Hafenplan – S16/1 – Klintholm


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Hafenübersicht

Kurzbeschreibung

Moderne Marina und kleiner gemütlicher Fischereihafen am Südufer von Møn. Ein beliebter Zwischenstop für die sogenannten Bornholmsegler. Beidseits des Hafens gibt es einen schönen Badestrand.

NV. Hafenlotse

Hafenplan

Liegeplätze

Gäste finden freie Plätze im Yachthafen auf 2,5 - 3 m Wassertiefe. Der Fischereihafen ist für Sportboote gesperrt.

Navigation

Die Ansteuerung des gut befeuerten Hafens ist Tag und Nacht unproblematisch. Sie erfolgt wegen der Stellnetze von Süden her. Mit den Netzen, die teilweise 1,5 sm auf See hinausreichen, muß man in der gesamten Hjelm Bucht rechnen. Als Landmarken dienen die hohen Kreidefelsen von Møns-Klint.

Versorgung

Einige Einkaufsmöglichkeiten bestehen neben dem recht guten Service der Marina in dem kleinen gemütlichen Fischerort, der auch mit drei guten Restaurants aufwerten kann. Brennstoff bekommt man vor dem Hafenmeisterbüro im Yachthafen. Ein Segelmacher ist vor Ort, Fahrräder können beim "Købmand" augeliehen werden.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih X
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 2442 2182

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Dieser Hafen war schon in früheren Jahren bei den Sportschiffern so beliebt, dass man sogar einen Signalmast setzte, der meistens anzeigte, dass der Hafen besetzt war. Um sich einen Platz zu sichern, musste man schon damals bereits am frühen Nachmittag zur Stelle sein. Mit dem Bau von Ferienwohnungen direkt auf dem Kai und der Anhebung der Hafengebühren verschwand auch der Signalmast. Aus dem einst gemütlichen Fischereihafen wurde ein damals noch eher mondän erscheinender Yachthafen, der nicht mehr ganz die Anziehungskraft des alten Hafens besaß. Zwischenzeitlich hatte man es dann sogar geschafft, den Hafen soweit herunter zu wirtschaften, dass er eine Zeit lang geschlossen war. In Regie der Kommune startete 2012 ein Neuanfang.

Das alles ist mittlerweile Geschichte: Heute gilt Klintholm wieder als idealer Ausgangspunkt für die Seefahrt nach Bornholm sowie natürlich auch Landausflüge auf der Halbinsel Møn. Herausragendes Ziel sind natürlich die Kreidefelsen (siehe Plan). Høje Møn entstand während der letzten Eiszeit. In den Buchten von Hjelm und Faxe lagen zwei große Gletscher, die zwischen sich Kreide in großen Mengen vom Untergrund heraufpressten. Die Kreide hatte sich bereits vor 75 Millionen Jahren als Kalkschlamm auf dem damals 200 Meter tiefen Grund des Meeres abgelagert. Es dauerte weitere Millionen von Jahren bis der Schlamm zur Kreide wurde und sich bei Erdkrustenbewegungen über die Meerestiere legte, die heute als Versteinerungen gefunden werden. Weitere Bewegungen der Erdkruste hoben die Kreide so hoch, dass die eiszeitlichen Gletscher sie später erreichen konnten. Die Kreideflächen sind jetzt als längliche Hügel und Täler in der Landschaft hinter den Kreidefelsen zu sehen, und im Felsenprofil selbst sind die gefalteten Kreideschichten sehr deutlich zu erkennen. Høje Møn ist an der höchsten Stelle 128 Meter hoch. Besonders beeindruckend ist das Naturerlebnis dann, wenn die strahlende Sonne die Felsen an ihrer Abbruchkante weiß erscheinen läßt (Fernglas nicht vergessen!). Bei Store Klint (Großer Felsen) sind geologische und archäologische Funde aus dem Gebiet ausgestellt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Versteinerungen von Schalen und Skeletteilchen der Organismen der Urmeere, beispielsweise von Tintenfischen, Seeigeln und Muscheln.

Die sieben Kilometer zu dieser Stelle auf den Kreidefelsen kann man vom Hafen aus mit dem Bus zurücklegen. Store Klint ist mit einem Hotel, einem Restaurant, einem Kiosk und einem großen Parkplatz allerdings ein von Touristen aus ganz Europa aufgesuchter Ort. In der Hochsaison kann der starke Betrieb das Naturerlebnis daher etwas trüben. Aber das Gebiet ist groß genug, um dem Besucherstrom auszuweichen (siehe Plan). Es gibt eine ganze Reihe von Wegen die abseits dieses Sammelpunktes zum Fuß der Kreidefelsen führen. Allerdings sollte man, bevor man sich an den Ab- und den Aufstieg macht, gut gefrühstückt haben, denn die steilen Wege sind kraftraubend. Es ist empfehlenswert, für den Ausflug zu den Kreidefelsen einen ganzen Tag einzuplanen und Proviant einzupacken. Auch der Wald auf der Anhöhe ist einen Ausflug wert. Mehrere Grabhügel erinnern hier an die Vorzeit, und auf der Spitze des Timmesø Berges befinden sich Spuren einer Wikingerburg.

