Hafenplan – Schlei/6 – Lindaunis

Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Bei der Klappbrücke befinden sich ein Yachthafen, ein Campingplatz und mehrere Steganlagen.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

  1. Der Yachthafen nördlich der Klappbrücke bietet Gästeplätze auf 3,5m Wassertiefe durch eine Spundwand nach Nordosten geschützt.

  2. Das Lindauer Noor mit seiner Steganlage am Campingplatz ist nur für Boote mit wenig Tiefgang geeignet.
  3. Lindauhof mit den sehr idyllisch gelegenen Stegen ist auch sehr flach.

Navigation

Der Yachthafen ist unproblematisch anzusteuern, da die Anleger bis in das tiefe Wasser der Schlei reichen. Die flachen Steganlagen im Lindauer Noor südl. der Klappbrücke können nur mit Echolot angesteuert werden. Am Kopf des nordöstlichen Stegs ist die Anlegestelle für Fahrgastschiffe.

Versorgung

Die Möglichkeiten der Versorgung im nahen Ort Lindau sind begrenzt.

Im Gut ist jetzt das "Café Lindauhof" und ein Laden zum Stöbern. Ein kurzer Weg über die Brücke nach Schwansen und man ist im Café vom "Obsthof Stubbe" und kann auch Obst selber pflücken.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff
Lebensmittel
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +49(0)1578 / 204 06 08 (Sportboothafen)
+49(0)4641 / 3141 (Lindauhof)
+49(0)4641 / 920 712 (Brücke Lindaunis)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Gleich für drei Verkehrsmittel wurde die Klappbrücke von Lindaunis 1925 errichtet: Das Auto, die Eisenbahn und die Schiffe. Auf der schmalen Fahrbahn mit eingebautem Schienenstrang hat die Bahn Vorfahrt. Zur dreiviertel Stunde sind die Sportboote am Zug. Der unbewegliche Teil des Bauwerks stammt von einer Brücke, die vormals den Nord-Ostsee-Kanal überspannte, war also schon zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme an der Schlei "Recyclingware".

Das Lindauer Noor nordwestlich der Klappbrücke ist landschaftlich besonders reizvoll und außerdem eine der größten Schleibuchten. An dieser Bucht, die nur von Booten mit wenig Tiefgang zu befahren ist, liegt das Gut Lindauhof, um das sich eine wechselvolle Geschichte rankt. Zunächst hat hier eine Burg gestanden, über die man heute kaum mehr weiß, als dass es sich um ein altes Königsgut gehandelt hat.

Der Ritter Otto Rathlow und seine Frau Apollonia haben sich als Eigentümer des Gutes im frühen 16. Jahrhundert einen Grabstein hauen lassen, der mehr einem Gedenkstein gleichkommt. Er zeigt das Ehepaar in stolzer standesbewusster Haltung und nicht etwa in demütigem Gebet. Der reliefartige, flache Stein steht in der Kirche von Boren, rund vier Kilometer nördlich von Lindau gelegen. 1551 gestorben, hinterließ Otto Rathlow einen Sohn, der für seine Unmenschlichkeit bekannt wurde. Zahlreiche Hexenverbrennungen im 16. Jahrhundert gehen auf das Konto des Gutsherren Bertram Rathlow. Bei Androhung einer Strafe soll er außerdem von den Kirchgängern verlangt haben, seinen vor dem Gotteshaus angebrachten Hut zu grüßen. Erst Christian VII. gab den Gutsuntertanen um 1780 ihre Freiheit und ließ das Land für Bauernstellen parzellieren. Das um 1550 erbaute Herrenhaus diente für die Fernsehsendung "Der Landarzt"' als Kulisse und "Wohnort" des besagten Arztes. Es ähnelt von außen eher einem Bauern‑ als einem Gutshaus, ist aber im Inneren mit einem großzügigen Rittersaal ausgestattet.

Einer der letzten stummen Zeugen des noch um die Wende zum letzten Jahrhundert blühenden Müllerhandwerks ist die Holländermühle in Lindau. Wie viele andere Mühlen an der Schlei dient auch sie inzwischen als Feriendomizil. Im übrigen ist Lindaunis ein aus wenigen Häusern bestehender langgestreckter Ort mit einem ehemaligen Bahnhof, der nunmehr als Gaststätte dient.

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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