Hafenplan – S22/3 – København


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Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Dänemarks kosmopolitische Hauptstadt am Øresund.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gastliegern bieten sich verschiedene Möglichkeiten im Zentrum København beiderseits des Hauptfahrwassers.
  • FREIHAFEN: Liegeplätze überwiegend für Festlieger an Schwimmstegen mit Fingern (auf 7m Wassertiefe). Supermarkt und Restaurant sowie Sanitäranlagen (mit Chip od. Code) sind vorhanden. Tel.: 4042 3977
  • LANGELINIE: In dem kleinen, alten Yachthafen (Wassertiefe 3m) liegt man an Heckmoorings in parkartiger Umgebung. Durch Schwell ist der Hafen unruhig. Die Entfernung zur Innenstadt beträgt ca. 2 km; es gibt permanente Busverbindungen.
  • HOTEL ADMIRALEN: Bedingt durch den Schwell der Berufsschifffahrt können nur große Yachten (ca. 18 m) an der Kaianlage vor dem Hotel festmachen (Wassertiefe 6 - 7 m).
  • NYHAVN: Vor der Klappbrücke findet man einige Liegeplätze am Nordufer auf 5 m Wassertiefe. Jenseits der Klappbrücke ist der Museumshafen von København.
  • CHRISTIANSHAVN: Liegeplatz im Zentrum von København. Im Kanal, gegenüber von Nyhavn, liegt man auf Plätzen mit 3 - 4 m Wassertiefe wirklich zentral. Gäste machen auf freien Plätzen fest; teilweise längseits der Kaianlage oder in den Boxen.

Navigation

Die Ansteuerung der Häfen im Zentrum von København erfolgt über das "Lynetteløb", eine betonnte und befeuerte Baggerrinne mit einer Solltiefe von 7m. Die Haupteinfahrt von Kopenhagen, das Kronløb, ist für die Sportschifffahrt gesperrt. Nachts erfordert die Ansteuerung wegen der verwirrenden Großstadtbeleuchtung viel Erfahrung und große navigatorische Sorgfalt.

Die Durchfahrt ab Knippelsbro nach Süden in die Køgebucht ist Motorbooten mit max. Durchfahrtshöhe von 3 m möglich. Die Schleusenzeiten sind zu beachten. Boote größerer Durchfahrtshöhe können bis in den Südhafen fahren, Brückenöffnungen sind zwei Stunden vorher beim Hafenmeister anzumelden. Tel.: 33 47 99 99

Die Hafenordnung von København (hier ein Auszug) schreibt folgendes vor:
  • Rechte Fahrwasserseite streng einhalten.
  • Sportboote müssen vorsichtig manövrieren und dürfen die Berufsschifffahrt nicht behindern.
  • Mäßige Geschwindigkeit einhalten, so dass andere Fahrzeuge nicht beschädigt werden.
  • Ankern ist im Hafengebiet verboten.
  • Segeln ist im Hafengebiet zwischen dem "Nordre Toldbod" und der Schleuse nicht erlaubt.
  • Das Befahren des "Kronløb" ist für die Sportschiffffahrt verboten.
  • Alle Sportfahrzeuge müssen das Hafengebiet durch das "Lynetteløb" anlaufen und dürfen im Yderhafen nur östlich des Hauptfahrwassers navigieren.
  • Der Langelinie-Hafen ist auf dem kürzesten Weg anzusteuern.

Öffnungszeiten der Trangravsbroen (Trangraven /Christianshavnkanal)

Sommersaison (April bis Oktober)

Mo-Fr: 06.00, 07.00, 07.25*, 09.00, 10.00, 11.00, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00, 15.25* 17.30, 18.30, 19.30, 20.30, 21.30, 22.30, 23.30, 23.55* Uhr
Sa, So, feiertags: 06.00, 07.00, 08.00, 09.00, 10.00, 11.00, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00*, 17.30, 18.30, 19.30, 20.30, 21.30, 22.30, 23.30, 23.55* Uhr

* Brückenöffnung für max. 5 Minuten

Weitere Brückeninformationen hier...

Versorgung

Alle Möglichkeiten der Versorgung bietet das 1 km entfernte Zentrum von København. Bei den Liegeplätzen im Nyhavn und vor dem Hotel Admiralen gibt es keine sanitären Anlagen.

Service

Freihafen Langelinie Nyhavn Christianshavn
Toilette X X X
Dusche X X X
Wasser X X
Müllannahme X
Elektroanschluss X X X
Brennstoff
Lebensmittel X X X X
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip
Fähre / Bus / Bahn X X X X
Fahrradverleih
Internetzugang

Kontakt

Telefon: +45 / 40 42 39 77 (Freihafen)
+45 / 35 26 23 38 (Langelinie Lystbådehavn)
+45 / 32 57 37 72 od. 40 96 37 72 (Wilders Plads Marina/Christianshavn)

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Die Geschichte der Stadt København

Funde belegen, dass hier schon in der Vorzeit Menschen gelebt haben, aber erst im 11. Jahrhundert wird der Ort als "Havn" erwähnt. "Havn" war jedoch nur ein Dorf von mehreren, deren Namen sich noch in den Stadtteilen wieder finden (z.B. Valby). 1167 schenkte König Valdemar der Große die Burg Havn mit der dazugehörenden Stadt dem Bischof Absalon von Roskilde, der die Festung Slotsholmen erbauen ließ. Schon bald musste die Lübecker Hanse um die Stellung der Stadt Lübeck als Haupthafen in der Ostsee bangen.

