicht erst nach Lichtjahren zu seinem Boot zurückkommt. Am Alten Strom entlang, der ehemaligen Seeverbindung nach Rostock, gelangt man zum 1898 fertig gestellten Warnemünder Leuchtturm. Das 34 Meter hohe Feuer hat eine Reichweite von 20 Seemeilen und stiehlt den modernen Bauten die Schau. Unter den neuen Wahrzeichen von Warnemünde fällt neben dem Kurhaus das Hotel Neptun schon von See kommend besonders auf ebenso wie die Anlagen der großen Warnow-Werft.

Alles in allem ist Warnemünde daher ein Ostseebad mit kleinen Schönheitsfehlern, die aber weniger ins Gewicht fallen als im südlichen Rostock.