Hafenplan – S2/8 – Holtenau


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Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Yachtanleger nördlich der Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in der Kieler Innenförde.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Der Tiessenkai ist für Sportboote nicht geeignet. Jedoch befinden sich Yachtstege unmittelbar westlich davon am Nordufer, unterhalb der Platanenallee. Sportboote, die den Kanal passieren wollen oder verlassen, finden hier Gastplätze längsseits an der Innenseite des Außensteges. Liegezeit max. 4 Tage. Es muss mit Strömung (besonders bei Öffnung des Siels am Entwässerungskanal) und Schwell gerechnet werden.

Navigation

Tag und Nacht ist die Ansteuerung unproblematisch. Die Gesamtbeleuchtung der Schleusenanlagen ermöglicht eine gute Orientierung bei Nacht. Allerdings müssen die Zufahrten zu den Schleusen freigehalten werden, es sei denn, man will in die Schleusenkammer einlaufen (weißes Licht für die jeweilige Schleusenkammer).Über Lautsprecher gibt das Schleusenpersonal dazu ggfs. Anweisungen. Der Schleusenmeister kann in dringenden Fällen über UKW-Kanal 12 (Rufzeichen "Kiel Canal 4") oder Tel. 0431-3603-152 angesprochen werden. Näheres über die Signale und den Nord-Ostsee-Kanal ist der NV. Sportschifffahrtskarte "Nord-Ostsee-Kanal" zu entnehmen. Hinweis: Wegen der Sanierungsarbeiten im Schleusenbereich und der damit verbundenen höheren Verkehrsdichte und Nähe zur Berufsschifffahrt sollten Sportboote die Informationen des WSA Kiel-Holtenau beachten (siehe Link weiter unten).

Versorgung

Nahezu alle Möglichkeiten der Versorgung sowie auch verschiedene Restaurants sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Es besteht Busverbindung zur Innenstadt.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser
Müllannahme X
Elektroanschluss
Brennstoff
Lebensmittel X
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +49(0)431 / 36 38 30 oder +49(0)170 / 338 06 48 (mobil)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Die Geschichte Holtenaus ist mit der Geschichte des Nord‑Ostsee‑Kanals untrennbar verknüpft. Schon von daher ist die Besichtigung der Holtenauer Schleusen unbedingt zu empfehlen. Für die Beobachtung des Schleusenbetriebes steht eine Aussichtsplattform zur Verfügung. Näheres über die Baugeschichte erfährt der Besucher im Informationsraum der Schleuse.

Schon die Wikinger haben die Umseglung von Skagen gescheut und Lasten auf der Treene und der Eider bis zur Nordsee verfrachtet. Der Nachteil war jedoch, dass die Güter (von Haithabu an der Schlei aus) ein Stück auf dem Landweg transportiert werden mussten. Dabei wurden zurechtgeschnittene Baumstämme als Rollen eingesetzt, auf denen die Rümpfe bis zu den Flüssen bewegt wurden. Mit Leinen bewahrten die Besatzungen ihre Schiffe vor dem Umkippen und nahmen außerdem Ochsen und Pferde beim Ziehen der schweren Last zu Hilfe.

Neun verschiedene Wasserstraßen wurden im Laufe der Jahrhunderte zwischen Kolding und Travemünde geplant, aber keine verwirklicht. Um 1570 bat Herzog Adolf von Schleswig‑Gottorp den Kaiser Maximilian II. um die Genehmigung, einen Kanal von Kiel zur Eider bauen zu lassen, aber auch dieses Vorhaben wurde fallengelassen. In den folgenden Jahrhunderten waren es besonders die militärischen Führer, die eine Nord-Ostsee-Verbindung vermissten, weil Dänen und Schweden an den Engen der Belte die Ostsee meist erfolgreich kontrollierten. Wallenstein und Cromwell gehörten zu denen, die einen "Durchschlupf" für ihre Flotte herbeisehnten. Christian VII. setzte das lange geplante Projekt schließlich in die Tat um und weihte 1784 den Eiderkanal ein, aber wegen der hohen Gebühren des fast ausschließlich mit Schaufel und Spaten ausgegrabenen Kanals, benutzten ihn nur wenige Schiffe. Außerdem lag der strategische Vorteil weiterhin bei den Dänen, da der 40 Kilometer lange, 30 Meter breite und über drei Meter tiefe Kanal zunächst nur dänischen Schiffen zur Verfügung stand. Die ersten Schiffe wurden übrigens noch von Pferden getreidelt.

Die alten Schleusenkammern dieses Kanals beim nahegelegenen Rathmannsdorf stehen heute unter Denkmalschutz (rund ein Kilometer westlich von Knoop). Während der Eiderkanal die Ostsee und die Eider bei Rendsburg verband, endet der 1895 fertiggestellte Kaiser‑Wilhelm-Kanal, der heute Nord‑Ostsee‑Kanal heißt, nicht mehr in der Eider. Die neue 98,6 Kilometer lange Wasserstraße führt schnurstracks nach Brunsbüttel in die Unterelbe, beziehungsweise beginnt dort, denn der Kaiser trat seine Einweihungsfahrt von Brunsbüttel aus an. Wieder waren es militärstrategische Gründe, die zum Bau der neuen Wasserstraße führten. Für die großen deutschen Kriegsschiffe war der inzwischen durch den Krieg von 1864 in preußische Hände gefallene Eiderkanal zu klein.

Heute stehen in Kiel‑Holtenau die größten Schleusen der Welt. Sie sind 300 Meter lang, 45 Meter breit und 14 Meter tief. Schiffe bis 235 Meter Länge sowie 32,5 Meter Breite und 9,5 Meter Tiefgang dürfen den Kanal passieren, wenn sie ab Wasserlinie nicht höher als 40 Meter sind. Unter dem Namen Kiel Canal ist der künstliche Schiffahrtsweg den Seeleuten in aller Welt bekannt, seine Nutzung bewirkt im Mittel eine Wegverkürzung von 250 Seemeilen!

Der Betrieb der Schleusen bestimmt auch das Leben in Holtenau entscheidend mit. Viele Lotsen und Kanalsteuerer wohnen hier, Makler‑ und Schiffsausrüstungsfirmen sind hier angesiedelt. Mehrere Behörden wie das Zoll­- und Seemannsamt, Institute, Anstalten und die Wasserschutzpolizei sind vertreten. Für Sportschiffer ist die Holtenauer Anlegebrücke – abgesehen vom mäßigen Schwell – idealer Liegeplatz als Ausgangs‑ oder Endpunkt der Kanalfahrt. Geschäfte befinden sich nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt und der Schiffsausrü­ster in unmittelbarer Nähe. Der Holz­steg liegt idyllisch bei einer Allee.

Im Erdgeschoss des Holtenauer Leuchtturms, an der Landspitze zur Förde hin, erinnert eine Gedächtnis­halle an den Bau des Kanals. Wenige Meter davon entfernt legen die För­dedampfer ab ‑ ideale Verkehrsver­bindung nach Kiel (siehe auch Düsternbrook).

Ein Ausflug zur "Villa Hoheneck", dem ehemaligen Restaurant mit Garten direkt am Nord‑Ostsee‑Kanal, ist zu empfehlen. Schon der Blick auf die vorüberzie­henden Schiffe aller Nationen lohnt den Besuch, auch wenn keine Ausschank mehr stattfindet. Der Weg dorthin führt an der Uferstraße entlang zum westlichen Ortsausgang bei der 1970 erbauten Prinz‑Heinrich‑Brücke. Von der Brüc­ke hat man einen guten Ausblick auf den Kanal und die Schleusen.

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