Zeit sollte man sich auch für den Besuch von Liselund nehmen, neun Kilometer nordöstlich des Hafens von Klintholm gelegen. Der Romantiker Bosc de la Calmette, ein Kammerherr aus den Niederlanden, erwarb diesen Landstrich um 1800 von der dänischen Krone, um seinen Traum von einem Naturidyll zu verwirklichen.

Der über dem Meer liegende Ort an der Felsenküste erfüllte mit seinen Schluchten und bewaldeten Hügeln alle Bedingungen, die man in der Zeit um 1800 an ein solches Idyll stellte. Dabei ließ sich der Kammerherr von Marie Antoinettes Bauernidyll bei Versailles und englischen Gartenanlagen inspirieren. Ein strohgedecktes Miniaturschloss, eine norwegische Hütte, das "Schweizer Haus" und ein chinesischer Gartenpavillon wurden in dem Park errichtet. Diese romantische Welt zog viele Künstler an. So hat Hans Christian Andersen hier sein Märchen "Das Feuerzeug" geschrieben. Der Park mit seinen Häusern zählt aber zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten auf der Insel Møn. Außerdem ist er ein einzigartiges Beispiel für die Bau und Gartenkunst aus der Zeit um 1800.

Auf dem Weg vom Hafen nach Liselund kommt man nach etwa sieben Kilometern durch das Dorf Sømarke. Am Ortsrand stehen hier ein kleines und ein großes Hünengrab nebeneinander. Besonders gut kann man hier auf der Oberseite des großen Decksteines fast 200 schalenförmige Vertiefungen sehen. Das Hineinhauen dieser Schälchen in den Stein gehörte vermutlich zur Zeremonie eines Fruchtbarkeitskultes.

Nur zwei Kilometer beträgt die Entfernung zum Feuchtgebiet von "Busemarke", das sich westlich und nördlich des Hafens erstreckt. Hier kann man das Treiben der Vögel von einem Hochsitz aus beobachten.

Das Gut Klintholm ist etwa vier Kilometer vom Hafen entfernt in Richtung Nordost zu finden. Es wurde um 1830 erbaut und später in niederländischem Stil restauriert.

Für das leibliche Wohl ist rund um den Hafen von Klintholm gesorgt. Mehrere Restaurants und Imbißstuben säumen die einzige Straße des alten Ortsteiles. Auch eine Diskothek, ein Minigolfplatz und eine Bank sind vorhanden. Direkt am Hafen steht das bei den Sportschiffern beliebte Restaurant "Aalekroen". Wenige Schritte muss zurücklegen, wer die Cafeteria und das Speiserestaurant "Hy Hefadet" aufsucht. Eine Räucherei nordöstlich des Hafens wirbt mit "Delikate røgerivarer og fiskeforretning".

Sehenswerte Bilder

Interessante Links

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Ergänzung / Berichtigung

Senden Sie uns eine E-Mail, wenn Sie eine Ergänzung oder eine Berichtigung zu diesem Hafen haben. Wir und andere Sportschiffer freuen sich über jeden Beitrag, durch den sich die Qualität und die Aktualität des NV. Hafenlotsen erhöht. Änderungen werden auf www.nv- pedia.de veröffentlicht, nachdem sie von uns redaktionell geprüft wurden. Denn auf nautische Informationen muss man sich verlassen können. Das ist unsere Firmenphilosophie - Kompetenz seit mehr als 35 Jahren.

Diskussion zu S16/1 - Klintholm

  • Markus Klinke

    Beim Landgangslotsen ist zu lesen: “…Für sich gesehen ist das neue Klintholm keineswegs ein Musterbeispiel an
    Hässlichkeit, aber die gemütliche Atmosphäre der Zeit vor dem Umbau ist
    dahin.”
    Wir waren Anfang September 2017 (Nachsaison) erstmals in Klintholm und wissen daher nicht, wie der Hafen mal vor dem Umbau ausgesehen hat. Und so waren wir aufgrund der o.a. Wortakrobatik gespannt, was uns erwarten würde. Wir fanden einen sauberen, gut ausgeschilderten (Wassertiefen) Hafen vor, der einen sehr postivien Eindruck auf uns machte und uns vom Nutzungskonzept her (Ferienwohnungen am Hafen) an Bagenkop erinnerte. Die sanitären Einrichtungen waren in erstklassigem Zustand und sehr gepflegt. Einkaufsmöglichkeit (kleiner Supermarkt, Fischgeschäft) sowie Restaurant in unmittelbarer Hafennähe.
    Aus unserer Sicht ein absolut empfehlenswerter Hafen, den wir gern auch wieder ansteuern werden.