Dieser Entwicklung wollten die Lübecker nicht tatenlos zusehen. Sie brannten den Ort und die Burg im Jahr 1248 nieder. Der Angriff konnte die Entwicklung der Stadt dennoch nicht aufhalten. Anfang 1400 wurde København das Zentrum der Nordreiche Dänemark, Norwegen und Schweden. Erik von Pommern gelang es, 1428 vor Kopenhagen eine Flotte der Lübecker zurückzuschlagen. Ihm glückte es darüber hinaus, die Rolle Københavns aufzuwerten und den Einfluss der Hanseaten zurückzudrängen. Die große "Deutsche Kompagnie" handelstreibender Bürger wurde im 15. Jahrhundert aus der Stadt vertrieben. Unter dem volksnahen König Hans erlebte Kopenhagen eine Blütezeit. Engländer und Holländer wurden zur Belebung des Handels in die Stadt geholt. Als König Hans das Land verlassen musste, fürchtete das Volk um seine Rechte und verteidigte die Stadt gegen König Frederik I. Der bestätigte ihnen jedoch, nachdem er København erobert hatte, die Bürgerrechte. Zur Zeit der Grafenfehde, die durch ein Blutbad König Christian II. an schwedischen Adligen ausgelöst worden war, herrschte Christoph von Oldenburg über Kopenhagen. Er kämpfte für die Rückkehr des Königs und gegen die Reformatoren für die katholische Kirche. Um 1536 setzte sich die lutherische Lehre durch und wurde Staatsreligion. Graf Johann Rantzau hatte 1536 für König Christian III. den Weg nach København freigekämpft und dadurch die neue Entwicklung ermöglicht. In der Folgezeit wüteten Pestepidemien in København, bedingt durch die Enge und die miserablen hygienischen Verhältnisse in der Stadt. Obwohl immer mehr Menschen nach København kamen ließen die Stadtmauern ein Wachstum der Stadt nicht zu. Infolge der guten Befestigungen war es andererseits möglich, sich 1658 und 1659 erfolgreich gegen die Schweden zu verteidigen und sich um 1700 auch gegen die Holländer und Engländer zur Wehr zu setzen. Zum Sieg über die Schweden, die zwei Jahre lang die Stadt belagerten, trug auch bei, dass der König den Bürgern Adelsrechte versprochen hatte, wenn die sich gegen die Schweden stellen würden. Er soll sich durch den Ausspruch, "Ich sterbe in meinem Nest“, besondere Sympathien bei den Københavnern erworben haben.

Großbrände zerstörten 1728 und 1795 die Altstadt. Beim Wiederaufbau wurden breitere Straßen angelegt und es entstanden vornehme Bürgerhäuser. Um 1730 verhalfen die florierenden Handelskompanien der Stadt zu Wohlstand. Die Werften von Christianhavn hatten Hochkonjunktur. Anfang 1800 setzte die britische Kriegsflotte København und seinen Bürgern schwer zu. 1809 mussten sich die Københavner nach schwerem Bombardement den Engländern ergeben, die die gesamte dänische Kriegsflotte konfiszierten. 1813 folgte der Staatsbankrott, aber die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich nicht vollends und København entwickelte sich mehr und mehr zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt des Nordens. Erfolgreich kämpften Københavner Bürgerrechtler dafür, dass Dänemark 1848 konstitutionelle Monarchie wurde. 1867 wurde die Festung niedergelegt.

Während es Dänemark im Ersten Weltkrieg gelang, seine Neutralität aufrecht zu erhalten und damit das Land und die Københavner Flotte vor allzu großen Verlusten zu bewahren, erfüllte sich die Hoffnung, auf diese Weise auch im Zweiten Weltkrieg den Schaden für das Land zu begrenzen, nicht. Hitler befahl 1940 Dänemark und Norwegen anzugreifen. Angesichts der Übermacht gab König Christian X. auf der Amalienborg den Befehl, die Gegenwehr aufzugeben. Dennoch kam es zu Sabotageakten von Widerstandskämpfern und ab 1943 herrschte regelrechter Krieg zwischen den Københavnern und der Besatzungsmacht.

Wegen der großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg vollzog sich der Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren nur langsam. Valutakrisen erschwerten Anfang der 50er Jahre den Aufschwung, aber dann herrschte Hochkonjunktur. Zur wirtschaftlichen Belebung trug bei, dass Kopenhagen mit den autofreien Einkaufsstraßen eine der ersten Fußgängerzonen in Europa besaß.

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

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