Hafenplan – Schlei/9 – Missunde


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Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Landschaftlich sehr schön gelegener Yachthafen mit verschiedenen Liegemöglichkeiten für Gäste.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

  1. Im Yachthafen "Missunder Fährhaus" können auf ca. 2 - 3 m Wassertiefe auf grün gekennzeichneten Plätzen Gastboote liegen.
  2. Die Marina Brodersby befindet sich etwa 300 m südlich der Fähre mit 3m Wassertiefe.

Navigation

Die Liegeplätze werden direkt vom Schleifahrwasser angesteuert. Beim Anlegen ist auf den querlaufenden Strom zu achten. Die Missunder Enge darf mit einer Geschwindigkeit von maximal 5,4 kn befahren werden.

Achtung: SEILFÄHRE - Den Fährbereich möglichst zügig passieren. Die Fähre muss dem durchgehenden Verkehr ausweichen.

Versorgung

Außer einem Restaurant und einem Fischimbiss gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten unmittelbar am Hafen, aber die Marina Brodersby bietet kompletten Werftservice mit Travellift, Slip, Bootszubehör usw. Ein Kaufmann befindet sich ca. 1,5km nördlich der Häfen in Brodersby.

Service

Missunde Marina Brodersby
Toilette X X
Dusche X X
Wasser X X
Müllannahme X X
Elektroanschluss X X
Brennstoff X
Lebensmittel
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X X
Fähre / Bus / Bahn X X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Marina Brodersby - Telefon: +49(0)4622 / 21 88
Missunder Fährhaus - Telefon: +49(0)4622 / 626

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Die Schlei ist hier an ihrer schmalsten Stelle nur 135 Meter breit und wirkt wie ein Fluss. Nichts erinnert an den beiden Ufern daran, dass Missunde ein zwischen Preußen und Dänen heftig umkämpfter Übergang war. Weil sie das Danewerk (siehe auch Schleswig) umgehen wollten, versuchten preußische Truppen 1864 hier überzusetzen. Sie scheiterten aber im Nebel am heftigen Widerstand der dänischen Batterien, die auf den Angriff vorbereitet waren. Kanonenkugeln, die in Häuserwände einiger Missunder Häuser eingemauert wurden, erinnern an diese blutreiche Schlacht.

Noch heute ist die Missunder Enge die einzige Stelle zwischen Lindaunis und Schleswig, an der man übersetzen kann. Eine Seilfähre versieht hier ihren Dienst. Aus der einstmals strategischen Bedeutung des Ortes ist inzwischen jedoch eine touristische geworden. So bestimmen Ferienhäuser und natürlich Sportboote das Bild rund um die Enge, die man von der Terrasse des Restaurants "Fährhaus" – dem ehemaligen Zollhaus auf der Brodersbyer Seite der Schlei – hervorragend überblicken kann.

Eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten bieten sich am "Campingplatz Wees" auf Missunder Seite. Im 1,5km nördlich des Hafens gelegenen Ort Brodersby gibt es einen Lebensmittelladen.

Zu den Sehenswürdigkeiten bei Missunde zählt die kleine Feldsteinkirche in Brodersby mit ihrem hölzernen Glockenturm. Hier befindet sich auch ein Grabstein, der an die deutsch‑dänischen Kämpfe um Missunde erinnert.

Insbesondere die Missunder Schleiseite lädt zu Spaziergängen ein. Am Fähranleger informiert eine Tafel über die Wanderwege. Als Ausflugsziel ist der nahegelegene Forst von Missunde südwestlich des Dorfes zu empfehlen. Eine Wegekarte am Eingang des Waldes gibt Auskunft über die Wanderstrecken, die bis nach Weseby zum Strand führen.

Kurz bevor man von Nordosten in die Missunder Enge einläuft, passiert man eine der größten mittelalterlichen Burganlagen des Nordens, die Königsburg. Nach dem einst wuchtigen Bauwerk auf der Halbinsel an Backbordseite wird man jedoch vergeblich Ausschau halten. Von der rund 200 Meter langen und 150 Meter breiten Burg, die im 15. Jahrhundert von dem Dänenkönig Erich von Pommern errichtet wurde, sind nur noch kümmerliche Wallreste vorhanden.

Dabei galt die Burg im 15. Jahrhundert als das stärkste Dänenbollwerk jener Zeit in Schleswig‑Holstein. Keiner noch so starken Streitmacht soll es geglückt sein, die inzwischen verfallene Festung einzunehmen.

Durch geschickte Politik verschaffte sich die dänische Königin Margarethe I. Anfang des 14. Jahrhunderts mehr und mehr Stützpunkte an der Schlei. Als um 1410 der 25jährige Krieg um Schleswig entbrannte, war es ihr gelungen, die strategisch wichtigsten Punkte in ihren Besitz zu bringen. Als die Königin auf den Ochseninseln vor Flensburg starb, setzte ihr Nachfolger, Erich von Pommern, den Krieg fort. Im Jahr 1415 hatte er den "Holstenherren" fast das ganze Herzogtum Schleswig entrissen, nur die Stadt Schleswig und die Burg Gottorf belagerte er vergeblich. Die Königsburg bei Bohnert gehörte zu einer Reihe von Burgen, mit denen er besonders die Schleilinie gesichert hatte. Als die Holsteiner von den Herzögen von Braunschweig und der Stadt Hamburg Beistand erhielten, wurde die Königsburg angeblich mit 20 000 Mann Fußvolk und 600 Reitern angegriffen – ohne Erfolg.

Unbekannt ist, was später mit der Königsburg geschah. Es wird angenommen, dass die Anlage mit der Zeit nutzlos wurde und allmählich verfiel. Zu den Festungen des Königs an der Schlei zählten übrigens auch die Verteidigungsanlagen von Grödersby und am Lindauer Noor (siehe Lindaunis) die Burg Lindau. Von beiden Anlagen ist heute allerdings so gut wie nichts mehr zu sehen.

Sehenswerte Bilder

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